Katalog 2019
gottfried egert verlag
Postfach 1180
D-69259 Wilhelmsfeld
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Lehrwerke
Wolfgang Reumuth, Otto Winkelmann
Praktische Grammatik der französischen Sprache.
Neubearbeitung.
2005, XIX + 598 S.
EU 24.00
ISBN: 3-936496-29-1
Die Praktische Grammatik der französischen Sprache ist aus langjähriger Unterrichtspraxis der beiden Autoren an Schule und Hochschule hervorgegangen und wendet sich insbesondere an Studierende des Faches Französisch, an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II, sowie an alle, die sich gründliche Kenntnisse der französischen Sprache aneignen wollen. Die Grammatik stellt die sprachlichen Strukturen und Regeln der modernen französischen Sprache in ihrer Gesamtheit vor, einschließlich der Aussprache, Orthographie und Wortbildung. Im Vordergrund steht der Sprachgebrauch, der anhand einer sehr großen Zahl von Beispielsätzen veranschaulicht wird. Die aufgeführten Beispielsätze, Wendungen und Ausdrücke sind überwiegend so gewählt, dass sie in der Alltagskommunikation der Französisch-Lernenden ohne weiteres verwendet und ohne Schwierigkeit abgewandelt werden können. Alle Beispielsätze sind vollständig ins Deutsche übersetzt, damit den Lernenden die oft unterschiedlichen Sprachstrukturen bewusst werden und sie auf diese Weise zu einer kontrastiven Sprachbetrachtung angeregt werden. Gleichzeitig können die Lernenden ihren aktiven Wortschatz erweitern.

In der Beschreibung der einzelnen grammatischen Erscheinungen wird die traditionelle Terminologie verwendet, wie sie vom Gymnasialunterricht her bekannt ist. Sprachwissenschaftliche Fachtermini werden, wo nötig, in Klammern hinzugefügt. Alle Kapitel sind in der Regel nach demselben Schema aufgebaut: An einen kurzen einführenden Überblick schließt sich eine Zusammenstellung der Formen an. Darauf folgt die Darstellung des Gebrauchs, und zum Schluss werden Besonderheiten behandelt. Auch wenn in dieser Grammatik die gepflegte mündliche französische Umgangssprache im Vordergrund steht, so werden doch auch schriftsprachliche und familiäre Ausdrucksweisen berücksichtigt.

Von großem Nutzen für fortgeschrittene Französisch-Lernende ist der ausführliche Anmerkungsteil, der eine Fundgrube sprachlicher Feinheiten enthält, die man sonst schwerlich in anderen Grammatiken findet. Zahlreiche Paragraphen sind der Wiedergabe deutscher Ausdrücke im Französischen gewidmet und gehen auf besondere Sprachschwierigkeiten ein, so z.B. die Wiedergabe deutscher Modalverben oder die Wiedergabe von dt. ?kein? im Französischen. Das ausführliche Inhaltsverzeichnis und das detaillierte Sachregister ermöglichen ein schnelles und gezieltes Nachschlagen grammatischer Fragestellungen.

Ergänzt wird die Praktische Grammatik der französischen Sprache durch ein Übungsbuch mit einem Schlüssel zu den Übungen:

Anne Boisson/Wolfgang Reumuth
Übungsbuch zur französischen Grammatik
gottfried egert verlag, Wilhelmsfeld, 2/2010
VII + 189 Seiten, 15,00 EURO, ISBN 3-936496-31-4
Schlüssel, 88 Seiten, 5,00 EURO, ISBN 3-936496-32-1

 
Anne Boisson, Wolfgang Reumuth
Übungsbuch zur französischen Grammatik
²2010, überarbeitete Aufl.,VI + 189 S.
EU 15.00
ISBN: 3-936496-31-4
Anne Boisson
Wolfgang Reumuth

Übungsbuch zur französischen Grammatik

Das Übungsbuch zur französischen Grammatik ergänzt die ebenfalls im gottfried egert verlag erschienene Praktische Grammatik der französischen Sprache von Wolfgang Reumuth und Otto Winkelmann. Es bietet fortgeschrittenen Französisch - Lernenden, insbesondere Schü-lerinnen und Schülern in Grund- und Leistungskursen des Gymnasiums sowie Studierenden des Faches Französisch ausgewählte Übungen zu allen wichtigen Kapiteln der französischen Grammatik. Behandelt werden unter anderem die Verwendung des Artikels und der Pronomina, der Gebrauch der Tempora und Modi, die Verbergänzungen, das Adjektiv, die Negation, die indirekte Rede sowie die Wahl der richtigen Präpositionen und Konjunktionen.

Neben Einsetz-, Ersetzungs- und Transformationsübungen enthält das Buch eine große Zahl deutsch-französischer Übersetzungsübungen, die sich nicht nur auf eine Schwierigkeit beziehen, sondern mehrere Grammatikphänomene berühren, die deutschsprachigen Lernen-den erfahrungsgemäß Probleme bereiten. Zur besseren Orientierung sind Übungen, die einen höheren Schwierigkeitsgrad aufweisen, mit einem Sternchen gekennzeichnet.

Jedes Kapitel des Übungsbuches enthält Verweise auf diejenigen Paragraphen der Praktischen Grammatik der französischen Sprache, in denen die betreffende grammatikalische Erscheinung behandelt wird. Dort kann der Stoff zusammenhängend erarbeitet oder wiederholt werden.

Für das Selbststudium steht ein Schlüssel zur Verfügung, der gesondert erhältlich ist (91 Seiten, ISBN 3-936496-32-1).
Schlüssel
2010, I + 91 S.
ISBN: 3-936496-32-1

 
Catherine Rampf
Deutsch-französische Übersetzungsübungen für das Grundstudium
2/2010, VII +183 S.
EU 19.00
ISBN: 3-936496-18-5
Dieses neue im Unterricht erprobte Arbeitsbuch zur deutsch-französischen Übersetzung wurde speziell für Französisch-Studierende im Grundstudium konzipiert. Es enthält 15 ausgewählte deutsche Beispieltexte, die mit französischen Musterübersetzungen versehen sind.

Sprachlich anregend und in Umfang und Stil den Ansprüchen eines Prüfungstextes entsprechend, bieten die Texte den Lernenden die Möglichkeit, ihre Grammatikkenntnisse zu vertiefen, den vorhandenen Wortschatz zu erweitern und stilistische Besonderheiten des Französischen einzuüben.

Der Band enthält sowohl literarische Texte zeitgenössischer deutscher Autorinnen und Autoren als auch Sachtexte aus der Tagespresse. Alle Musterübersetzungen sind mit einem ausführlichen Kommentar, mit Varianten, Erläuterungen und praktischen Übersetzungstipps, sowie mit Hinweisen zum Schwierigkeitsgrad versehen. Das Buch eignet sich als Arbeitsgrundlage für einen deutsch-französischen Übersetzungskurs und zum Selbststudium.

 
Werner Forner
Fachsprachliche Aufbaugrammatik Französisch.
Mit praktischen Übungen.
1998, XVI + 177 S.
EU 21.00
ISBN: 3-926972-62-0
Die Fachsprachliche Aufbaugrammatik Französisch wendet sich an alle, die beruflichen Kontakt mit der frankophonen Welt haben oder anstreben, insbesondere an Studierende wirtschaftswissenschaftlicher und technischer Fächer, die zusätzlich zu ihren französischen Sprachkenntnissen eine fundierte fachsprachliche Kompetenz benötigen. Darüber hinaus eignet sich die Aufbaugrammatik für alle, die mit wissenschaftsnahen französischen Texten - einschließlich der seriösen Tagespresse - zurechtkommen wollen, und zwar lesend, schreibend oder übersetzend, und die trotz guter Französischkenntnisse unter den Tücken dieser Sprachform leiden.

Fachsprache ist charakterisiert durch eine abweichende Text-Architektur. Diese gehorcht vier Prinzipien, die regelhaft und folglich lernbar sind. Dementsprechend ist Fachsprache herstellbar. Als ?Betriebsanleitung? hierfür dient die Fachsprachliche Aufbaugrammatik. Sie liefert das Wissen über Funktion und Funktionieren der fachsprachlichen Regeln, sie vermittelt die Fähigkeit, deren Einsatz zu planen, und sie bietet die sprachlichen Mittel zur Durchführung. Diese Fähigkeiten: Erkennen - Planen - Durchführen werden geübt. Die Ergebnisse sind kontrollierbar: Die vorgeschlagenen Lösungen sind meist authentische Texte. Die Übungen sind also realistisch. Die Inhalte, die ohne Vorkenntnisse verständlich sind, entstammen im allgemeinen dem Fach Internationale Projektierung, das an der Universität Siegen angesiedelt ist.

Das Buch empfiehlt sich sowohl für universitäre Kurse als auch für betriebliche Fortbildungen: für Lehrveranstaltungen in allgemeiner Fachsprache (als erste Stufe eines fachsprachlichen Curriculums) oder in fachspezifisch ausgerichteten Kursen als grammatisches Begleitmaterial und natürlich auch in anspruchsvollen sprachpraktischen Kursen für fortgeschrittene Französisch-Lernende. Auch Französisch-Lehrkräfte können aus dieser Aufbaugrammatik Nutzen ziehen.

 
Anne Boisson, Wolfgang Reumuth
Unterrichtssprache Deutsch - Französisch.
1995, IX + 228 S.
EU 15.00
ISBN: 3-926972-46-0
Wissen Sie, wie man auf französisch sagt: ?Schaut zu zweit in ein Buch?, ?wegen unentschuldigten Fehlens? oder ?Unser Lehrer hat drei Minuten überzogen?? Wenn nicht, finden Sie die französischen Entsprechungen in diesem Werk, das Wörter, Ausdrücke und Wendungen enthält, die zur Vorbereitung und Gestaltung eines einsprachigen Französischunterrichts nützlich sind und von denen man viele in einem Wörterbuch vergeblich suchen wird. Zahlreiche Beispielsätze, die im Unterrichtsgespräch unmittelbar verwendet werden können, sind in die nach Sachgebieten geordnete Zusammenstellung eingefügt. Die Hauptkapitel sind den Themen Schule, Lehrmittel, Technische Hilfsmittel, Unterricht, Sprachunterricht, Anforderungen an den Schüler, Beurteilung des Schülers und Unterrichtsbegleitende Aktivitäten gewidmet.

Obwohl dieser Band in erster Linie für Lehrer konzipiert ist und demzufolge den Unterricht aus der Lehrerperspektive darstellt, sind doch auch viele Äußerungen aufgenommen worden, die Schüler an Lehrer richten oder untereinander verwenden können. Ein detailliert aufgeschlüsseltes deutsches und französisches Wortregister ermöglicht ein schnelles und problemloses Auffinden des gesuchten Begriffs und seiner französischen oder deutschen Entsprechung.

Da der Band konsequent zweisprachig angelegt ist, wird er nicht nur deutschen Französisch-Lehrern sondern auch französischen Deutsch-Lehrern bei der Durchführung eines einsprachigen Unterrichts gute Dienste leisten. Auch für Französisch-Studierende, die das Lehramt anstreben, wird die Durcharbeitung des Buches von Nutzen sein. Ein ausführlicher Anhang mit einem Überblick über das französische Schulsystem rundet das Werk ab.

 
Paul A. Gaeng
Le monde de l´entreprise française.
Initiation au langage des affaires.
4/2001, XII + 419 S.
EU 21.00
ISBN: 3-926972-88-0
3., überarbeitete und aktualisierte Auflage.

In dieser Einführung in das französische Handelswesen werden die Studierenden gründlich mit der Struktur, der Organisation und mit dem Funktionieren eines französischen Wirtschaftsunternehmens und seiner Rolle im Rahmen der französischen Volkswirtschaft vertraut gemacht. Das Buch besteht aus zwei Teilen: Der erste Teil befasst sich mit allgemeinen Merkmalen französischer Wirtschaftsunternehmen, mit den verschiedenen Gesellschaftstypen, mit der Organisationsstruktur eines Unternehmens, mit Geschäftsführung und Marketing sowie mit der Abwicklung des in- und ausländischen Zahlungsverkehrs. Der zweite Teil beschreibt die Beziehungen zwischen dem Wirtschaftsunternehmen und seinen Geschäftspartnern (Banken, Börse, Post, Transport-, Versicherungs- und Zollwesen).

Das Buch ist in erster Linie für Studierende bestimmt, die bereits über gute Kenntnisse der französischen Sprache verfügen und sich auf eine spätere Tätigkeit im Bereich der Wirtschaftsbeziehungen (Bankwesen, Import/Export, Spedition, Tourismus) mit frankophonen Ländern vorbereiten. Es ist jedoch auch zur Weiterbildung all derjenigen geeignet, die bereits im Geschäftsleben stehen und Kenntnisse im Bereich des französischen Handelswesens und des Wirtschaftsfranzösischen erwerben oder vertiefen wollen. Zur Unterstützung des Selbststudiums verfügt das Buch über einen Anhang mit Fragen, die sich auf den Stoff jedes einzelnen Kapitels beziehen und die zur Wiederholung und Festigung des Gelernten anregen.

Die Einführung vermittelt die fachlichen und sprachlichen Kenntnisse, die sowohl im Certificat pratique de français commercial et économique als auch im Diplôme supérieur de français des affaires vorausgesetzt werden und eignet sich daher besonders gut zur Vorbereitung auf die Prüfungen, die jährlich in mehr als fünfzig Ländern von der CHAMBRE DE COMMERCE ET D´INDUSTRIE DE PARIS abgehalten werden. Die jetzt vorliegende 3., überarbeitete Auflage wurde unter Einbeziehung der neuesten EU-Bestimmungen aktualisiert.

 
Wolfgang Reumuth, Otto Winkelmann
Praktische Grammatik der spanischen Sprache.
6/2011, XVIII + 486 S.
EU 21.00
ISBN: 3-936496-34-5
Die Praktische Grammatik der spanischen Sprache ist eine ausführliche Lernund
Nachschlagegrammatik für deutschsprachige Spanischlernende. Sie
wendet sich an Studierende des Faches Hispanistik/Spanisch, an
Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II, sowie an alle, die sich
gründliche Kenntnisse der spanischen Sprache aneignen wollen. Die
Grammatik stellt die sprachlichen Strukturen und Regeln der modernen
spanischen Sprache in ihrer Gesamtheit vor, einschließlich der Aussprache,
Orthographie und Wortbildung. Im Vordergrund steht der
Sprachgebrauch, der anhand einer sehr großen Zahl von Beispielsätzen
veranschaulicht wird. Die aufgeführten Beispielsätze, Wendungen und
Ausdrücke sind überwiegend so gewählt, dass sie in der Alltagskommunikation
der Spanischlernenden unmittelbar verwendet und ohne
Mühe abgewandelt werden können. Alle Beispielsätze sind vollständig
ins Deutsche übersetzt, damit den Lernenden die oft unterschiedlichen
Sprachstrukturen bewusst werden und sie auf diese Weise zu einer
kontrastiven Sprachbetreuung angeregt werden. Außerdem können sie
hierdurch ihren aktiven Wortschatz erweitern.
Bei der Beschreibung der einzelnen grammatischen Erscheinungen wird
die traditionelle Terminologie verwendet, wie sie vom Gymnasialunterricht
her bekannt ist. Von großem Nutzen für fortgeschrittene Spanischlernende
ist der ausführliche Anmerkungsteil, der sehr viele sprachliche
Feinheiten enthält, die in anderen Spanisch-Grammatiken kaum zu
finden sind. Zahlreiche Paragraphen behandeln die Wiedergabe deutscher
Ausdrücke im Spanischen und gehen dabei auf besondere
Sprachschwierigkeiten und Übersetzungsprobleme ein. Das ausführliche
Inhaltsverzeichnis und das detaillierte Wort- und Sachregister ermöglichen
ein schnelles und gezieltes Nachschlagen grammatischer
Fragestellungen.
Zur Vertiefung und Einübung des Grammatikstoffes erscheint im
gleichen Verlag das Übungsbuch zur spanischen Grammatik von Wolfgang
Reumuth.

 
Wolfgang Reumuth
Übungsbuch zur spanischen Grammatik
2007, VI + 181 S.
EU 12.00
ISBN: 3-936496-19-2
Das Übungsbuch zur spanischen Grammatik ergänzt die ebenfalls im gottfried egert verlag erschienene Praktische Grammatik der spanischen Sprache von Wolfgang Reumuth und Otto Winkelmann und behandelt alle wichtigen Kapitel der spanischen Grammatik, von der Wahl der richtigen Artikelformen und der Personalpronomen über die Verwendung des pretérito indefinido und des subjuntivo bis hin zum Gebrauch von ser und estar und der indirekten Rede. Besonders ausführlich sind die Übungen zur korrekten Verwendung der spanischen Präpositionen.

Das für fortgeschrittene Spanisch-Lernende bestimmte Übungsbuch bietet zahlreiche Einsetz-, Substitutions- und Transformationsübungen. Einen breiten Raum nehmen deutsch-spanische Übersetzungsübungen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade ein. Weiterhin wurden viele Einzelsätze aufgenommen, bei deren Übersetzung deutschsprachigen Spanisch-Lernenden erfahrungsgemäß häufig Fehler unterlaufen. Diese Sätze sollen den Blick der Lernenden schärfen und derartige Fehler in Zukunft vermeiden helfen. Zur besseren Orientierung sind Übungen, die einen höheren Schwierigkeitsgrad aufweisen, durch ein Sternchen gekennzeichnet.

Die zu Beginn eines jeden Kapitels angegebenen Verweise beziehen sich auf diejenigen Paragraphen der Praktischen Grammatik der spanischen Sprache (5., neu bearbeitete Auflage, 2006), in denen die betreffenden grammatikalischen Erscheinungen ausführlich behandelt werden. Auf diese Weise kann der Grammatikstoff zusammenhängend erarbeitet oder wiederholt werden.

Für das Selbststudium steht ein Lösungsschlüssel (81 Seiten, ISBN 978-3-936496-20-8, ? 5,00) zur Verfügung, der gesondert erhältlich ist.
Schlüssel zu den Übungen
I + 81 S.
ISBN: 3-936496-20-8

 
Christiane Nord
Lernziel: Professionelles Übersetzen Spanisch - Deutsch.
Ein Einführungskurs in 15 Lektionen.
VERGRIFFEN NICHT MEHR LIEFERBAR
EU 0.00
ISBN: 3-926972-87-3
Christiane Nord

Lernziel: Professionelles Übersetzen Spanisch-Deutsch
Ein Einführungskurs in 15 Lektionen

Professionell Übersetzen heißt, Texte so zu übersetzen, dass sie den Zweck, für den sie der Auftraggeber oder der beabsichtigte Empfänger benötigen, möglichst gut erfüllen. Das vorliegende Buch versteht sich als Einführung in die pragmatischen, kulturellen, sprachlichen und textspezifischen Probleme des professionellen Übersetzens aus dem Spanischen ins Deutsche, in der die Sensibilisierung für diese Übersetzungsprobleme im Vordergrund steht.

Der erste Teil des Buches, das in Form eines Kurses aufgebaut ist, enthält 15, in einer sorgfältigen didaktischen Progression angeordnete Lektionen, die jeweils aus einem praxisorientierten spanischen Ausgangstext, einem ausformulierten, realistischen Über-setzungsauftrag, einer ausführlichen Didaktisierung und einer Übersicht über die zu lösenden Übersetzungsschwierigkeiten bestehen. Sofern nötig kommen ein Paralleltext oder Hinweise auf andere Recherchemittel als Übersetzungshilfen hinzu. Im zweiten Teil werden die Übersetzungsprobleme und die Verfahren zu ihrer funktionsgerechten Lösung in systematischer Form dargestellt. Zu jeder Lektion zeigt ein auftragsgerechter Übersetzungsvorschlag im Anhang, wie die theoretischen und methodischen An-leitungen zur Herstellung einer adäquaten Übersetzung in die Praxis umgesetzt werden können.

Der Kurs ist für zwei Semester konzipiert. Jedes Semester schließt mit einer Klausur ab; dementsprechend enthält das Lehrwerk zwei Testaufgaben. Das Buch, das im Unterricht ausgiebig erprobt wurde, eignet sich nicht nur für Übersetzungskurse an Schule oder Hochschule, sondern kann auch mit Gewinn zum selbstgesteuerten Lernen eingesetzt werden.

 
Esperanza Cantallops, Conchita Otero, Ana Iglesias, Andrés Ré
Sin rodeos.
Curso intensivo de español.
Neubearbeitung 2006.
3. Auflage 2006, XIV + 281 S.
EU 16.00
ISBN: 3-936496-84-0
Die vorliegende neue Ausgabe des bewährten Spanischlehrwerks Sin rodeos, das sich in erster Linie an erwachsene Lerner ? vor allem an Studierende ? wendet, stellt eine gründlich überarbeitete und erweiterte Fassung der 2001 erschienenen zweiten Auflage dar. Die wachsende Bedeutung der neuen Medien, die Globalisierung und die aktive Sprachpolitik der spanischsprachigen Länder, insbesondere Spaniens, haben dazu geführt, dass das Interesse an der spanischen Sprache in vielen Bereichen erheblich zugenommen hat. Dies macht es um so wichtiger, für die einzelnen Zielgruppen jeweils adressatenspezifisches Lehrmaterial zu entwickeln. Eine wichtige Zielgruppe sind die Lernenden, die bereits über Kenntnisse in weiteren Fremdsprachen verfügen und daher gewohnt sind, über Sprache zu reflektieren, und die dieses Wissen beim Erlernen des Spanischen nutzen möchten. Für diesen Lernerkreis war das Angebot in der Spanischausbildung an Universitäten und Fachhochschulen bislang eher gering.

Kennzeichnend für den Intensivkurs Sin rodeos ist einerseits eine schnelle grammatische Progression, andererseits ein kontrastiver Ansatz, bei dem der Vergleich mit der Muttersprache der Lernenden, in diesem Falle Deutsch, eine wichtige Rolle spielt. Auf Grund der transparenten Darstellung der Inhalte lassen sich konkrete Lernziele innerhalb eines überschaubaren Zeitraums (ca. 200 Unterrichtsstunden) erreichen.

Das Buch umfasst 20 Lektionen, wobei ein Zyklus von jeweils fünf Lektionen durch einen Test zur Selbstkontrolle abgerundet wird. Den Abschluss des Buches bildet ein zweisprachiges alphabetisches Wörterverzeichnis. Ein Schlüssel zu den Übungen (ISBN 3-926972-89-0) ist gesondert erhältlich. Durch eine im Jahre 2004 von Andrés Ré produzierte, ebenfalls im gottfried egert verlag erschienene CD mit dem Titel Sin rodeos. Ejercicios de audiocomprensión (ISBN 3-936496-85-4) besteht außerdem für die Lernenden die Möglichkeit, ergänzend zum Lehrbuch die mündliche Sprachfertigkeit durch zusätzliche Hörverständnisübungen zu trainieren.
Clave de los ejercicios (Schlüssel)
ISBN: 3-926972-89-7

 
Andrés Ré
Sin rodeos.
Ejercicios de audiocomprensión.

Übungsheft und CD
2004, VI + 41 S.
EU 17.00
ISBN: 3-936496-85-7
Sin rodeos. Ejercicios de audiocomprensión als Heft und CD mit Übungen zum Hörverstehen stellt eine wichtige Ergänzung des Lehrbuchs Sin rodeos dar, das vor drei Jahren in zweiter Auflage erschienen ist.

Das Heft und die CD enthalten Übungen unterschiedlicher Art, die zum großen Teil auf einem kommunikativen und pragmatischen Konzept von Sprach-vermittlung beruhen. Im Mittelpunkt stehen Alltagssituationen, in denen die Beherrschung des Hörverstehens unerlässlich ist. Dabei wurde jedoch auch berücksichtigt, dass das Lehrmaterial in erster Linie in einer universitären Umgebung verwendet werden soll; daher wurden auch solche Übungen entwickelt, die sowohl in semantischer als auch in morphosyntaktischer Hinsicht zum Nachdenken über die eigene Sprache anregen. Das führt dazu, dass das Erkennen sprachlicher Strukturen und das Nachdenken über die Sprache im Rahmen des Lehr- und Lernprozesses in bewusster Form erfolgen.

Sin rodeos. Ejercicios de audiocomprensión enthält eine reiche Auswahl sowohl spanischer als auch hispanoamerikanischer Akzente; dieses breite Spektrum unterschiedlicher Aussprachen wird für die Vermittlung des Spanischen als Fremdsprache immer wichtiger.

Ein wichtiger Hinweis für Lehrende und Lernende, die mit Sin rodeos. Ejercicios de audiocomprensión arbeiten werden: denken Sie bitte daran, dass eine Übung zum Hörverstehen mindestens zweimal gehört werden sollte. In der sprachlichen Wirklichkeit können wir fast immer unsere Gesprächspartner darum bitten, einen Satz oder eine Frage zu wiederholen. Ob man eine Übung zum Hörverstehen leicht oder nur mit Mühe versteht, hängt nicht nur von der Geschwindigkeit oder von der Stimmlage ab, wichtig ist auch, wie man an diese Aufgabe herangeht!

Sin rodeos. Ejercicios de audiocomprensión wurde nicht nur für den Unterricht gedacht und entwickelt, sondern auch für ein autonomes Lernen zu Hause oder als Ergänzung zu anderen Lehrmaterialen. Seine leicht durchschaubare Struktur lässt alle Grammatik- und Kommunikativübungen erkennen, so dass jedes Thema separat behandelt werden kann.

 
Portugal Wolfgang Reumuth, Otto Winkelmann
Praktische Grammatik der portugiesischen Sprache
2013, XVIII + 603 S.
EU 29.00
ISBN: 3-936496-39-0
Die Praktische Grammatik der portugiesischen Sprache ist eine ausführliche Lern- und Nachschlagegrammatik für deutschsprachige Portugiesisch-Lernende. Sie wendet sich an Studierende des Faches Lusitanistik an deutschsprachigen Universitäten, an Übersetzer und Dolmetscher sowie an alle, die sich gründliche Kenntnisse der portugiesischen Sprache aneignen wollen. Die Grammatik bietet eine umfassende Beschreibung des aktuellen Gebrauchs der portugiesischen Sprache, einschließlich der Aussprache, Orthografie und Wortbildung. Im Vordergrund steht der Sprachgebrauch, der anhand einer sehr großen Zahl von Beispielsätzen veranschaulicht wird. Die aufgeführten Beispielsätze, Wen¬dungen und Ausdrücke sind überwiegend so gewählt, dass sie in der Alltags¬kommunikation der Portugiesisch-Lernenden unmittelbar verwendet und ohne Mühe abgewandelt werden können. Alle Beispielsätze sind vollständig ins Deutsche übersetzt, damit den Lernenden die oft unterschiedlichen Sprach¬strukturen bewusst werden und sie auf diese Weise zu einer kontrastiven Sprachbetrachtung angeregt werden. Außerdem können sie hierdurch ihren aktiven Wortschatz erweitern.

Ferner zeichnet sich die Praktische Grammatik der portugiesischen Sprache durch folgende Merkmale aus:

• Einbeziehung der wichtigsten Besonderheiten des brasilianischen Portu¬giesisch
• Verwendung der neuen Orthografie
• Klare Regelformulierung ohne terminologische Überfrachtung
• Zahlreiche Anmerkungen zu besonderen Sprachschwierigkeiten
• Erklärung häufiger Übersetzungsprobleme vom Deutschen ins Portu¬gie¬sische
• Farbige Hervorhebung wichtiger Formen und Beispiele
• Detailliertes Wort- und Sachregister

 
Portugal Reiner Arntz, Andrés Ré
Kontrastsprache Portugiesisch.
Ein neuer Weg zum Portugiesischen auf der Grundlage des Spanischen.
2007, XVI + 250 S.
EU 23.00
ISBN: 3-936496-17-8
Die Vielsprachigkeit Europas und die damit verbundenen Chancen und Probleme treten immer stärker in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses. Besonders für diejenigen, die sich professionell mit Sprachen beschäftigen, wird es immer wichtiger, nicht nur das unverzichtbare Englisch, sondern auch eine oder mehrere weitere Sprachen zumindest passiv zu beherrschen. Gerade wenn es um das Erlernen verwandter Sprachen geht, sind erwachsene Lerner sehr daran interessiert, ihre bereits vorhandenen Kenntnisse zu aktivieren und sie beim Erlernen der ?neuen? Sprache zu nutzen.

Will man in kurzer Zeit eine akzeptable Sprach- und Übersetzungskompetenz erwerben, empfiehlt es sich, das Lernziel zunächst auf einzelne Fertigkeiten, insbesondere auf das Leseverstehen, einzuengen und dann das erworbene Wissen Schritt für Schritt zu erweitern.

Der Kurs Kontrastsprache Portugiesisch wurde für eine Dauer von drei Semestern konzipiert und an der Universität Hildesheim erfolgreich erprobt. Die Besonderheit dieser Methode besteht darin, dass der spanisch-portugiesische Sprachvergleich einen wichtigen Raum einnimmt. Der Kurs wendet sich also an deutschsprachige Lerner, die bereits über eine solide Grundlage im Spanischen verfügen; dies ist bei sehr vielen Deutschsprachigen, die sich für das Portugiesische interessieren, der Fall.

Durch die systematische Berücksichtigung des Spanischen soll vorhandenes Wissen genutzt und das Bewusstsein für Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen beiden Sprachen geschärft werden. Dabei spielt nicht nur die geschriebene, sondern auch die gesprochene Sprache eine wichtige Rolle. Um einen authentischen Eindruck von der Aussprache des Portugiesischen zu vermitteln, wurden die Texte des ersten Kursmoduls aufgenommen; die Sprecher sind portugiesische Muttersprachler.
Die Aufnahmen stehen Ihnen hier zur Verfügung.

www.egertverlag.de/audio/Unidade_1.mp3 ### www.egertverlag.de/audio/Unidade_2.mp3 ### www.egertverlag.de/audio/Unidade_3.mp3

www.egertverlag.de/audio/Unidade_4.mp3 ### www.egertverlag.de/audio/Unidade_5.mp3 ### www.egertverlag.de/audio/Unidade_6.mp3

www.egertverlag.de/audio/Unidade_7.mp3 ### www.egertverlag.de/audio/Unidade_8.mp3 ### www.egertverlag.de/audio/Unidade_9.mp3

www.egertverlag.de/audio/Unidade_10.mp3

 
Jenny Brumme
Praktische Grammatik der katalanischen Sprache.
Neubearbeitung 2007.
2007, XIX + 458 S.
EU 21.00
ISBN: 3-936496-53-6
Die Praktische Grammatik der katalanischen Sprache ist eine neue, leicht fassliche Lern- und Nachschlagegrammatik für deutschsprachige Katalanischlernende, denen bisher kein solch ausführliches Lehrwerk zur Verfügung stand. Sie ist aus der langjährigen Unterrichtspraxis der Autorin an verschiedenen Hochschulen hervorgegangen und wendet sich vor allem an Studierende des Faches Katalanistik. Die Grammatik kann auch mit Gewinn von fortgeschrittenen Katalanischlernenden im Selbststudium benutzt werden. Sie ergänzt das im Unterricht verwendete Lehrbuch und informiert gründlich über alle wesentlichen grammatischen Erscheinungen der katalanischen Standardsprache, wobei auch die wichtigsten Besonderheiten der valencianischen und balearischen Varietäten eingehend behandelt werden.

Nach einem einleitenden Kapitel über Aussprache und Schreibung des Katalanischen werden die einzelnen Wortarten (Substantiv, Artikel, Adjektiv, usw.) systematisch hinsichtlich ihrer Formen, ihres Gebrauchs und eventueller Besonderheiten vorgestellt. Weitere Kapitel sind dem Verb und seinen Ergänzungen, den infiniten Formen, der Struktur des Satzes und der Wortbildung gewidmet. Den Abschluss der Grammatik bildet ein Anhang mit einer Übersicht über die wichtigsten unregelmäßigen katalanischen Verben. Ein umfangreiches und detailliert aufgeschlüsseltes Wort- und Sachregister ermöglicht ein schnelles und gezieltes Nachschlagen grammatischer Fragestellungen.

Die Fachterminologie in den einzelnen Grammatikkapiteln ist auf das notwendige Minimum beschränkt und entspricht den in den gebräuchlichen Katalanischlehrwerken benutzten Begriffen. Erklärungen und Regeln werden durch ausführliche Beispiele veranschaulicht. Wortschatz, Ausdrücke und Wendungen sind so gewählt, dass sie möglichst nutzbringend in der Alltagskommunikation verwendet und ohne Schwierigkeiten abgewandelt werden können. Alle Beispielsätze sind ins Deutsche übersetzt, damit die Lernenden zugleich ihren aktiven Wortschatz erweitern können.
Diese Grammatik wird ergänzt durch das Lehrwerk Übungsbuch zur katalanischen Grammatik, ISBN 978-3-936496-09-9.

 
Elisenda Bernal, Jenny Brumme
Übungsbuch zur katalanischen Grammatik.
2006, VII + 189 S.
EU 15.00
ISBN: 3-936496-09-3
Das Übungsbuch zur katalanischen Grammatik ergänzt die ebenfalls im gottfried egert verlag erschienene Praktische Grammatik der katalanischen Sprache (ISBN 3-926972-53-X) von Jenny Brumme. Das im Unterricht erprobte Buch bietet fortgeschrittenen Katalanischlernenden vielfältige Übungen zu allen wichtigen Kapiteln der katalanischen Grammatik. Es behandelt unter anderem die Verwendung des Artikels und der Pronomina, den Gebrauch der Tempora und Modi, die Verbergänzungen, das Adjektiv sowie die Wahl der richtigen Präpositionen und Konjunktionen. Auch zu Aspekten der katalanischen Orthographie, zur Wortstellung im katalanischen Satz, zur Negation, indirekten Rede sowie Wortbildung wurden zahlreiche Übungen aufgenommen.

Neben Einsetz-, Ersetzungs- und Transformationsübungen enthält das Buch auch eine umfangreiche Zahl deutsch-katalanischer Übersetzungsübungen, die unter einem konkreten Gesichtspunkt verschiedene grammatische Schwierigkeiten miteinander verknüpfen. Zur besseren Orientierung sind Übungen, die einen höheren Schwierigkeitsgrad aufweisen, mit einem Sternchen gekennzeichnet.

Jedes Kapitel des Übungsbuches enthält Verweise auf diejenigen Paragraphen der Praktischen Grammatik der katalanischen Sprache, in denen die betreffende grammatikalische Erscheinung behandelt wird. Dort kann der Stoff zusammenhängend erarbeitet oder wiederholt werden. Für das Selbststudium steht ein Schlüssel zu den Übungen zur Verfügung, der gesondert erhältlich ist (ISBN 3-936496-10-2).
Schlüssel zu den Übungen.
2006, I + 86 S.
ISBN: 3-936496-10-9

 
Italien Wolfgang Reumuth, Otto Winkelmann
Praktische Grammatik der italienischen Sprache.
8. durchgesehene Aufl. 2016, XVII + 557 S.
EU 24.00
ISBN: 3-936496-35-2
Die Praktische Grammatik der italienischen Sprache, die seit vielen Jahren sowohl im universitären als auch im schulischen Unterricht ihren festen Platz hat, erscheint nunmehr in einer überarbeiteten und stark erweiterten Neuflage.
Alle Beispielsätze wurden gründlich überprüft und, wo nötig, modifiziert und aktualisiert. Die Erweiterungen betreffen fast alle Kapitel. Neu aufgenommen wurde die Wiedergabe deutscher Modalverben im Italienischen, die Lernenden erfahrungsgemäß oft große Schwierigkeiten bereitet. Darüber hinaus wurden viele Anmerkungen hinzugefügt, die auf besondere Sprachschwierigkeiten und Übersetzungsprobleme eingehen.
Die 7. Auflage der Praktischen Grammatik der italienischen Sprache erscheint in neuem Layout. Zur besseren Einprägung sind diejenigen Kästen, die Formen und veranschaulichende Beispiele enthalten, hellblau hinterlegt, während die übrigen Kästen in Hellgrau erscheinen.
Auch angesichts des gestiegenen Seitenumfangs bleibt der Charakter einer Lern- und Nachschlagegrammatik gewahrt. Daher hoffen wir, dass unsere Grammatik von den Italienisch-Lernenden auch weiterhin mit Gewinn benutzt wird.
Die Praktische Grammatik der italienischen Sprache zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

? Übersichtliche Darstellung aller relevanten Gebiete der italienischen Grammatik
? Klare Regelformulierung ohne terminologische Überfrachtung
? Reichhaltiges, der Alltagssprache entnommenes Beispielmaterial
? Zahlreiche Anmerkungen zu besonderen Sprachschwierigkeiten
? Erklärung häufiger Übersetzungsprobleme vom Deutschen ins Italienische
? Detailliertes Wort- und Sachregister

 
Italien Wolfgang Reumuth
Übungsbuch zur italienischen Grammatik.
Neubearbeitung.
3/2005, V + 197 S.
EU 11.00
ISBN: 3-936496-58-1
Das Übungsbuch zur italienischen Grammatik ergänzt die ebenfalls im gottfried egert verlag erschienene Praktische Grammatik der italienischen Sprache von Wolfgang Reumuth und Otto Winkelmann. Es bietet fortgeschrittenen Italienisch-Lernenden, insbesondere Schülerinnen und Schülern in Grund- und Leistungskursen des Gymnasiums sowie Studierenden der Italianistik ausgewählte Übungen zu allen wichtigen Kapiteln der italienischen Grammatik. Das im Unterricht erprobte Buch behandelt unter anderem die Verwendung des Artikels und der Pronomina, den Gebrauch der Tempora und Modi, die Verbergänzungen, das Adjektiv sowie die Wahl der richtigen Präpositionen und Konjunktionen. Auch zur italienischen Wortstellung, zur Negation und zur indirekten Rede sind zahlreiche Übungen aufgenommen.

Neben Einsetz-, Ersetzungs- und Transformationsübungen enthält das Buch auch eine Reihe von deutsch-italienischen Übersetzungsübungen, die sich nicht nur auf eine Schwierigkeit beziehen, sondern mehrere Grammatikphänomene berühren. Weiterhin wurden in das Übungsbuch Einzelsätze aufgenommen, in denen typische Fehler von deutschsprachigen Italienisch-Lernenden auftreten. Diese Sätze sollen den Blick der Lernenden schärfen und derartige Fehler in Zukunft vermeiden helfen. Zur besseren Orientierung sind Übungen, die einen höheren Schwierigkeitsgrad aufweisen, mit einem bzw. zwei Sternchen deutlich gekennzeichnet.

Jedes Kapitel des Übungsbuches enthält Verweise auf diejenigen Paragraphen der Praktischen Grammatik der italienischen Sprache, in denen die betreffende grammatikalische Erscheinung behandelt wird. Dort kann der Stoff zusammenhängend erarbeitet oder wiederholt werden. Für das Selbststudium steht ein Schlüssel zur Verfügung, der gesondert erhältlich ist (I + 82 Seiten, ISBN 3-936496-59-5, Preis: EUR 5,00.-).
Schlüssel
2005, 80 S.
ISBN: 3-936496-59-8

 
Italien Liborio Pepi
Primo Passo
Italienischkurs für Anfänger
IV + 283 S.
EU 16.00
ISBN: 3-926972-98-9
Primo passo ist ein Italienisch-Sprachkurs für Anfänger ohne Vorkenntnisse. Er wendet sich an alle, die sich für Italien interessieren und dort in Alltagssituationen sprachlich zurecht kommen wollen. Das Lehrbuch beruht auf zwanzigjähriger Unterrichtserfahrung der Scuola Italiana Senzaparole.

Sie lernen Italienisch, weil Sie eine Person sind, die nach Italien fährt und an dem, was sie dort sieht, hört, fühlt, schmeckt, nimmt und gibt, Gefallen findet. In Primo passo werden Sie spielerisch mit einem Minimum an Grammatik vertraut gemacht und Schritt für Schritt zur aktiven Kommunikation begleitet. Sie sind der Hauptdarsteller! Spielerisch lernen Sie Ihre Rolle und die der anderen: Männer, Frauen und Kinder. Sie lernen die Wörter für Ihren Körper, Ihre Augen, die Nase, den Mund und die Ohren, mit denen Sie fühlen, sehen, sprechen und hören. Sie bewegen sich von hier nach dort, Sie sehen Filme, Sie hören Musik, essen Nudeln und mit wem sprechen Sie? Wann und wo? So lernen Sie auf assoziative und suggestive Weise 1200 Wörter, und Sie lernen auch, wie man diese Wörter in alltagssprachlichen Situationen richtig anwendet.

Jede der sieben Unterrichtseinheiten wird durch ein zweisprachiges alphabetisches Wörterverzeichnis abgeschlossen. Am Ende des Lehrbuches findet sich ein Gesamtverzeichnis, das den vollständigen Wortschatz des Sprachkurses enthält.

 
Italien Giulia Angelini, Elisabetta Fontana-Hentschel
Letteralmente - Liberamente.
Deutsch-italienische Übersetzungsübungen für Fortgeschrittene.
2/2006, XII + 227 S.
EU 17.00
ISBN: 3-926972-91-0
Giulia Angelini
Elisabetta Fontana

Letteralmente ? Liberamente.
Deutsch-italienische Übersetzungsübungen für Fortgeschrittene.

Letteralmente / Liberamente richtet sich an fortgeschrittene Lerner, die ihre Kompetenz des Italienischen durch die Übersetzung aus dem Deutschen verbessern wollen. Das Lehrbuch enthält zwanzig Texte, die hauptsächlich aus der zeitgenössischen deutschen Literatur und Presse stammen. Der moderne literarische Text, der die Beherrschung einer spezifischen Fachterminologie nicht voraussetzt, eignet sich im besonderen Maße zur Konzentration auf strukturelle Probleme des Italienischen. Neuigkeit und zugleich Stärke des Lehrwerkes bestehen in der Übungsvielfalt zum jeweiligen Text. Nach bewusst knapp gehaltenen Erklärungen ? die das Nachschlagen in einer italienischen Grammatik nicht ersetzen - werden die Lerner auf besondere grammatische und lexikalische Strukturen aufmerksam gemacht, die sie gezielt üben und vertiefen können. Der Akzent liegt auf den Problemen, die für das Sprachenpaar Deutsch/Italienisch aus kontrastiver Sicht relevant sind: u.a. Präpositionen, Perfekt/Imperfekt, Nebensätze, direkte und indirekte Rede, Idiomatik. Durch die kommentierten Musterübersetzungen und vorhandenen Übungsschlüssel eignet sich das Buch auch zum Selbststudium. In Anmerkungen zu den Musterübersetzungen werden Varianten diskutiert und mögliche Schwierigkeiten während der Arbeit des Übersetzens reflektiert. Das Register der im Lehrwerk behandelten Themen dient zum schnellen Nachschlagen und gezielten Üben bestimmter Strukturen.

 
Italien Maria Grazia Chiaro, Wolfgang Reumuth
Unterrichtssprache Deutsch - Italienisch.
1994, IX + 179 S.
EU 15.00
ISBN: 3-926972-38-5
Das Unterrichtsfach Italienisch erfreut sich seit einigen Jahren wachsender Beliebtheit. Während aber Englisch- oder Französisch-Lehrer, die ihren Unterricht einsprachig gestalten wollen, auf eine Reihe von Veröffentlichungen zurückgreifen können, die die Unterrichtssprache zum Gegenstand haben, sind Italienisch-Lehrer auf diesem Gebiet fast völlig auf sich selbst gestellt. Um diesem Mangel abzuhelfen, sind im vorliegenden Band Ausdrücke und Wendungen zusammengestellt, die im Schulalltag und in typischen Unterrichtssituationen stets wiederkehren, von denen man jedoch viele in einem Wörterbuch vergeblich suchen wird, wie z.B. ´der Tintenkiller´ - la scolorina, ´das Ringbuchblatt´ - il foglio anelli, ´die Klassensprecherin´ - la rappresentante di classe oder ´der Fachleiter´ - il coordinatore di materia. Zahlreiche Beispielsätze, die im Unterrichtsgespräch unmittelbar verwendet werden können, wie z.B. ´Wir müssen das Hörverstehen noch mehr trainieren´ - Dobbiamo esercitare di più la capacità d´ascolto oder ´Ich habe schon wieder überzogen´ - Ho di nuovo sforato/debordato runden die nach Sachgebieten geordnete Darstellung ab.

Obwohl dieser Band in erster Linie für Lehrer konzipiert ist und demzufolge den Unterricht aus der Lehrerperspektive darstellt, sind doch auch Äußerungen aufgenommen, die Schüler an Lehrer richten oder untereinander verwenden können. Ein detailliert aufgeschlüsseltes deutsches und italienisches Wortregister ermöglicht ein problemloses Auffinden des gesuchten Begriffes.

Da der Band konsequent zweisprachig angelegt ist, leistet er nicht nur deutschen Italienisch-Lehrern sondern auch italienischen Deutsch-Lehrern bei der Durchführung eines einsprachigen Unterrichts gute Dienste

 
Deutsch Wolfgang Reumuth
Übungsbuch zur deutschen Grammatik.
Mit einem Schlüssel zu den Übungen.
2017, VI + 197 S.
EU 19.00
ISBN: 3-936496-48-2
Das vorliegende Übungsbuch zur deutschen Grammatik bietet sowohl Anfängern als auch fortgeschrittenen Lernenden zahlreiche Übungen zu allen relevanten Kapiteln der deutschen Grammatik. Es enthält Einsetz-, Substitutions- und Transformationsübungen sowie Übungen zur Satzstruktur. Das Schlusskapitel lädt zur Fehlersuche ein. Wortschatz und Ausdrücke sind der deutschen Alltagssprache entnommen. Übungen mit einem höheren Schwierigkeitsgrad sind mit einem bzw. zwei Sternchen versehen.

Obwohl dieses Übungsbuch für Deutsch-Lernende konzipiert ist, kann es auch für deutsche Muttersprachler, die ihre Grammatikkenntnisse überprüfen möchten, nützlich sein.

Die Lösungen aller Übungen befinden sich im Anhang.

 
Englisch Matthias Hutz, Kathryn Khairi-Taraki
Praktische Grammatik der englischen Sprache.
2008, XVII + 532 S.
EU 24.00
ISBN: 3-936496-22-2
Die Praktische Grammatik der englischen Sprache wendet sich an Studierende des Faches Englisch, an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II, sowie an alle, die sich gründliche Kenntnisse der englischen Sprache aneignen wollen. Sie eignet sich sowohl als Lerngrammatik als auch als übersichtliches Nachschlagewerk. Die Grammatik stellt die sprachlichen Strukturen und Regeln der modernen englischen Sprache in ihrer Gesamtheit vor und schließt dabei Aussprache, Orthographie, Wortbildung und Unterschiede zwischen britischem und amerikanischem Englisch ein. Eine Besonderheit stellt darüber hinaus die ausführliche Behandlung der Textgestaltung im Englischen dar.

Im Vordergrund steht der Sprachgebrauch, der anhand einer sehr großen Zahl von Beispielsätzen veranschaulicht wird. Die angeführten Beispielsätze, Wendungen und Ausdrücke sind überwiegend so gewählt, dass sie in der Alltagskommunikation der Englisch-Lernenden unmittelbar verwendet und mühelos abgewandelt werden können. Alle Beispielsätze sind ins Deutsche übersetzt, damit den Lernenden die oft unterschiedlichen Sprachstrukturen bewusst werden und sie auf diese Weise zu einer kontrastiven Sprachbetrachtung angeregt werden.

Die verwendete Terminologie entspricht im Wesentlichen den Begriffen, die vom Schulunterricht her bekannt sind. Darüber hinaus werden die funktionalen Aspekte der einzelnen grammatikalischen Phänomene ausführlich behandelt. Von großem Nutzen für fortgeschrittene Englisch-Lernende ist der umfangreiche Anmerkungsteil, der eine Fundgrube sprachlicher Feinheiten enthält, die im traditionellen Unterricht eher selten zur Sprache kommen. Zahlreiche Paragraphen behandeln zudem die Wiedergabe deutscher Ausdrücke im Englischen und gehen dabei aus kontrastiver Perspektive auf besondere Sprachschwierigkeiten und Übersetzungsprobleme ein. Das ausführliche Inhaltsverzeichnis und das detaillierte Wort- und Sachregister ermöglichen ein schnelles und gezieltes Nachschlagen grammatischer Fragestellungen.

 
Englisch Wolfgang Reumuth
Übungsbuch zur englischen Grammatik.
Mit einem Schlüssel zu den Übungen.
Oktober 2019
VI + 194 S.
EU 19.00
ISBN: 3-936496-49-9
Das Übungsbuch zur englischen Grammatik ergänzt die Praktische Grammatik der englischen Sprache von Matthias Hutz und Kathryn Khairi-Taraki (ISBN 978-3-936496-22-2), die unter Mitarbeit von Wolfgang Reumuth ebenfalls im gottfried egert verlag erschienen ist. Das Buch bietet fortgeschrittenen Englischlernenden zahlreiche Übungen zu allen relevanten Kapiteln der englischen Grammatik.

Neben Einsetz- und Transformationsübungen enthält das Übungsbuch viele deutsch-englische Übersetzungsübungen, bei denen mehrere grammatische Regeln zu beachten sind. Dadurch werden die Lernenden dazu angehalten, sich nicht nur auf eine einzige grammatische Schwierigkeit zu konzentrieren, sondern mehrere Eigenheiten der englischen Sprache zu berücksichtigen.

Im Titel jedes Kapitels wird auf die entsprechenden Paragraphen der Praktischen Grammatik der englischen Sprache verwiesen. Auf diese Weise kann der Stoff zusammenhängend erarbeitet oder wiederholt werden. Der im Anhang des Übungsbuches enthaltene umfangreiche Lösungsschlüssel dient dem Selbststudium.

Im Vordergrund des Übungsbuches steht das Britische Englisch. Wenn das Amerikanische Englisch hiervon deutlich abweicht, sind die betreffenden Ausdrücke des Amerikanischen Englisch im Schlüssel durch die vorangesetzte Abkürzung AE gekennzeichnet.

 
Niederländisch Reiner Arntz, Jos Wilmots
Kontrastsprache Niederländisch.
Ein neuer Weg zum Niederländischen auf der Grundlage der germanischen Sprachverwandtschaft.
2008, XVII + 229 S.
EU 23.00
ISBN: 3-936496-26-0
Die Vielsprachigkeit Europas und die damit verbundenen Chancen und Probleme treten immer stärker in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses. Besonders für diejenigen, die sich professionell mit Sprachen beschäftigen, wird es immer wichtiger, nicht nur das unverzichtbare Englisch, sondern auch eine oder mehrere weitere Sprachen zumindest passiv zu beherrschen. Gerade wenn es um das Erlernen verwandter Sprachen geht, sind erwachsene Lerner sehr daran interessiert, ihre bereits vorhandenen Kenntnisse zu aktivieren und sie beim Erlernen der ?neuen? Sprache zu nutzen.
Will man in kurzer Zeit eine akzeptable Sprach- und Übersetzungskompetenz erwerben, empfiehlt es sich, das Lernziel zunächst auf einzelne Fertigkeiten, insbesondere auf das Leseverstehen, einzuengen und dann das erworbene Wissen Schritt für Schritt zu erweitern.
Der Kurs Kontrastsprache Niederländisch wurde für eine Dauer von drei Semestern konzipiert und an der Universität Hildesheim erfolgreich erprobt. Die Besonderheit dieser Methode besteht darin, dass der niederländisch-deutsche Sprachvergleich einen wichtigen Raum einnimmt und auch der Vergleich des Niederländischen mit dem Englischen Berücksichtigung findet.
Durch diesen kontrastiven Ansatz soll vorhandenes Wissen genutzt und das Bewusstsein für Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen den Sprachen geschärft werden. Dabei spielt nicht nur die geschriebene, sondern auch die gesprochene Sprache eine wichtige Rolle. Um einen authentischen Eindruck von der Aussprache des Niederländischen zu vermitteln, wurden die Texte des ersten Kursmoduls aufgenommen; die Muttersprache der Sprecher ist Niederländisch. Die Aufnahmen stehen Ihnen hier zur Verfügung.

www.egertverlag.de/audio/Modul-I-01.mp3 ### www.egertverlag.de/audio/Modul-I-02.mp3 ### www.egertverlag.de/audio/Modul-I-03.mp3

www.egertverlag.de/audio/Modul-I-04.mp3 ### www.egertverlag.de/audio/Modul-I-05.mp3 ### www.egertverlag.de/audio/Modul-I-06.mp3

www.egertverlag.de/audio/Modul-I-07.mp3 ### www.egertverlag.de/audio/Modul-I-08.mp3 ### www.egertverlag.de/audio/Modul-I-09.mp3

www.egertverlag.de/audio/Modul-I-10.mp3

 
Bjørn Kvifte, Verena Gude-Husken
Praktische Grammatik der norwegischen Sprache.
4/2015, XIV + 169 S.
EU 21.00
ISBN: 3-936496-43-7
Die vorliegende Praktische Grammatik der norwegischen Sprache ist eine Lern- und Nachschlagegrammatik für deutschsprachige Norwegischlernende. Sie wendet sich insbesondere an Studierende des Faches Nordische Philologie/Nordistik/Skandinavistik und an Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Norwegischkursen an Volkshochschulen.

Nach einem einleitenden Kapitel zur Aussprache und Schreibung des Norwegischen werden die einzelnen Wortarten (Substantiv, Artikel, Adjektiv, Verb usw.) systematisch hinsichtlich ihrer Formen, ihres Gebrauchs und eventueller Besonderheiten vorgestellt.

In den einzelnen Grammatikkapiteln werden die sprachlichen Strukturen durch zahlreiche Beispielsätze, die auf dem Grund- und Aufbauwortschatz der norwegischen Sprache (bokmål) basieren, in leicht verständlicher Weise veranschaulicht. Alle Beispielsätze sind ins Deutsche übersetzt, damit die Lernenden gleichzeitig ihren aktiven Wortschatz erweitern können. Die zahlreichen Querverweise sowie das ausführliche Wort- und Sachregister am Ende des Buches ermöglichen ein schnelles und gezieltes Nachschlagen grammatischer Fragestellungen, so dass die Grammatik auch für das Selbststudium geeignet ist.

Zur Vertiefung und Einübung des Grammatikstoffes dient das im gleichen Verlag erschienene Übungsbuch zur norwegischen Grammatik (ISBN 978-3-936496-55-0), das ebenfalls von Bjørn Kvifte und Verena Gude-Husken verfasst wurde und mit einem integrierten Schlüssel zu den Übungen ausgestattet ist.

 
Verena Gude-Husken, Bjørn Kvifte
Übungsbuch zur norwegischen Grammatik.
Mit einem Schlüssel zu den Übungen.
2005, VII + 159 S.
EU 19.00
ISBN: 3-936496-55-0
Das vorliegende Übungsbuch zur norwegischen Grammatik ergänzt die ebenfalls im gottfried egert verlag erschienene Praktische Grammatik der norwegischen Sprache (ISBN 3-926972-54-8) von Bjørn Kvifte und Verena Gude-Husken. Es bietet Norwegischlernenden, insbesondere Studierenden der Nordistik/Skandinavistik sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmern von Norwegischkursen an Volkshochschulen, zahlreiche Übungen zu allen wichtigen Kapiteln der norwegischen Grammatik.

Neben Einsetz-, Ersetzungs- und Transformationsübungen nehmen die Übersetzungsübungen einen breiten Raum ein. Zur besseren Orientierung sind Übungen, die einen höheren Schwierigkeitsgrad aufweisen, mit einem bzw. zwei Sternchen gekennzeichnet.

Jedes Kapitel des Übungsbuches enthält Verweise auf diejenigen Paragraphen der Praktischen Grammatik der norwegischen Sprache, in denen die betreffende grammatikalische Erscheinung behandelt wird. Auf diese Weise kann der Stoff zusammenhängend erarbeitet oder wiederholt werden. Für das Selbststudium eignet sich der Schlüssel im Anhang des Buches.

 
Bjørn Kvifte, Margit Berg
God tur.
Lehrbuch der norwegischen Sprache.
4/2001, XIV + 243 S.
EU 16.00
ISBN: 3-926972-63-7
God tur (auf deutsch: ?Gute Reise?) ist ein aktuelles Lehrbuch der norwegischen Sprache für deutschsprachige Norwegischlernende. Es richtet sich an Studierende der Skandinavistik und an Teilnehmer von Norwegischkursen an Volkshochschulen und eignet sich auch sehr gut zum Selbststudium. Auf Grund der großen Nachfrage erscheint das Lehrbuch in der 3. Auflage. Das Lehrbuch vermittelt Grundlagen kommunikativer Kompetenz in der modernen norwegischen Sprache (bokmål). Es bietet Texte zu alltäglichen Kommunikationssituationen, die sich zu einer zusammenhängenden Geschichte, einer Urlaubsfahrt durch Norwegen ergänzen.
God tur umfasst 22 Lektionen. Jede Lektion enthält einen Textteil, eine Vokabelliste, einen Grammatikteil und einen Übungsteil. Der Textteil beginnt mit einem Haupttext, in dem neues Vokabular und neue grammatische Strukturen eingeführt werden. Der Grammatikteil behandelt die grammatischen Schwerpunkte der jeweiligen Sprachsituation. In Kontext eingebettete norwegische Beispielsätze werden dem Deutschen gegenübergestellt, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Sprachen zu verdeutlichen. Am Ende der einzelnen Grammatikkapitel wird auf die entsprechenden Paragraphen der ebenfalls im gottfried egert verlag erschienenen Praktischen Grammatik der norwegischen Sprache von Bjørn Kvifte und Verena Gude-Husken (ISBN 3-926972-54-8, Preis: EUR 21,00) hingewiesen, die zur Vertiefung des Stoffes herangezogen werden können. Der Übungsteil enthält sowohl strukturgebundene Übungen (Einsetzübungen, Lückentexte, Frage-Antwort-Sätze), als auch freie Übungen (Bildbeschreibungen, Dialoge, Rollenspiele), die die Sprachverwendung fördern. Ein Schlüssel zu den Übungen (ISBN 3-926972-72-6, Preis EUR 5,00,-) kann gesondert oder zusammen mit dem Lehrbuch bezogen werden.
Alle im Lehrbuch verwendeten Wörter sind im Anhang des Buches noch einmal in einem alphabetisch geordneten norwegisch-deutschen Wörterverzeichnis aufgeführt. Tonkassetten zum Lehrbuch sind ebenfalls erhältlich.
Schlüssel zu den Übungen
I + 26 S.
ISBN: 3-926972-72-9
2 Tonkassetten
ISBN: 3-926972-75-0
2 CD´s
84 Min.
ISBN: 3-926972-97-2

 
Birgitta Ramge
Praktische Grammatik der schwedischen Sprache
3., korrigierte Auflage 2012,
XVII + 355 S.
EU 21.00
ISBN: 3-936496-37-6
Die Praktische Grammatik der schwedischen Sprache ist eine leicht verständliche, ausführliche Lern- und Nachschlagegrammatik für deutschsprachige Schwedischlernende. Sie ist aus langjähriger Lehrerfahrung der Verfasserin entstanden und wendet sich sowohl an Anfänger als auch an Fortgeschrittene, insbesondere an Studierende des Faches Nordische Philologie/ Nordistik/Skandinavistik und an Teilnehmer von Schwedisch-Kursen an Volkshochschulen.

Zu allen Grammatikkapiteln werden zahlreiche Beispielsätze geboten, die auf dem Grund- und Aufbauwortschatz der schwedischen Sprache basieren. Durch die systematische kontrastive Beschreibung werden sowohl die Gemeinsamkeiten als auch die Unterschiede zwischen der schwedischen und der deutschen Sprache deutlich. Alle Beispielsätze sind ins Deutsche übersetzt, damit die Lernenden zugleich ihren aktiven Wortschatz erweitern können. Die in den Regeln und Erklärungen verwendete Terminologie entspricht den in der Schule gebrauchten grammatischen Begriffen.

Die zahlreichen Querverweise sowie das umfangreiche Wort- und Sachregister ermöglichen ein schnelles und gezieltes Nachschlagen grammatischer Fragestellungen, so dass die Grammatik auch für das Selbststudium sehr gut geeignet ist.

Zur Vertiefung und Einübung des Grammatikstoffes dient das im gleichen Verlag erschienene Übungsbuch zur schwedischen Grammatik (ISBN 978-3-936496-03-1) von Birgitta Ramge.

 
Birgitta Ramge
Übungsbuch zur schwedischen Grammatik.
3/2012, VI + 183 S.
EU 15.00
ISBN: 3-936496-03-1
Das Übungsbuch zur schwedische Grammatik ergänzt die ebenfalls im gottfried egert verlag erschienene Praktische Grammatik der schwedischen Sprache (ISBN 3-926972-90-4) von Birgitta Ramge. Das im Unterricht erprobte Werk bietet fortgeschrittenen Schwedischlernenden, insbesondere Studierenden des Faches Nordische Philologie/Nordistik/Skandinavistik und Teilnehmern von Schwedisch ? Kursen an Volkshochschulen zahlreiche Übungen zu allen wichtigen Kapiteln der schwedischen Grammatik.

Neben Einsetz-, Ersetzungs- und Transformationsübungen enthält das Übungsbuch auch viele deutsch ? schwedische Übersetzungsübungen, bei denen gleich mehrere grammatikalische Regeln zu berücksichtigen sind. Zur besseren Orientierung sind Übungen, die einen höheren Schwierigkeitsgrad aufweisen, mit einem bzw. zwei Sternchen gekennzeichnet.

Jedes Kapitel sowie einige Überschriften des Übungsbuches verweisen auf die entsprechenden Paragraphen der Praktischen Grammatik der schwedischen Sprache. Auf diese Weise kann der Stoff zusammenhängend erarbeitet oder wiederholt werden.

Für das Selbststudium steht ein Schlüssel zur Verfügung, der gesondert erhältlich ist:
Schlüssel zu den Übungen, 2005, I + 66 S., ? 5,00 ISBN 3-936496-04-8
Schlüssel zum Übungsbuch zur schwedischen Grammatik.
I + 66 S.
ISBN: 3-936496-04-8

 
Gunilla Rising Hintz
Svenska. Lehrbuch der schwedischen Sprache.
2.Aufl. 2013, XIII + 267 S.
EU 22.00
ISBN: 3-936496-40-6
Svenska ist ein neues Lehrbuch der schwedischen Sprache. Es richtet sich an Studierende der Skandinavistik, an Teilnehmer von Schwedischkursen an Volkshochschulen und eignet sich auch sehr gut zum Selbststudium. Ziel des Lehrwerks ist es, in kurzer Zeit eine solide Grundlage für das selbstständige Arbeiten mit der schwedischen Sprache zu schaffen. Inhaltlich entspricht das Lehrwerk der Kompetenzstufe A2/B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen und dem Niveau A2 der Sprachprüfung Swedex.

Das Lehrwerk umfasst 20 Lektionen. Jede Lektion enthält einen Textteil, eine Vokabelliste und einen Grammatikteil mit ausführlichen Übungen. Hinzu kommen Ausspracheübungen, freie Schreibübungen, Übersetzungsübungen, eine übersicht¬liche Einführung in die schwedische Aussprache, ein alphabetisches Vokabel¬verzeichnis sowie Tabellen der starken und unregelmäßigen Verben und der Formen des Partizip Perfekt. Die Lektionstexte behandeln Themen wie die schwedische Natur und Geographie sowie verschiedene Aspekte des modernen Schweden, wie z.B. Ess- und Lebensgewohnheiten, Sport und Kinderliteratur. Der abschließende Text gibt einen Einblick in wichtige Entwicklungen der jüngeren Geschichte Schwedens.

Die Lektionstexte bestehen in der ersten Hälfte des Lehrwerkes zum größten Teil aus Dialogen, die in den darauf folgenden Übungen variiert werden, um die praktische Sprachkompetenz auszubauen. Die Auswahl des Wortschatzes und der Idiomatik ist dem modernen, gesprochenen Schwedisch angepasst, ohne dass dabei auf schriftsprachliche Formen verzichtet wird. Insgesamt vermittelt das Lehrbuch einen Wortschatz von rund 1.400 Wörtern. Besondere Aufmerksamkeit wird der schwedischen Aussprache gewidmet, die durch den musikalischen Akzent gekennzeichnet ist. Die Betonung wird in den Vokabellisten angegeben und die Akzentverteilung wird ausführlich erläutert.

Im Grammatikteil wird jeweils auf die entsprechenden Paragraphen der ebenfalls im gottfried egert verlag erschienenen Praktischen Grammatik der schwedischen Sprache von Birgitta Ramge (ISBN 978-3-936496-37-6) hingewiesen, die zur Vertiefung des Stoffes herangezogen werden können. Ein Schlüssel zu den Übungen (ISBN 978-3-936496-15-4) kann gesondert oder zusammen mit dem Lehrbuch bezogen werden. Eine Begleit-CD (ISBN 978-3-936496-16-1), die alle Lektionstexte und ausgewählte Ausspracheübungen enthält, rundet das Lehrwerk ab.
Svenska. Schlüssel zu den Übungen.
II + 37 S.
ISBN: 3-936496-15-4
CD´s
CD 1: 60,45 Min./CD 2: 62,14 Min.
ISBN: 3-936496-16-1

 
Fahne Griechenland Vasileios Militsis, Wolfgang Reumuth
Praktische Grammatik der neugriechischen Sprache
2014, XV + 438 S.
EU 29.00
ISBN: 3-936496-42-0
Die Praktische Grammatik der neugriechischen Sprache richtet sich an alle, die über das reine Touristik-Griechisch hinausgehende tiefere Kenntnisse des Neugriechischen erwerben wollen, insbesondere an Studierende des Faches Neo-Gräzistik und an Teilnehmerinnen und Teilnehmer der höheren Neugriechisch-Kurse der Volkshochschule. Sie zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

• Übersichtliche Darstellung aller relevanten Gebiete der neugriechischen Grammatik
• Klare Regelformulierung ohne terminologische Überfrachtung
• Reichhaltiges, der Alltagssprache entnommenes Beispielmaterial
• Zahlreiche Anmerkungen zu besonderen Sprachschwierigkeiten
• Erklärung häufiger Übersetzungsprobleme vom Deutschen ins Neugriechische
• Detailliertes Wort- und Sachregister

 
Fahne Griechenland Wolfgang Reumuth, Vasileios Militsis
Übungsbuch zur neugriechischen Grammatik.
Mit einem Schlüssel zu den Übungen.
2017, VI + 264 S.
EU 24.00
ISBN: 3-936496-47-5
Das vorliegende Übungsbuch zur neugriechischen Grammatik bietet fortgeschrittenen Lernenden zahlreiche Übungen zu allen relevanten Kapiteln der griechischen Grammatik. Einen breiten Raum nehmen die deutsch-griechischen Übersetzungsübungen ein, die die Lernenden dazu anhalten, sich nicht nur auf eine einzige grammatische Schwierigkeit zu konzentrieren, sondern mehrere Phänomene zu berücksichtigen.

Die zu Beginn eines jeden Kapitels angegebenen Paragraphen beziehen sich auf die im selben Verlag erschienene Praktische Grammatik der neugriechischen Sprache von Wolfgang Reumuth und Vasileios Militsis (ISBN 978-3-936496-42-0).

 
Yan Yin
Chinesisch - Sprachpraxis im Alltag.
Ein Lehrbuch für Anfänger.
4/2006, XV + 237 S.
EU 16.00
ISBN: 3-936496-70-3
Das Lehrbuch Chinesisch - Sprachpraxis im Alltag ist ein aktuelles Lehrbuch für deutschsprachige Chinesisch-Lernende. Es wendet sich an alle, die sich ein Bild vom Alltagsleben der Chinesen machen wollen und in relativ kurzer Zeit einfache Konversation in China führen wollen. Daher orientiert es sich in erster Linie an der Umgangssprache des modernen Hochchinesischen. Das Lehrbuch vermittelt in 20 Lektionen ein Basisvokabular von rund 600 Schriftzeichen bzw. 700 Wörtern sowie kommunikative Satzstrukturen. Texte zu alltäglichen Kommunikationssituationen bilden die Grundlage, auf der Grammatik und Übungen aufgebaut sind. Die Darstellung von Sitten und Gebräuchen der Chinesen und der gegenwärtigen Situation und Entwicklung Chinas dient ergänzend als Hintergrundinformation und erleichtert den Lernenden, sich im Reich der Mitte zurechtzufinden.
Da das Lehrbuch Chinesisch - Sprachpraxis im Alltag mit dem Ziel entworfen wurde, die Lernenden nicht mit Lernstoff zu überfordern und ihre Motivation auf Dauer zu bewahren, ist es auf dem Prinzip einer allmählichen Steigerung des Schwierigkeitsgrades aufgebaut. Die erworbenen Kenntnisse lassen sich praxisnah umsetzen. So werden die Lernenden nach kurzer Zeit in der Lage sein, sich im Alltag auf einfache, aber effektive Weise zu verständigen. Zur Erleichterung des Verstehens wird sowohl bei den Anmerkungen als auch bei der Grammatik eine Übersetzung ins Deutsche hinzugefügt. Ferner sind alle chinesischen Schriftzeichen mit der Lautschrift Pin-Yin versehen, wodurch die Aussprache der Wörter erheblich erleichtert wird.
Chinesisch - Sprachpraxis im Alltag beginnt mit Grundwissen und verlangt keine Vorkenntnisse. Das Lehrbuch, das in zahlreichen Sprachkursen erprobt wurde, bietet einen sehr guten Einstieg in die chinesische Sprache. Es eignet sich als Unterrichtsmaterial von Volkshochschulkursen, als begleitende Lernhilfe zum Sinologiestudium oder als primäres Lernmittel zum Selbststudium. Ein Schlüssel zu den Übungen (ISBN 3-926972-71-8, 5,00 EUR) kann gesondert oder zusammen mit dem Lehrbuch bezogen werden. Auf den zwei Begleitkassetten (ISBN 3-926972-76-9, 96 Min., beide zusammen 26,00 EUR) und CD?s (ISBN 3-926972-96-3) werden die Lektionstexte von einheimischen Sprechern zuerst langsam gesprochen, damit die Lernenden sich das Klangbild gut einprägen können. Danach werden die Texte noch einmal in normalem Sprechtempo gelesen, damit die Lernenden auf die Art vorbereitet werden, wie sie das gesprochene Chinesisch in China tatsächlich hören.

Von der gleichen Autorin sind die folgenden Lehrwerke erschienen:
Chinesisch - Sprachpraxis für Fortgeschrittene. Ein Lehrbuch mit interkulturellen Themen.
(ISBN 3-936496-06-4)
Chinesisch - Sprachpraxis für Geschäftsleute (ISBN 3-926972-92-0)
Schlüssel zu den Übungen
I + 60 S.
ISBN: 3-926972-71-2
2 Tonkassetten
ISBN: 3-926972-76-7
2 CD´s
98 Min.
ISBN: 3-926972-96-5

 
Yan Yin
Chinesisch - Sprachpraxis für Fortgeschrittene.
Ein Lehrbuch mit interkulturellen Themen.
2006, XII + 240 S.
EU 16.00
ISBN: 3-936496-06-2
Das Lehrwerk Chinesisch - Sprachpraxis für Fortgeschrittene. Ein Lehrbuch mit interkulturellen Themen vermittelt nicht nur eine vertiefte Sprachkompetenz, sondern geht auch auf typische Fragen zum chinesischen Alltagsleben ein, wie zum Beispiel: ”Warum ist der zwischenmenschliche Kontakt in China so wichtig?”, ”Warum sagen die Chinesen oft etwas, was sie gar nicht meinen?”, ”Warum geht es in der Oper zu wie in einem Teehaus?” oder ”Warum hat das Essen einen so großen Stellenwert?”. Die acht in sich geschlossenen Lektionen des Lehrbuches geben Antworten auf diese Fragen, indem sie typische Situationen erklären und so das Verständnis Chinas fördern.

Im vorliegenden Band bilden Dialoge über interkulturelle Themen die Grundlage, auf der Grammatik und Übungen aufbauen. Kommunikative Satzstrukturen und Redewendungen enthalten ein Vokabular von mehr als 700 neuen Begriffen mit etwa 1600 Schriftzeichen. Der gesamte Wortschatz wird in den Lektionstexten und den Übungen auf lebendige Weise vermittelt und lässt sich praxisnah anwenden. Das Lernen wird unterstützt durch Hintergrundinformationen, die Sitten und Gebräuche sowie typische Verhaltens- und Denkweisen der Chinesen darstellen. Alle Schriftzeichen sind durchgehend mit ihrer Pin-Yin-Lautschrift versehen. Zur Erleichterung des Verstehens sowie zur Leistungskontrolle steht ein Begleitheft (ISBN 3-936496-07-2) zur Verfügung, das die Übersetzungen der Dialoge und die Lösungen zu den Übungen enthält.

Zur gezielten Übung von Aussprache und Hörverstehen sind zwei Begleit-CDs (ISBN 3-936496-08-0) erhältlich, auf denen die Dialoge des Lehrbuches von einheimischen Sprechern zunächst langsam gesprochen werden, damit sich das Klangbild gut einprägt. Danach werden die Texte noch einmal in normalem Sprechtempo gelesen, damit die Lernenden sich auf die Art vorbereiten können, wie sie das gesprochene Chinesisch in China tatsächlich hören.

Von der gleichen Autorin sind die folgenden Lehrwerke erschienen:
Chinesisch - Sprachpraxis im Alltag. Ein Lehrbuch für Anfänger (ISBN 3-926972-70-X)
Chinesisch -Sprachpraxis für Geschäftsleute (ISBN 3-926972-92-0)
Übersetzungen und Schlüssel zu den Übungen
II + 40 S.
ISBN: 3-936496-07-9
2 CD´s
137 Min.
ISBN: 3-936496-08-6

 
Yan Yin-Intemann
Chinesisch - Sprachpraxis für Geschäftsleute
2003, X + 275 S.
EU 19.00
ISBN: 3-926972-92-7
Das Lehrbuch Chinesisch - Sprachpraxis für Geschäftsleute ist ein Sprachkurs für fortgeschrittene Chinesischlernende. Es möchte diejenigen, die einen beruflichen Einsatz in China im Bereich der Wirtschaft planen, sprachlich und kulturell auf ihre Geschäftstätigkeit in China vorbereiten.

Das Lehrbuch befasst sich mit häufig auftretenden Geschäftsvorgängen im Bereich des Außenhandels, es enthält die wichtigsten Ausdrücke der chinesischen Wirtschaftsterminologie und gewährt Einblicke in die chinesische Wirtschaftspraxis. Durch zahlreiche Dialoge und Übungen, von Anfragen, Preisverhandlungen und Zahlungsbedingungen über Verpackung, Versicherung und Verschiffung von Gütern bis hin zum erfolgreichen Geschäftsabschluss, werden nicht nur die sprachliche Abwicklung von Außenhandelsgeschäften, sondern auch spezifische Sachkenntnisse über die chinesische Wirtschaft vermittelt.

In neun in sich abgeschlossenen Lektionen werden ein Fachvokabular von rund 2000 Schriftzeichen sowie kommunikative Strukturen und typische Redewendungen vermittelt. Dieser Wortschatz wird durch Variationsübungen zu den jeweiligen Themen in anschaulicher Weise vertieft. Die Darstellung der heutigen chinesischen Wirtschaft, ihrer raschen Entwicklung und der aktuellen Wirtschaftsreform des Landes dient als Hintergrundinformation. Zur Erleichterung des Verstehens ist jeder Dialog ins Deutsche übersetzt. Ferner sind alle chinesischen Schriftzeichen in der Lautschrift Pin-Yin dargestellt.

Auf den zwei Begleit-CDs (ISBN 3-926972-93-9) oder wahlweise zwei Begleitkassetten (ISBN 3-926972-94-7) werden die Lektionstexte von einheimischen Sprechern zuerst langsam gesprochen, damit die Lernenden sich das Klangbild gut einprägen können. Danach werden die Texte noch einmal in normalem Sprechtempo gelesen, damit die Lernenden auf die Art vorbereitet werden, wie sie das gesprochene Chinesisch in China tatsächlich hören.
2 Tonkassetten
132 Min.
ISBN: 3-926972-94-1
2 CD´s
131 Min.
ISBN: 3-926972-93-4

 
Japan Martina Ebi
Praktische Grammatik der japanischen Sprache
3. Aufl. 2016, XVIII + 265 S.
EU 23.00
ISBN: 3-936496-45-1
Die Praktische Grammatik der japanischen Sprache ist eine neue Lern- und Nachschlagegrammatik für deutschsprachige Japanischlernende. Sie eignet sich besonders für Lernende des Anfänger- und Mittelstufenniveaus, da sie alle grammatikalischen Bereiche behandelt, die in den Stufen 5, 4 und 3 des weltweit durchgeführten Japanese Proficiency Tests (JLPT) abgefragt werden.

Im Vordergrund der Grammatik steht der Sprachgebrauch, der anhand einer großen Zahl von Beispielsätzen veranschaulicht wird. Die aufgeführten Beispielsätze, die sowohl in japanischer Schrift als auch in lateinischer Umschrift dargestellt sind, wurden so gewählt, dass sie in der Alltagskommunikation der Japanischlernenden unmittelbar verwendet und ohne Mühe abgewandelt werden können. Alle Beispielsätze sind vollständig ins Deutsche übersetzt, damit den Lernenden die unterschiedlichen Sprachstrukturen bewusst werden und sie auf diese Weise zu einer kontrastiven Sprachbetrachtung angeregt werden. Außerdem können sie hierdurch ihren Wortschatz erweitern.

Das ausführliche Inhaltsverzeichnis und das detaillierte Wort- und Sachregister ermöglichen ein schnelles und gezieltes Nachschlagen grammatischer Fragestellungen.

 
pro lingua
Gerald Bernhard
pro lingua Band 1
Die volkstümlichen Pflanzennamen im Val d´Aran (Zentralpyrenäen)
1988, XII + 175 S.
EU 15.00
ISBN: 3-926972-00-2
Die areal- und kontaktlinguistisch ausgerichtete Studie stellt eine systematische Erfassung und etymologische Deutung des Pflanzennamenwortschatzes des Val d´Aran dar. In diesem, auf spanischem Territorium gelegenen Pyrenäental wird eine gaskognische Varietät gesprochen, die vielfältiger Sprachkontaktwirkung durch das Kastilische, Katalanische, Aragonesische, Französische und Languedokische ausgesetzt ist.

Einer kurz gefassten historisch-geographischen Einführung folgt der Hauptteil der Arbeit, ein alphabetisch geordnetes, mit etymologischem Kommentar versehenes Glossar der volkstümlichen Pflanzennamen des Val d´Aran, die der Autor an acht für die sprachliche Varietät repräsentativen Ortschaften des Tales erhoben hat. Anschließend werden die einzelnen Bezeichnungen variationslinguistisch beschrieben und unterschiedlichen Herkunftsschichten zugeordnet. Angesichts der fortschreitenden Erosion der Talmundart liefert die Arbeit dem Philologen und dem interessierten Laien eine wertvolle Sprachdokumentation.

 
Silvio Gislimberti
pro lingua Band 2
Coesione testuale. Un´analisi contrastiva (tedesco - italiano) di commenti della stampa quotidiana.
1988, VI + 236 S.
EU 19.00
ISBN: 3-926972-03-3
In questo libro vengono analizzati 20 commenti della stampa quotidiana per descrivere quei fenomeni sintattici e lessicali che costituiscono la coesione di un testo. Il metodo d´analisi si basa su delle partiture testuali contenenti una serie di parametri sintattici e lessicali. Al livello sintattico la coesione viene analizzata tramite i cambiamenti di tempus, l´impiego dei connettivi logici e deittici, le forme pronominali nonché l´impiego dell´ellissi. Per quanto riguarda la coesione lessicale, invece, i testi vengono considerati in base ai rapporti di sinonimia, antonimia ed iponimia. Il rapporto tra coerenza e coesione testuale, tra implicità ed esplicità di questa specifica tipologia testuale viene infine verificato per mezzo del parametro logico-semantico della causalità. Accanto all´analisi di ogni singolo testo il libro presenta i risultati constrastivi dei mezzi sintattici impiegati nella costituzione della coesione testuale, nonché dei vari operatori linguistici impiegati ad esprimere rapporti causali.

 
Werner Marxgut
pro lingua Band 3
Der französische Sozialwortschatz im 17. Jahrhundert. Ein Beitrag zur paradigmatischen Semantik.
1989, IV + 404 S.
EU 26.00
ISBN: 3-926972-04-0
Auf der Grundlage der strukturalistischen Semantik analysiert diese Arbeit die im 17. Jahrhundert gebräuchlichen Bezeichnungen der französischen Sprache für den Menschen in seiner sozialen Position und Rangordnung.

Im Einführungsteil werden zunächst die Semantik-Theorien des europäischen Strukturalismus, die Wortfeldtheorie nach Eugenio Coseriu und die strukturalistische Onomasiologie, wie sie von Kurt Baldinger und Klaus Heger vorgeschlagen wurde, erörtert und hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit auf die vorliegende Untersuchung geprüft. Breiten Raum widmet dieser Einführungsteil auch der Frage nach der Untersuchungseinheit, die lexikalisch-semantischen Analysen zugrundezulegen ist.

Der Hauptteil der Studie gliedert sich in folgende Bereiche: Bezeichnungen für ´Herrscher´, ´Adelige´, ´Bourgeoisie´ und ´Volk´ - letzteres mit mehreren Unterbereichen. Abschließend folgt ein übergreifender Teil, in dem allgemeine Bezeichnungen sozialer Über- und Unterordnung behandelt werden.

Für jeden dieser Abschnitte wird im Anschluss an eine historische Einleitung ein Seminventar ermittelt, mit Hilfe dessen die einzelnen lexikalischen Einheiten beschrieben werden. Die Einzelbedeutungen der Lexeme werden durch ausführliches, der Schrift- und Literatursprache entnommenes Textmaterial belegt. Die Verteilung der Seme auf die einzelnen Bezeichnungen wird in Form von übersichtlichen Tabellen und aufwendigen Graphiken dargestellt, so dass die lexikalische Struktur des jeweiligen Teilfeldes klar hervortritt.

 
Silvio Gislimberti
pro lingua Band 4
Deutsch-Italienisch: Syntaktische und semantische Untersuchungen.
1989, 2/1993, X + 136 S.
EU 15.00
ISBN: 3-926972-05-7
Diese Studie behandelt im ersten Teil die italienische Nominalphase als syntaktische und semantische Einheit. Es werden alle obligatorischen und fakultativen Elemente der Nominalphrase kontrastiv zum Deutschen dargestellt. Die einzelnen prä- und postnominalen Elemente wie Adjektive, Substantive, Relativsätze, Präpositionalphrasen oder Attributivsätze werden nach ihrer syntaktischen Position beschrieben und analysiert. Darüber hinaus werden Strukturen komplexer Nominalphrasen dargestellt und durch Übersetzungsvorschläge ins Italienische ergänzt.

Im zweiten Teil werden kausale, konsekutive und konzessive Beziehungen analysiert. Die sprachliche Realisierung dieser logisch-semantischen Relationen wird vorwiegend auf der Satz- und Textebene und im semantischen und lexikalischen Bereich dargestellt.

Zielgruppe dieser Arbeit sind fortgeschrittene Italianisten. Darüber hinaus bietet sie Dolmetschern und Übersetzern ein wertvolles Repertoire sprachlicher Mittel und syntaktischer Muster der heutigen italienischen Sprache.

 
Michael Metzeltin
pro lingua Band 5
Semántica, pragmática y sintaxis del español.
1990, 2/1993, XII + 194 S.
EU 20.00
ISBN: 3-926972-30-9
Este libro trata de enseñar como se pueden descubrir, analizar e interpretar los posibles significados y funciones de las palabras, de los sintagmas y de las frases de un texto oral o escrito.

Después de resumir las principales operaciones usadas en la investigación y el funcionamiento general de la comunicación el autor expone en una primera parte los modos de identificación y la descripción de las unidades significantes mínimas. Siguen una tipología conceptual de base cognitiva, la discusión de los conceptos de connotación y de evocación, y una presentación de las posibilidades clasificatorias de las palabras.

La segunda parte del libro está dedicada a la descripción de los enunciados en el marco de su uso en los textos. Partiendo de la distinción de la semiótica en sintaxis, pragmática y semántica se presentan varios modos de análisis sintáctico, las principales variaciones pragmáticas de las frases españolas y un método de explicitación total de la semántica de las mismas. Esta segunda parte constituye la base de y enlaza directamente con los principios de lingüística textual e interpretación de textos expuestos ya en el libro Lingüística textual y análisis de textos hispánicos (Murcia 1988) del mismo autor.

 
Gabriele Birken-Silverman
pro lingua Band 6
Phonetische, morphosyntaktische und lexikalische Varianten in den palermitanischen Mundarten und im Sikuloalbanischen von Piana degli Albanesi.
1989, XVIII + 651 S.
EU 39.00
ISBN: 3-926972-09-5
Auf der Grundlage eines umfangreichen Korpus selbst gesammelter Sprachproben untersucht die Autorin in dieser Dialektstudie ausgewählte phonetische, morphosyntaktische und lexikalische Erscheinungen des Zentralpalermitanischen und seiner sprachlichen Übergangszonen unter besonderer Berücksichtigung der Stadtmundart Palermos. Charakteristische Merkmale dieses sizilianischen Dialektes werden in ihrer räumlichen Verteilung vorgestellt und sprachhistorisch erläutert. Die vergleichende Einbeziehung der sikuloalbanischen Sprachinsel Piana degli Albanesi gibt wertvolle Aufschlüsse über Interferenz- und Transferenzerscheinungen und ermöglicht es, den Verlauf der sizilianischen Sprachgeschichte anhand der im Sikuloalbanischen auftretenden Sizilianismen zu präzisieren.

Die Studie liefert neue Erkenntnisse hinsichtlich der Gliederung der sizilianischen Dialekte und dokumentiert diese mittels acht synoptischer Sprachkarten. Neben sprachgeographischen und sprachhistorischen Gesichtspunkten kommen auch soziolinguistische und pragmalinguistische Faktoren zum Tragen, denn die Autorin analysiert die beobachteten Varianten auch unter dem Blickwinkel ihrer möglichen generations-, schichten- und geschlechtsspezifischen Bedingtheit. Die Erörterung von Fragen des Sprachkontakts zwischen einer romanischen und einer nichtromanischen Sprache rundet die Thematik der Arbeit ab.

 
Wolfgang Settekorn (Hrsg.)

pro lingua Band 7
Sprachnorm und Sprachnormierung.
Deskription - Praxis - Theorie.
1990, VI + 164 S.
EU 20.00
ISBN: 3-926972-10-1
Die zehn Beiträge dieses Bandes sind drei großen Problembereichen von Sprachnorm und Sprachnormierung gewidmet, innerhalb derer sie jeweils exemplarische Positionen dokumentieren. Der Zusammenhang von Sprachnormierung und Institutionen wird zunächst in einer Bestandsaufnahme aktueller Bemühungen um die Normierung ?kleinerer? romanischer Sprachen (OTTO WINKELMANN) behandelt. Auf die Beschreibung und Analyse institutionalisierter sprachnormerischer Praktiken in Spanien (CHRISTIAN SCHMITT) und Frankreich (MARIA LIEBER sowie LOTHAR WOLF) folgt ein Beitrag (GERD SIMON), der den politisch-ideologischen Implikationen der Vorläufer des Instituts für deutsche Sprache, Mannheim, nachgeht.

Zwei Beiträge sind unterschiedlichen Bereichen sprachnormerischer Praxis gewidmet, dem Niederschlag des Sprach- und Sprachnormenbewußtseins bei der Korrektur von Konnektorenverwendungen im geschriebenen Französisch (MARIE-JOSÉ REICHLER-BÉGUELIN) und Vorschlägen zu allgemeinen Grundlagen einer methodisch fundierten Orthographie französischer Morpheme (CLAUDE GRUAZ). Unterschiedliche terminologische, methodische und theoretische Ansätze kommen im dritten Teil zur Sprache. Zunächst werden begriffliche Differenzierungen hinsichtlich des Normbegriffs und metasprachlicher Urteile (WOLFGANG BANDHAUER und ROBERT TANZMEISTER) vorgeschlagen. Danach wird eine Klärung des Verhältnisses von Sprachsystem, Redetechniken und Normkonzeptionen (EKKEHARD EGGS) angestrebt. Der abschließende Beitrag (BEATE HENN-MEMMESHEIMER) plädiert für die Ersetzung der traditionellen sozial- wie sprachwissenschaftlichen Normtheorie durch Bourdieus Praxeologie.

Der Band gibt einen guten Einblick in sehr unterschiedliche Positionen der gegenwärtigen Auseinandersetzung um Sprachnorm und Sprachnormierung, zu deren weiterer Diskussion die kritische Einleitung (WOLFGANG SETTEKORN) anregen soll.

 
Johannes Kramer, Otto Winkelmann (Hrsg.)

pro lingua Band 8
Das Galloromanische in Deutschland.
1990, VI + 236 S.
EU 20.00
ISBN: 3-926972-12-5
In diesem Band werden aus romanistischer Sicht die Spuren beleuchtet, die das Galloromanische aufgrund jahrhundertelanger Sprachberührung im Deutschen einschließlich seiner Dialekte hinterlassen hat. Nach einführenden Bemerkungen von JOHANNES KRAMER und OTTO WINKELMANN (?Recherches sur les vestiges gallo-romans en Allemagne?) geht MAX PFISTER (?Die Moselromania und die romanischen Reliktzonen im Hochwald-Mittelrheingebiet und im Schwarzwald?) vorwiegend anhand von Toponymen den Resten mittelalterlicher romanischer Sprachinseln an Rhein, Saar und Mosel nach. HANS JOACHIM SCHMITT (?Lexikalische Untersuchungen an französischsprachigen Waldenserakten aus dem deutschen Refuge?) und BARBARA VON GEMMINGEN (?Das Lexique François-Allemant (1631) des Moritz von Hessen?) widmen sich frühneuzeitlichen Bezeugungen französischer Wörter in Quellen, die im deutschen Sprachraum abgefasst wurden.

UTA HELFRICH (?Sprachliche Galanterie?! Französisch-deutsche Sprachmischung als Kennzeichen der ´Alamodesprache´ im 17. Jahrhundert?) beschäftigt sich mit Erscheinungen deutsch-französischer Mischsprache in den Briefen der Liselotte von der Pfalz. JOHANNES KRAMER (?Zur französischen Sprachpolitik im Rheinland 1794-1814?) widmet sich den sprachlichen Auswirkungen der zeitweiligen politischen Zugehörigkeit des linken Rheinufers zu Frankreich. Die Beiträge von RUDOLF WINDISCH (?Französischer Wortschatz im Rheinischen aus der Napoleonischen Besatzungszeit (1794-1815)?), ARTUR GREIVE (?Französische Wörter in der Kölner Stadtmundart: Aspekte ihrer Integration?), OTTO WINKELMANN (?Französische Elemente in der Stadtmundart Mannheims?), SABINE KOWALLIK (?Französische Elemente im Siegerländer Wortschatz?), PETER STEIN (?Französisches in einer hessischen Mundart?) und RAINER SCHLÖSSER (?Französisches in Berlin?) gelten den in deutschen Mundarten bis heute erhaltenen Französismen. Ein detailliert aufgeschlüsseltes Wortregister schließt den Band ab.

 
Jackie Pocklington
pro lingua Band 9
Charles Carpenter Fries - the Humanist, the Linguist,
the Teacher. A Comparison with Leonard Bloomfield.
1990, XII + 287 S.
EU 20.00
ISBN: 3-926972-15-6
The notable accomplishments of the American structuralist Charles Carpenter Fries (1887-1967) during his lifelong employment of linguistics in the service of language teaching have not received due recognition because his non-ivory-tower approach to linguistics attained little popularity among structuralists and later generativists, and because American structuralism continues to be portrayed as a monolithic block of behaviorist-oriented linguists. However, this lack of due recognition can be overcome through understanding Fries´ views and work in their entirety and by evaluating his contributions to linguistics and language teaching in comparison with similar contributions by the most renowned American linguist of Fries´ generation, Leonard Bloomfield. This comparison of their approaches to linguistics, views on behaviorism and traditional grammar, language theories and descriptions, as well as primer courses for reading demonstrates that form our present understanding of linguistics Fries´ views and accomplishments in these areas of mutual interest generally fare better than Bloomfield´s.

To obtain a greater appreciation of Fries´ lasting contributions to linguistics and language teaching this book pursues three avenues of research: 1) to present a holistic view of Fries in the context of his time, in particular depicting his underlying humanistic views on education, the irreconcilability of these views with the major tenets of behaviorism, and his extensive criticisms of traditional grammar; 2) to compare his accomplishments with those of Bloomfield in the areas of language theory, language description, and teaching primer reading skills for English; and 3) to point out where these accomplishments are relevant to the current discussion. Beyond this, through Fries´ prominent example the book validates the normative approach to linguistic research as an effective means of meeting society´s needs in language teaching.

 
Christian Schmitt (Hrsg.)

pro lingua Band 10
Neue Methoden der Sprachmittlung.
1991, VI + 192 S.
EU 20.00
ISBN: 3-926972-17-0
Der Band vereinigt in überarbeiteter und zum Teil stark erweiterter Form acht Beiträge zur Übersetzungs- und Sprachwissenschaft, die 1990 im Rahmen des Arbeitskreises Neue Methoden der Sprachmittlung bei der Jahrestagung der Gesellschaft für Angewandte Linguistik in Bonn vorgetragen wurden. Im Mittelpunkt stehen die romanischen Sprachen, doch werden allgemeine und fächerübergreifende Themen ebenso abgehandelt, wie auch die Leistung moderner theoretischer Ansätze kritisch gewürdigt wird.

Das Buch enthält folgende Beiträge: SABINE BASTIAN: ?Selbstkorrekturen - ihre Bedeutung für die Erforschung des Dolmetschprozesses?, EBERHARD FLEISCHMANN: ?Zur Rolle der Reverbalisierung bei professionellen Übersetzern?, NICOLA INHOFFEN: ?´Skopos´ und ´Kulturtransfer´ - Zu zwei Schlüsselbegriffen der neueren übersetzungswissenschaftlichen Diskussion?, CHRISTIAN SCHMITT: ?Übersetzen und Kontrastive Linguistik?, KLAUS-DIRK SCHMITZ: ?Rechnergestützte Terminologieverwaltung und Übersetzerausbildung?, WOLFRAM WILSS: ?Kognitive Aspekte des Übersetzungsprozesses?, REGINE WÜRSTLE: ?Äquivalenz-probleme bei der Übersetzung multimedialer Texte. Zur Übersetzung der Comics Les Frustrés von Claire Bretécher?, GABRIELE ENGEL/MICHAEL KLAUKE/MICHAEL SCHMIDTKE-NIKELLA: ?Das Wörterbuch der Internationalen Projektierung. Der Aufbau einer Terminologiedatenbank. Ein Bericht aus dem Projekt?.

Das Buch wendet sich an Übersetzungswissenschaftler, Sprachdidaktiker, Romanisten, Anglisten, Slawisten sowie Lehrende und Studierende des Faches Angewandte Sprachwissenschaft.

 
Marleen Van Peteghem
pro lingua Band 11
Les phrases copulatives dans les langues romanes.
1991, VIII + 207 S.
EU 19.00
ISBN: 3-926972-18-7

 
Martine Krämer
pro lingua Band 12
L´interlocution exolingue: hispanophones et Français
en conversation informelle.
1991, VIII + 227 S.
EU 19.00
ISBN: 3-926972-19-4
Diese Arbeit wendet konversationsanalytische Methoden auf Kommunikationssituationen an, in denen die Gesprächspartner über eine ungleiche Sprachkompetenz verfügen. Der untersuchte Gesprächstypus, das sogenannte exolinguale Gespräch, baut auf denselben Mitteln und Strategien auf, die auch im normalen Alltagsgespräch vorkommen; darüber hinaus bringt er jedoch andere kommunikative Strukturen hervor, die mit dem sprachlichen Handikap einiger Gesprächsteilnehmer verbunden sind. Die Analyse erhellt die komplexen Mechanismen der informellen Konversation und hebt die Merkmale des exolingualen Sprachverhaltens hervor.

Das zugrundegelegte mündliche Textkorpus umfaßt Äußerungen von Französinnen und Südamerikanerinnen. Das Gespräch wurde auf Französisch geführt. Die Beobachtungen betreffen sowohl die pragmatischen Bedingungen der Äußerungen, wie z.B. kommunikative Mittel, um das Wort zu ergreifen oder die Sprecherrolle zu behalten, als auch den Inhalt, der unter semantischen und stilistischen Gesichtspunkten analysiert wird. Besonderes Augenmerk richtet sich auf die sprachlichen Leistungen der Hispanophonen. Es zeigt sich, dass die Mühe, die sie sich geben, um ihre Rolle als Gesprächspartner zu erfüllen, nicht nur ihre eigenen Interaktionsstrategien beeinflusst, sondern sich auch auf die der Frankophonen auswirkt. Der sprachliche Nachteil wird zum autonomen Kommunikationselement, das bei metakommuni-kativen und argumentativen Äußerungen besonders deutlich hervortritt. Die Untersuchung verknüpft auf diese Weise zwei Arbeitsgebiete linguistischer Forschung, den Fremdsprachenerwerb in der zielsprachlichen Umgebung und die gesprochene Alltagssprache.

 
Thomas Stolz
pro lingua Band 13
Lokalkasussysteme.
Aspekte einer strukturellen Dynamik.
1992, 142 S.
EU 15.00
ISBN: 3-926972-23-1
Anhand von typologisch-vergleichenden Skizzen der diachronen Entwicklung von Lokal-kasussystemen bietet diese Studie einen crosslinguistisch konzipierten Überblick über die wichtigsten Ausprägungsformen von nominalkasuellen Subsystemen mit lokalisierender Funktion in den Sprachen der Welt. Die Lokalisation über funktional spezialisierte Nominalkasus wird einleitend in das Gesamt der sprachlichen Lokalisationsverfahren eingeordnet. Die dargebotenen Fälle werden nach ihrem Aufbau klassifiziert und markiertheitstheoretisch ausgewertet. Auf ihrer Grundlage schlägt der Verfasser alternative Markiertheitshierarchien für Lokalkasussysteme vor, die auch als potentiell aktivierbare dynamische Programme verstanden werden können.

Der lokalkasuelle Befund zeigt im Sprachvergleich desweiteren, daß exakte Prädiktion sprachlichen Wandels in absoluter Form nicht möglich ist. Eine kurze Auseinandersetzung mit gängigen sprachwandeltheoretischen Hypothesen macht deutlich, daß die gleichermaßen von Auf- wie Abbau geprägte Dynamik von Lokalkasussystemen für übliche Erklärungsmodelle eine kaum lösbare Aufgabe darstellt. Einseitige Auffassungen von Sprachwandel beispielsweise als Markiertheitsabbau erweisen sich daher als revisionsbedürftig.

Die Arbeit versteht sich als Beitrag zur diachronen Typologie, diachronen Morphologie, Sprachwandeltheorie und Grammatikalisierungsforschung. Das Belegmaterial stammt überwiegend aus indogermanischen und finno-ugrischen Sprachen und wird durch Beispiele aus dem Aztekischen, Inuktitut, Baskischen, Türkischen und aus einigen Australsprachen ergänzt.

 
Joachim Born
pro lingua Band 14
Untersuchungen zur Mehrsprachigkeit in den
ladinischen Dolomitentälern. Ergebnisse einer
soziolinguistischen Befragung.
1992, ²1998, XI + 292 S.
EU 22.00
ISBN: 3-926972-60-6
2. Auflage

Die Arbeit gibt einen Überblick über die aktuelle Sprachsituation in den Dolomitentälern Gröden, Gadertal, Fassa, Buchenstein und Ampezzo und enthält die Ergebnisse einer direkten soziolinguistischen Befragung der in diesen Tälern lebenden Ladiner, die heute administrativ zu den Provinzen Bozen, Trient und Belluno gehören und über unterschiedliche Minderheitenrechte verfügen.
Die Befragung wurde in zwei Phasen vorgenommen: zunächst im Rahmen einer Fragebogenaktion, bei der Bewohner der ladinischen Täler Fragen zu sprachlicher Kompetenz, Attitüde und Domänen zumeist in Form geschlossener Fragen beantworteten; sodann als Enquête, in der anhand offener Fragen die zuvor gewonnenen Ergebnisse überprüft wurden. Während die erste Umfrage aus dem Jahre 1981 versuchte, soweit möglich eine gewisse Repräsentativität der Bewohner der Dolomitentäler zu erreichen, diente die zweite Untersuchung aus dem Jahre 1991 in erster Linie einer subjektiven Nachbetrachtung der im Laufe von zehn Jahren erzielten Fortschritte hinsichtlich eines in der Bevölkerung gestiegenen Sprachprestiges des Dolomitenladinischen wie auch etwa der Beurteilung von Chancen für eine Vereinheitlichung, Kodifizierung und Standardisierung der divergierenden Talvarietäten dieser Sprache.
Die Arbeit versteht sich in kontaktlinguistischer Tradition als ein Beitrag zur Darstellung der spezifischen Minoritätensituation des Dolomitenladinischen und behandelt nicht nur die tatsächlichen wie wünschenswerten Bestrebungen, einer Minoritätensprache angesichts der Überdachung durch zwei Standardsprachen eine Überlebenschance zu sichern, sondern würdigt auch die besonderen Bemühungen aller an diesem Prozess Beteiligten.

 
Otto Winkelmann (Hrsg.)

pro lingua Band 15
Stand und Perspektiven der romanischen
Sprachgeographie.
1993, X + 318 S.
EU 20.00
ISBN: 3-926972-25-5
Dieser Sammelband enthält Vorträge, die im Rahmen der gleichnamigen Sektion des XXII. Romanistentages an der Universität Bamberg vom 23. bis 25.9.1991 gehalten wurden. Die thematischen Schwerpunkte der Beiträge liegen in den folgenden drei Bereichen: 1. Die sprachgeographische Erforschung einzelner Teilräume der Romania, 2. Vorstellung einzelner Sprachatlanten, 3. Sprachgeographische Einzelprobleme, methodische und konzeptionelle Fragen.
Den ersten Teil des Buches eröffnet JOHANNES KRAMER mit einem Überblick über die neueste Entwicklung der rumänischen Sprachgeographie. GERALD BERNHARD stellt in seinem Forschungsbericht dreizehn Sprachatlasprojekte Italiens vor, die sich in Bearbeitung oder in Planung befinden. MARIE-ROSE SIMONI-AUREMBOU behandelt die nach 1980 erschienene neue Generation der Sprachatlanten Frankreichs. WOLFGANG DAHMEN zeichnet die Geschichte der sprachgeographischen Erforschung des okzitanischen Sprachgebietes nach und charakterisiert die neuesten französischen Regionalatlanten, die dieses Gebiet erfassen. ARTUR QUINTANA kommentiert alle Sprachatlanten des katalanischen Sprachgebietes und geht auf in Arbeit befindliche oder geplante areallinguistische Studien zum Katalanischen ein.
Im zweiten Teil werden die folgenden Sprachatlanten vorgestellt und kritisch erörtert: Der Atlante storico-etnografico-linguistico friulano (MARIA ILIESCU), der Atlas Lingüístico y Etnográfico de Andalucía (PETER STEIN), der Atlas lingüístico-etnográfico de las Islas Canarias (WOLFGANG BERGERFURTH), der Atlas Lingüístico (y etnográfico) de Castilla-La Mancha (PILAR GARCÍA MOUTON/FRANCISCO MORENO FERNÁNDEZ), der Atlas Lingüístico Gallego (JOACHIM BORN) sowie der Atlas linguistique et ethnographique de la Réunion (ANNEGRET BOLLÉE).
Im dritten und letzten Teil des Bandes geht zunächst DIETER KATTENBUSCH dem Sprachwandel in der Mundart von Santa Maria im Münstertal nach. Danach erörtert THOMAS STEHL, wie Sprachkontakt und Sprachdynamik in einem Atlas repräsentiert werden können. UDO L. FIGGE wendet die Methode der Dialektometrie auf die Daten des Atlas lingüístico y etnográfico de Aragón, Navarra y Rioja an. ROLAND BAUER berichtet über den Stand der Arbeiten am Sprachatlas des Zentralrätoromanischen und erläutert den Einsatz technischer Mittel, die diesen Atlas zu einem ?sprechenden Atlas? werden lassen. Zum Schluss stellt HANS GOEBL grundsätzliche Überlegungen zur Sammlung, Archivierung und Verarbeitung sprachgeographischer Daten an.

 
Livia Gaudino-Fallegger
pro lingua Band 16
I dimostrativi nell´italiano parlato.
1992, X + 292 S.
EU 19.00
ISBN: 3-926972-26-2
Questo lavoro s´inserisce in quel recente insieme d´opere che intendono ricercare la lingua a partire dalle realizzazioni parlate. In esso viene infatti proposta un´analisi delle forme dimostrative italiane interamente poggiante su un corpus parlato raccolto dall´autrice. Suo scopo è stata una descrizione completa ed esaustiva delle forme questo e quello, insieme ai corrispettivi avverbi, tanto a livello morfosintattico che pragmatico e testuale.
Poiché la funzione prima dei dimostrativi è quella di costituire testualità a partire dai processi referenziali in cui vengono impiegati, la presente opera contiene un´ampia parte teorica nella quale sono state analizzate le più attuali teorie sulla referenza ed il loro valore esplicativo; in essa l´autrice introduce e chiarisce la terminologia corrente per poi proporre soluzioni ed interpretazioni autonome atte a strutturare ed articolare i dati e le osservazioni derivanti dall´analisi empirica.
Questo lavoro intende anche sfatare alcuni luoghi comuni, in parte tramandati dalla grammaticografia italiana, in parte dovuti ad un certo disinteresse della linguistica, sull´uso dei dimostrativi. Tra questi va annoverata la convinzione che i dimostrativi vadano analizzati in primo luogo nell´ambito dei processi deittici, ossia quelli in cui l´oggetto referente è effettivamente presente nella situazione comunicativa condivisa dai parlanti, convinzione che, a sua volta, ha rallentato ricerche approfondite tanto sulle funzioni connettive e testuali da essi svolte quanto sulle complesse relazioni che essi intrattengono con i pronomi personali o, nelle riprese di tipo lessicale, con l´articolo determinativo. L´autrice propone inoltre un´approfondita analisi del termine codesto e giunge alla conclusione che anche nel toscano antico (e a maggior ragione nell´odierna variante diatopica dell´italiano parlato in Toscana) il sistema dimostrativo funzionale era binario e non triadico.
Questa ricerca, soprattutto nelle parti più propriamente descrittive, è accompagnata da un ampio inventario d´esempi, tratti dal corpus, che bene illustrano come l´uso dei dimostrativi sia infine correlato da legami stretti e di varia natura con la tipologia testuale e con il sapere e le conoscenze degli interlocutori.

 
Uta Helfrich
pro lingua Band 17
Neologismen auf dem Prüfstand.
Ein Modell zur Ermittlung der Akzeptanz französischer Neologismen.
1993, X + 356 S.
EU 22.00
ISBN: 3-926972-32-3
?La notion de ´néologisme´ n´est pas aussi claire qu´on pourrait croire: quant au processus de création et de diffusion des nouveaux mots, il reste à peu près inconnu.? Diese Erkenntnis, die Georges Matoré 1952 äußerte, hat auch heute, 40 Jahre später, nichts von ihrer Aktualität verloren. Im Gegensatz zur bisherigen Neologismendiskussion, die vorwiegend in der Sammlung und semantischen und morphologischen Klassifikation von Neologismen bestand, schlägt die vorliegende Studie einen thematisch wie methodisch neuen Weg ein: Die Autorin untersucht die Neologismusproblematik im Lichte der Akzeptanz als essentieller Grundbedingung für die Diffusion von Neologismen im Französischen.

Diese theoretische Feststellung wird in der Studie erstmals empirisch umgesetzt und untermauert, indem ausgewählte Neologismen eines zeitschriftenbasierten Neologismenkorpus auf Text-, Satz- und Wortebene der Bewertung durch Sprecher einer französischen Provinzstadt unterzogen werden. Mit sozialwissenschaftlichen Methoden (Clusteranalyse, Korrelationsanalyse, Faktorenanalyse) werden die ermittelten Bewertungs- und Einstellungsmuster gegenüber Neologismen in alters-, geschlechts- und sozialgruppenspezifischer Hinsicht analysiert und miteinander verglichen. Ziel dieser Untersuchung ist es, die Faktoren herauszufiltern, die für die Akzeptanz von Neologismen im Französischen verantwortlich sind. Dabei gelingt es der Autorin auch, beliebte sprachwissenschaftliche Gemeinplätze zu widerlegen wie u.a., dass Frauen Neologismen gegenüber konservativer eingestellt seien als Männer, oder dass die Produktivität des Wortbildungstyps ein verlässliches Kriterium für die Akzeptanz eines Neologismus sei.

Mit der Einbeziehung des Konzepts der Akzeptanz leistet die Autorin einen wichtigen Beitrag zur Theorie und Empirie des sprachlichen Wandels auf der Ebene des Wortschatzes.

 
Christine Hundt
pro lingua Band 18
Untersuchungen zur portugiesischen Phraseologie.
1994, XI + 195 S.
EU 19.00
ISBN: 3-926972-33-0
Mit der vorliegenden Dissertation wird - anknüpfend an Ergebnisse der internationalen Phraseologieforschung - eine erste theoretisch begründete und praxisorientierte Beschreibung des phraseologischen Inventars der portugiesischen Sprache der Gegenwart vorgelegt. An die Erörterung der Kriterien, die einen Phraseologismus konstituieren, wie z.B. komplexe Struktur, relative syntaktische und semantische Stabilität, Idiomatizität als potentielle Eigenschaft des Phraseologismus und als obligatorisches Merkmal des Phraseolexems, Reproduzierbarkeit und Lexikalisierung, schließt sich die Erfassung der wichtigsten Struktur- und Bildungsmuster portugiesischer Phraseolexeme an. Dabei werden die exzerpierten Wörterbucheintragungen durch aus aktuellen Pressetexten und belletristischen Texten gewonnene Belege ergänzt, um die Realisierung der textbildenden Potenzen der Phraseolexeme in Abhängigkeit von der Textsorte zu beschreiben.

Von der Beobachtung ausgehend, dass Phraseologismen in der Rede oft abgewandelt werden, systematisiert die Autorin erstmals umfassend die Möglichkeiten der Bildung phraseologischer Varianten innerhalb des europäischen Portugiesisch in Abgrenzung von (strukturellen) Synonymen, Antonymen und Konversiven von Phraseolexemen. Hierbei werden Modifikationen und okkasionelle Bildungen als textgebundene Realisierungen portugiesischer Phraseolexeme analysiert. Abschließend prüft die Verfasserin, ob die auf lexikalischem und morphosyntaktischem Gebiet nachgewiesenen Eigenentwicklungen im brasilianischen Portugiesisch und im Portugiesischen Mosambiks auch in der Phraseologie ihren Niederschlag finden, und unternimmt einen ersten Schritt in Richtung auf einen Vergleich der Phraseologie verschiedener sprachlicher Varietäten.

In der gesamten Arbeit bleibt stets die praktische Anwendung der Phraseologieforschung auf die Portugiesischausbildung im Blickfeld, denn eine gelungene Kommunikation in der Fremdsprache setzt immer auch vertiefte Kenntnisse der Phraseologie der jeweiligen Sprache voraus.

 
Michaela Luyken
pro lingua Band 19
Das Galicische.
Eine Fallstudie zur Verschriftungsproblematik
romanischer Minderheitensprachen.
1994, XII + 335 S.
EU 20.00
ISBN: 3-926972-34-7
Das Galicische ist auf der einen Seite ein typischer Fall einer romanischen Minderheitensprache, auf der anderen Seite stellt es ein anschauliches Beispiel für die Probleme dar, die sich bei der Verschriftung einer Sprache ergeben können. Mit dieser soziolinguistisch ausgerichteten Studie werden zwei Ziele verfolgt: Einerseits soll das bisher von der Forschung recht vernachlässigte Galicisch möglichst umfassend - von seinen Anfängen bis zur aktuellen Situation - beschrieben werden; andererseits soll die Problematik seiner Normierung in einen größeren Zusammenhang gestellt werden. Ausgehend von der Überlegung, dass es für das Überleben einer Sprache in unserer modernen Gesellschaft von großer Bedeutung ist, ob und inwieweit diese Sprache in schriftlichen Kommunikationsbereichen verankert ist, werden die soziolinguistischen Rahmenbedingungen ausgewählter romanischer Minderheitensprachen und angestrebte sprachplanerische Maßnahmen zu ihrer Erhaltung untersucht. Dabei zeigt sich, dass sich die meisten dieser Idiome gegenwärtig in einer entscheidenden Phase ihrer Entwicklung befinden, nämlich dem Übergang von der (fast ausschließlichen) Mündlichkeit zur Schriftlichkeit.
Nicht nur in Galicien sondern auch in anderen Gebieten der Romania führte die Kodifizierung von Schriftsystem und Orthographie zu heftigen Auseinandersetzungen. Die Ursache hierfür liegt weniger in innersprachlichen Schwierigkeiten als vielmehr im Einfluss außersprachlicher Faktoren. So weisen manche Schreibungen Implikationen politischer oder ideeller Art auf. Nachdem für das Galicische in den vergangenen Jahrzehnten verschiedene Vorschläge unterbreitet worden sind, konkurrieren letztendlich zwei Verschriftungsmodelle miteinander: Eines weist viele Ähnlichkeiten mit dem Kastilischen auf, während das andere bewusst an das Portugiesische angenähert ist. Die detaillierte Analyse dieser beiden Vorschläge bildet einen zentralen Punkt dieser Arbeit. Hierbei wird der Versuch unternommen, die beiden Normierungsansätze von verschiedenen Blickwinkeln aus, z.B. hinsichtlich ihrer Praktikabilität für die Benutzer oder bezüglich der zugrundeliegenden Identifikationsmuster, zu betrachten und zu bewerten.

 
Petrea Lindenbauer, Michael Metzeltin, Margit Thir
pro lingua Band 20
Die romanischen Sprachen.
Eine einführende Übersicht.
1994, 2/1995, VII + 168 S.
EU 15.00
ISBN: 3-926972-47-7
2. Auflage

Die Einführung wendet sich an Studierende der Romanistik, die sich einen ersten Überblick über das Werden der heutigen romanischen Sprachen verschaffen wollen. Die romanischen Sprachen und Kulturen sind aus der römischen Zivilisation hervorgegangen und bilden bis heute eine Art kulturelle und geistige Einheit. Eine Gesamtschau dieser Sprachen kann, ausgehend von ihrer gemeinsamen Wurzel, die Bewahrung von Ähnlichkeiten und die Herausbildung von Verschiedenheiten detailliert aufzeigen. Diese außerordentlichen Vergleichsmöglichkeiten, die einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis historischer Phänomene leisten, prädestinieren die romanistische Sprachwissenschaft grundsätzlich dazu, ihre komparatistische Komponente zu bewahren und fortzuführen. Das Studium der einzelnen romanischen Sprachen zieht aus seiner Einbettung in den gesamtromanischen Kontext großen Gewinn.

Das Buch umfasst drei einleitende Kapitel über die Bedeutung der romanischen Sprachen und ihre Entwicklung aus dem Latein, eine Präsentation der einzelnen romanischen Sprachen von Osten nach Westen, in der auch auf die Kreolsprachen eingegangen wird, eine synthetische Übersicht über die wichtigsten Divergenzen und Konvergenzen dieser Sprachen und eine weiterführende Grundbibliographie. Es soll den Studierenden helfen, sich in der komplexen Geschichte der romanischen Sprachen zu orientieren, und dazu beitragen, sich auf die Arbeit mit den großen Standardwerken der romanistischen Linguistik vorzubereiten.

 
Isolde J. Jordan
pro lingua Band 21
Introducción al análisis lingüístico del discurso.
1994, VI + 198 S.
EU 19.00
ISBN: 3-926972-36-1
Dieses Arbeitsbuch bietet einen Überblick über die wichtigsten Bereiche der Diskursanalyse; gleichzeitig wird die spanische und hispanoamerikanische Literatur auf diesem Gebiet kritisch betrachtet und eingeordnet. Jedes Kapitel ist einem Teilbereich der Diskursanalyse gewidmet, wobei sich die einzelnen Bereiche gegenseitig ergänzen und aufeinander aufbauen. An das erste Kapitel, das in die Theorie, die Aufgabenstellung und die Methoden der Diskursanalyse einführt, schließen sich Kapitel über Situationskontext, Thema, Informationsstruktur, Kohäsion, Kohärenz, Sprechakttheorie und Gesprächsanalyse an. Zuletzt wird beispielhaft als Anwendungsgebiet dieser Theorie der Fremdsprachenunterricht unter besonderer Berücksichtigung des Spanischunterrichts an den Universitäten der USA behandelt. Anhand einer Vielzahl von Beispielen werden die theoretischen Ausführungen von Sprachphilosophen wie Grice, Austin und Searle, aber auch von eher praktisch ausgerichteten Linguisten wie Sacks, Schegloff und Jefferson oder auch Halliday auf die spanische Sprache angewandt. Eine derart umfassende Einführung in die Diskursanalyse, die sich ausschließlich auf das Spanische konzentriert, hat bisher in der Reihe der Einführungswerke zu diesem Thema gefehlt.
Im letzten Kapitel gelingt es der Autorin, anhand des Spanischunterrichts die praktische Anwendbarkeit vieler theoretischer Ansätze aufzuzeigen. Die in den USA entwickelte Methode des sprachlichen ?input? wird durch Erkenntnisse aus der Diskursanalyse untermauert. Dahinter steht die Überzeugung, dass das Erlernen grammatischer Strukturen dadurch erleichtert wird, dass einige wenige diskursbezogene Schlussfolgerungen an die Stelle der zahlreichen herkömmlichen Grammatikregeln treten. Dabei stellt sich heraus, daß der Diskurs als Lerneinheit anstelle des Satzes die Distanz zwischen erlernten Sprachstrukturen und tatsächlichem Sprachgebrauch in der Fremdsprache überbrücken hilft.
Das Buch ist verständlich geschrieben und leicht lesbar. Zahlreiche Beispiele, die immer wieder eingestreuten Querverweise, die Zusammenfassungen an den Kapitelenden und die Anregungen zu weiterführenden Übungen machen es zu einem sehr nützlichen Arbeitsbuch für Studierende und Lehrende.

 
Dieter Kattenbusch (Hrsg.)

pro lingua Band 22
Minderheiten in der Romania.
1995, VI + 396 S.
EU 22.00
ISBN: 3-926972-42-2
Europa hat in den vergangenen Jahren enorme Umwälzungen erlebt. Innerhalb kurzer Zeit ist die über Jahrzehnte geltende politische Ordnung des Kontinents zusammengebrochen. Eine noch vor wenigen Jahren unumstößlich erscheinende Polarität zwischen West und Ost wurde aufgeweicht, ja hat sich in eine Reihe von Gemeinsamkeiten transformiert. Es sind daher auch neue Grenzen entstanden. Über alte und neue Grenzen hinweg kommt es zu Wanderungsbewegungen, die das Bild des alten Europa ebenso verändern. Europa wird lange brauchen, um wieder zu einem festen politischen und kulturellen Gefüge zusammenzuwachsen. In diesem internationalen Szenario, das immer mehr von den Beziehungen zwischen den Nationen geprägt wird, kommt auch den ethnischen Gruppen in den einzelnen europäischen Staaten eine immer größere Rolle zu. Der Romanistentag in Potsdam im September 1993 schien das geeignete Forum zu sein, einmal Bilanz zu ziehen und zu versuchen, sich einen Überblick über die Situation der Minderheiten in der Romania zu verschaffen. Die Vorträge der Sektion Minderheiten in der Romania sind in diesem Band vereinigt.
Grundsätzliche Fragen der Minoritätenforschung werden von Hans Goebl, Johannes Kabatek, Georg Bossong und Peter H. Nelde behandelt. Die Beiträge von Otto Winkelmann, Georg Kremnitz, Johannes Kramer, Dieter Kattenbusch und Joachim Born befassen sich mit der Situation der Minderheiten in Einzelstaaten (Spanien, Frankreich, Rumänien, Italien und Brasilien). Mit spezifischen Sprachkontaktsituationen setzen sich Francisco Báez de Aguilar González (Andalusisch in Katalonien), Alexandra Köchl (Graffiti als Ausdruck des Sprachkonflikts auf Mallorca), Peter J. Weber (Interkulturelles Zusammenleben im Großraum Brüssel), Peter Cichon (Romands in der Schweiz), Bettina Müller (Okzitanisch in Piemont), Roland Bauer (Plurilinguismus und Autonomie im Aostatal), Lois Craffonara (Sprachkontakt im Ladinischen) und Gabriele Birken-Silverman (Sprachregression und Sprachwechsel bei den Italoalbanern) auseinander. Klaus Bochmann untersucht am Beispiel der Roma in Rumänien, wie sich das Bild, das sich die Mehrheit von einer Minderheit macht, in der Sprache niederschlägt, und Birgit Mertz-Baumgartner zeigt auf, welche Rolle der Monologue Québécois im politischen und sozialen Leben Québecs spielt. Peter Steins Beitrag schließlich befasst sich mit dem Vordringen des Kreolischen in den öffentlichen Sprachgebrauch auf Mauritius.

 
Ralf Weißkopf
pro lingua Band 23
System und Entwicklung der spanischen Orthographie.
1994, VIl + 218 S.
EU 19.00
ISBN: 3-926972-40-8
Die spanische Orthographie gilt bei Fachleuten wie Laien im allgemeinen als einfach. Jedoch weiß jeder, der mit der Didaktik der spanischen Sprache befasst ist, dass sie durchaus Schwächen und Ungereimtheiten aufweist, die in der Praxis - auch bei Muttersprachlern - zu Verstößen gegen die geltenden Rechtschreibnormen führen. Diese Studie unterzieht die moderne spanische Orthographie einer umfassenden sprachwissenschaftlichen Analyse, wobei im Vergleich von Lautung und Schreibung Schritt für Schritt ein formalisierter Regelapparat erarbeitet wird, der eine systematische Umsetzung gesprochener spanischer Wörter in ihre geschriebene Form und umgekehrt geschriebener Wörter in ihre phonologische Form gestattet. Dadurch unterscheidet es sich deutlich von den herkömmlichen normativ oder didaktisch motivierten Kompendien zu diesem Thema, die im spanischen Sprachraum zur Verfügung stehen. Der Regelapparat wird anhand der 2 500 häufigsten Wörter des Spanischen statistisch untermauert. Als Ergebnis der Untersuchung lassen sich die Probleme der spanischen Orthographie erstmals quantitativ beurteilen, wobei ein eigenes Kapitel den zusätzlichen Schwierigkeiten des andalusisch-südamerikanischen Sprecherkreises gewidmet ist. Basierend auf sprachpsychologischen Überlegungen werden auch die Auswirkungen der phonographischen Unregelmäßigkeiten auf die graphische Morphemform bzw. das optische Bild geschriebener Wörter untersucht.
Im diachronischen Teil der Arbeit trägt der Autor die verfügbaren Daten zum Ursprung jeder einzelnen Regel des heutigen orthographischen Systems zusammen. Die historischen Entstehungsbedingungen der orthographischen Norm im Spanischen werden ebenso referiert wie die wichtige Reformtätigkeit der Real Academia auf diesem Gebiet. Den Abschluss bildet ein Überblick über die zahlreichen Vorschläge zur Reform des Schriftsystems, die sich von Nebrija bis heute durch die spanische Sprachgeschichte ziehen, wobei die in Chile von 1844 bis 1927 gültige ortografía chilena bzw. ortografía de Bello besondere Berücksichtigung findet.
Dieses Buch zeigt beispielhaft für das Spanische, wie ein einzelsprachliches Schriftsystem mit modernen sprachwissenschaftlichen Methoden untersucht werden kann, und bietet mit seiner Fülle an Daten eine gute Grundlage für didaktische Überlegungen ebenso wie für künftige Reformvorhaben.

 
Uta Helfrich, Claudia Maria Riehl (Hrsg.)

pro lingua Band 24
Mehrsprachigkeit in Europa - Hindernis oder Chance?
1994, VII + 213 S.
EU 20.00
ISBN: 3-926972-41-5
Vor dem Hintergrund der wachsenden Europäischen Union und der zu erwartenden Sprachenvielfalt werden in diesem Band, der aus einer Arbeitsgruppe der 16. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft in Münster 1994 hervorgegangen ist, mögliche Perspektiven für ein mehrsprachiges Europa entwickelt und diskutiert. Thematisiert werden u.a. unterschiedliche Modelle von Mehrsprachigkeit, die Frage nach rechtlichem Status und staatlicher Förderung der koexistierenden Sprachen, das Problem der Kompetenzverteilung von Minderheiten- und Überdachungssprache bei mehrsprachigen Sprechern, die Relation von Sprache und Identität sowie die Rolle von Interferenzen und Entlehnungsvorgängen.
Die Beiträge des ersten Teils beschäftigen sich mit allgemeinen und theoretischen Überlegungen zu den genannten Aspekten sowie mit Modellen mehrsprachiger Gemeinschaften. Joachim Born diskutiert zunächst die Dimension der Sprachenfrage in der Europäischen Union; danach zeigt Ludwig M. Eichinger auf, wie der Ausbau der politischen Systeme Einfluss auf den Status der Sprachen nimmt und welche Kosten-Nutzen-Rechnungen mehrsprachige Sprecher anstellen. Im Anschluss daran werden zwei Modelle mehrsprachiger Gemeinschaften vorgestellt und deren Übertragbarkeit auf Europa überprüft, aus historischer Perspektive anhand der altösterreichischen Sprachenvielfalt (Hans Goebl) und aus außereuropäischem Blickwinkel am Beispiel Indiens (Dörte Borchers). Daraufhin geht Klaus J. Mattheier auf das Phänomen der Sprachinseln als Sonderfall minderheitlicher Mehrsprachigkeit ein, und Peter Nelde weist schließlich auf die sozioökonomische Dimension von Mehrsprachigkeit hin und schlägt Lösungsmöglichkeiten für dabei auftretende Konflikte vor.
Im zweiten Teil werden diese Überlegungen an konkreten Beispielen exemplifiziert: Thomas Stehl geht anhand von Beispielen aus Italien und Frankreich auf die linguistischen Konsequenzen des Sprachenwechsels ein, und Claudia Maria Riehl verweist am Beispiel des Deutschen in Südtirol auf die Bedeutung der Schriftnorm für die sprachlichen Minderheiten. Daran schließen sich die Ausführungen von Andreas Wesch zu lexikalischen und semantischen Interferenzen im Spanischen Barcelonas und von Frank Jablonka zur Auswirkung der zunehmenden Italianisierung des patois im Aosta-Tal an. Otto Gsells Überlegungen zur Problematik der Dreisprachigkeit im dolomitenladinischen Sprachgebiet runden die Fallstudie ab.

 
Alexander Tschida
pro lingua Band 25
Kontinuität und Progression. Entwurf einer Typologie
sprachlicher Information am Beispiel des Französischen.
1995, VIII + 351 S.
EU 20.00
ISBN: 3-926972-43-9
Die Thema-Rhema-Theorie befindet sich in einer paradoxen Situation: Zum einen wird in der Forschung die ungenügende theoretische Fundierung beklagt, zum anderen gibt es kaum eine größere Publikation zu Syntax, Semantik oder Pragmatik, die sich nicht in irgendeiner Weise mit dem Problem der Informationsstruktur auseinandersetzt. Angesichts der bestehenden theoretischen und methodischen Divergenzen unternimmt diese Würzburger Dissertation den Versuch, eine einheitliche Theorie zu entwickeln, die der Komplexität sprachlicher Äußerungen gerecht wird und die Basiseinheiten des Thema-Rhema-Modells auf der Grundlage sprachlich-formaler Indikatoren neu bestimmt. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der begrifflichen Klärung und der formalen Beschreibung des Rhemakomplexes, der bislang in der Forschung zugunsten des Themas vernachlässigt wurde.
Nach einem einführenden Abriss der mit dem Thema-Rhema-Konzept verbundenen Probleme werden in einem umfangreichen Forschungsüberblick zunächst die divergenten Teiltheorien vorgestellt und einer kritischen Betrachtung unterzogen. Aufgezeigt wird hier vor allem die Spaltung der Thema-Rhema-Theorie in einen satz- und einen textlinguistischen Ansatz. Anschließend wird der wissenschaftstheoretische Ort der Thema-Rhema-Theorie in der grammatischen Beschreibung bestimmt. Im Hauptteil der Arbeit entwirft der Verfasser eine Theorie sprachlicher Information, die von zwei textuellen Progressionstypen ausgeht: der topikbezogenen ?Adskription? eines Comment und der ?Introduktion? neuer Konzepte in die Diskurswelt durch das Rhema. Die wesentliche Neuerung an dieser Konzeption ist, dass über das Prinzip der Rekursivität der Adskription die beiden auseinanderstrebenden Zweige der Thema-Rhema-Theorie zusammengeführt werden. Schließlich werden die kommunikativen Einheiten im Sinne der Prototypentheorie auf einem Kontinuum zunehmender Kodierungsstärke angeordnet, das einen graduellen Übergang vom Thema als dem Pol der maximalen kontextuellen Bestimmtheit zum Rhema als dem Pol der maximalen Unbestimmtheit aufzeigt.

 
Peter Holzer
pro lingua Band 26
Das Relationsadjektiv in der spanischen und deutschen
Gegenwartssprache.
1996, VIII + 209 S.
EU 19.00
ISBN: 3-926972-49-1
Relationsadjektive nehmen als eigene Kategorie von Adjektiven in bestimmten Bereichen der Gegenwartssprache einen immer breiteren Raum ein. Gerade in der sprachökonomisch orientierten Zeitungssprache kommt der Kürze des Ausdrucks besondere Bedeutung zu. Hier bietet sich das Relationsadjektiv als geeignetes sprachliches Mittel an. Für den Leser bringt die Kürze des Ausdrucks allerdings oft auch einen Nachteil mit sich: sie kann auf Kosten eines eindeutigen Verständnisses der gewählten Form gehen und oft erst unter Einbeziehung des weiteren Kontextes disambiguiert werden.
Diese Problematik wird in der vorliegenden, kontrastiv angelegten Arbeit aufgezeigt. Der Autor versucht, ausgehend von der Darstellung in Grammatiken und von bereits vorhandenen Studien zu diesem Thema, eine allgemeine Klassifikation der Relationsadjektive in den behandelten Sprachen Spanisch und Deutsch vorzunehmen. Einer kurzen morphologischen Beschreibung folgt die Analyse der syntagmainternen grammatischen Relationen. Dabei werden Konstruktionen mit einem Relationsadjektiv auf ihr syntaktisches Grundmuster hin untersucht und anschließend nach Typen klassifiziert. Weitere Kernbereiche der Arbeit betreffen die Frage der Substituierbarkeit durch ein Genitivattribut und den prädikativen Gebrauch der Relationsadjektive.
Im abschließenden Kapitel werden die spanische und die deutsche Version der Maastrichter Verträge auf die Verwendung von Relationsadjektiven hin untersucht. Die im spanischen Text auftretenden Syntagmen werden mit den deutschen Entsprechungen verglichen, lexikalisierte Formen, anaphorische Komposita werden erfasst. Restriktionen in der Anwendung der Relationsadjektive im Deutschen, die aus der analytischen Wortbildungsstruktur einerseits und der Rolle der Norm andererseits resultieren, werden detailliert behandelt. Die Frage nach der funktionalen Äquivalenz der vorhandenen Konstruktionen gewährt Einblick in die übersetzungswissenschaftliche Problematik dieses komplexen Themas.

 
Heidi Siller-Runggaldier
pro lingua Band 27
Das Objektoid. Eine neue syntaktisch-funktionale Kategorie,
aufgezeigt anhand des Italienischen.
1996, XI + 439 S.
EU 26.00
ISBN: 3-926972-50-7
Wer sich im Grammatikunterricht des Italienischen vor die Aufgabe gestellt sieht, die an der syntaktischen Oberfläche mit Hilfe einer Präposition kenntlich gemachten Objektaktanten näher zu beschreiben und klare Kriterien zu ihrer genauen Abgrenzung gegenüber anderen Satzkonstituenten, im besonderen gegenüber den Adverbialia anzugeben, gerät unweigerlich in Schwierigkeiten. Diese Objekte treten nämlich nicht als Vertreter einer homogenen syntaktisch-funktionalen Kategorie in Erscheinung. Das ist zunächst schon daran erkennbar, dass sie unterschiedlich pronominalisiert werden: durch dativische Pronomen einerseits, durch die Klitika ci/vi oder ne bzw. durch ein betontes Pronomen in Verbindung mit der vom Verb geforderten Präposition andererseits.

In dieser Arbeit werden die präpositionalen Objekte des zweiten Typs als ?Objektoide? klassifiziert und einer eingehenden Analyse unterzogen. Die besondere Art ihrer Pronominalisierung repräsentiert nur eines ihrer zahlreichen Merkmale, die nicht nur auf der syntaktisch-strukturellen, sondern auch auf der semantisch-sachverhaltsdarstellenden Ebene des Satzes deutlich hervortreten. Aufgabe der Arbeit ist es daher, neben den syntaktisch-strukturellen auch die semantischen Charakteristika der Objektoide aufzuzeigen und genauer zu beschreiben. Da diese Charakteristika letztlich durch die syntaktisch-semantische Valenz der die Objektoide regierenden Verben bedingt sind, werden auch die das Corpus bildenden, der 11. Auflage des Zingarelli (1983) entnommenen Objektoid-Verben ausführlich untersucht.

Die Arbeit macht schließlich deutlich, dass die Postulierung einer selbständigen, bisher in den Grammatiken des Italienischen im allgemeinen vernachlässigten syntaktisch-funktionalen Kategorie ?Objektoid? nicht nur gerechtfertigt, sondern zwingend erforderlich ist.

 
Frank Jablonka
pro lingua Band 28
Frankophonie als Mythos.
Variationslinguistische Untersuchungen zum Französischen
und Italienischen im Aosta-Tal.
1997, XI + 347 S.
EU 20.00
ISBN: 3-926972-55-2
Bei dieser Arbeit handelt es sich um eine Studie zur gegenwärtigen Sprachsituation des zu Norditalien gehörenden Aosta-Tals im Rahmen einer funktional orientierten empirischen Variationslinguistik. Während der Untersuchungsansatz vergleichbarer Studien bislang von einem bipolaren, vertikalen Sprachkontakt zwischen dominanter Standardsprache und regressiven Basisdialekten ausging, wird in dieser Arbeit erstmals eine dreigliedrige Kontaktsituation mit den Mitteln der funktionalen Variationslinguistik untersucht.

Die soziolinguistische Besonderheit des Aosta-Tals besteht darin, dass zu der latent konfliktträchtigen Kontaktsituation zwischen der italienischen Standardsprache und den frankoprovenzalischen Basisdialekten das Französische hinzutritt. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die hybride Stellung des Französischen als mythisierter Fremdsprache, die einerseits mit dem Frankoprovenzalischen in einem binnendiglossischen Verhältnis steht, andererseits aufgrund seiner Kooffizialität mit dem Italienischen die zentrale Legitimations-basis für die Autonomie der Region darstellt und daher von großer sprachpolitischer Brisanz ist. Insbesondere wird auf den verschiedenen linguistischen Beschreibungsebenen (Kompetenz, Pragmatik, Sprachmaterial) immer wieder der Vergleich mit dem standardseitigen ?Konkurrenten? Italienisch gezogen, wobei auch das Frankoprovenzalische berücksichtigt wird.

Eine Leitlinie, die für die Orientierung der Arbeit ausschlaggebend ist, ist die europäische Perspektive. Damit einher geht die Problematisierung des überkommenden Nationenbegriffs, dessen Folgen für die im Aosta-Tal vorliegende Sprachkonstellation unübersehbar sind. Der Autor weist nach, daß die latent konfliktgeladene Sprachsituation der Region auf sprach- bzw. ethnopsychologischer Ebene einer ?differentiellen? bzw. ?pluralen? regionalen Identität entspricht. In europäischer Perspektive erweist sich diese Tatsache jedoch nicht als Nachteil, sondern gerade als Chance.

 
Isolde J. Jordan
pro lingua Band 29
Cohesión y retórica en la conversación.
1997, V + 228 S.
EU 20.00
ISBN: 3-926972-57-6
Wurden bisher Kohäsionsmerkmale und rhetorische Mittel jeweils getrennt untersucht, so ist dieses Buch ein Versuch, diejenigen sprachlichen Elemente herauszuarbeiten, die sowohl kohäsive als auch rhetorische Funktionen aufweisen. Anhand von Niederschriften authentischen Konversationsmaterials aus Mexiko-Stadt, Buenos Aires und Caracas wird diese Doppelfunktion analysiert und mit vielen Beispielen belegt.
Im ersten, theoretischen Teil des Buches wird das Verständnis der Kohäsion auf Halliday und Hasan (Cohesion in English, 1976) zurückgeführt, dann jedoch erweitert, um beispielsweise auch Beziehungen innerhalb eines Satzes oder konversationsanalytisch relevante Verbindungen wie diejenigen zwischen Frage und Antwort mit einzubeziehen. Die Rhetorik wird nach Aristoteles und wie auch neuzeitlich in der ?Neuen Rhetorik? (Perelman) als Anwendung sprachlicher Mittel in der Argumentation zum Zweck der Überzeugung verstanden. Durch die Verschmelzung dieser beiden Bereiche entsteht ein formales Kohäsionssystem, dessen Bestandteile nicht nur den Diskurs zusammenhalten, sondern ihm auch vermehrte Überzeugungskraft verleihen.
Im zweiten, empirisch ausgerichteten Teil behandelt die Autorin das rhetorische Kohäsionsmaterial in drei Bereichen: Das erste Kapitel ist der lexikalischen Kohäsion gewidmet und geht auf die Wiederholung, den Parallelismus, die Paraphrase und den Kontrast ein. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit dem Komplex der rhetorischen Frage, der, abgesehen von der selbstbeantworteten Frage, den Fragezusatz (?tag?) und die Echo-Frage beinhaltet. Im dritten Kapitel folgt die konjunktive und adverbiale Kohäsion mit den additiven, konsekutiven, gegenargumentativen und kausalen Beziehungen, sowie der antithetischen Struktur (?... no ... sino [que]?) und den modalisierenden Adjektiven.
Durch die Untersuchung dieser rhetorischen Kohäsionsmittel in der spontanen Unterhaltung gelingt es der Autorin, ihre Existenz als inhärente Bestandteile der natürlichen Sprache zu behaupten: ?Also schuf die Natur die Sprache, und die Beobachtung [der natürlichen Sprechweise] erzeugte die Redekunst? (Quintilian).

 
Uta Helfrich, Hildegard Klöden (Hrsg.)

pro lingua Band 30
Mediensprache in der Romania.
1998, VII + 296 S.
EU 20.00
ISBN: 3-926972-65-1
Den Medien und damit auch der Mediensprache kommt in der heutigen Gesellschaft erhöhte Aufmerksamkeit und wachsende Bedeutung zu. In diesem Band, der auf den Beiträgen der Teilsektion ?Mediensprache(n) in der Romania? des XXV. Deutschen Romanistentages in Jena 1997 mit dem Thema ?Zukunft der Romanistik - Romanistik der Zukunft? basiert, werden vielfältige Aspekte und Strategien dieses in sich hochdifferenzierten Varietätensystems ?Mediensprache? in bezug auf die romanischen Sprachen dokumentiert und analysiert.

Das zugrundegelegte Konzept von Mediensprache in Relation zu ihren Erscheinungsformen und Funktionen wird von Uta Helfrich einführend entwickelt und erläutert. Ernst Seibold gibt einen Überblick über Möglichkeiten und Grenzen von Layout und Textgestaltung bei der Produktion moderner Publikumszeitschriften. Der Beitrag von Margit Glück über Bild-Text-Relationen in Modedarstellungen konkretisiert deren Wirkung am Beispiel französischer Frauenzeitschriften. Das sprachliche Bildinventar einer speziellen pressesprachlichen Textsorte, Musikrezensionen in italienischen Tageszeitungen, betrachtet Marcello Mastracci. Agnes Denschlag stellt die Normen und Standards kommunikativen Handelns in Talk-Shows des italienischen Fernsehens dar. Gudrun Held analysiert Titel in italienischen Nachrichtenmagazinen als Verkörperung des Konzepts Infotainment, und Joaquín Garrido Medina beschäftigt sich mit der Adaption von Texten an die in verschiedenen Ländern (Spanien und USA) gültigen pressesprachlichen Diskursnormen.

Das Verhältnis von Presse und Sprachpflege in Spanien thematisiert Hannelore Gillich. Sprachliche und semiotische Strategien von Werbesprache und deren Wirkung im intermedialen sowie interkulturellen Vergleich stehen im Mittelpunkt der Beiträge von Christina Ossenkop, Stephen Hahn und Béatrice Dumiche. Marietta Calderón untersucht die identitätsstiftende Funktion von Mediensprache anhand einer in Israel erscheinenden französisch-sprachigen Tageszeitung. Charakteristika der französischen Pressesprache und ihr Verhältnis zu anderen Sprachvarietäten bilden das Thema der Artikel von Johannes Müller-Lancé (absolute Konstruktionen) und Hildegard Klöden (Tempussystem).

 
Dieter Kattenbusch (Hrsg.)

pro lingua Band 31
Studis romontschs.
Beiträge des Rätoromanischen Kolloquiums (Gießen / Rauischholzhausen, 21.-24. März 1996).
1999, IX + 215 S.
EU 20.00
ISBN: 3-926972-66-8
Im März 1996 trafen sich Rätoromanisten aus Deutschland, Österreich, Graubünden und der Ladinia auf Schloss Rauischholzhausen, der Tagungsstätte der Universität Gießen, zu einem rätoromanischen Kolloquium. Ziel des Veranstalters war es, wieder einmal Vertreter aller drei im traditionellen gartnerschen Sinne rätoromanischen Sprachgebiete an einen Tisch zu bekommen und so den wissenschaftlichen Gedankenaustausch neu zu beleben. Der vorliegende Band enthält diejenigen Beiträge, die sich mit bündnerromanischen Themen beschäftigen.

Die soziolinguistische Situation der Schweiz und besonders Graubündens wird von JEAN-JACQUES FURER unter Berücksichtigung der Daten der letzten Schweizer Volkszählung einer detaillierten Anaylse unterzogen. FRAUKE KRAAS stellt die Möglichkeiten der Anwendung Geographischer Informationssysteme (GIS) anhand der veränderten Sprachsituation des Rätoromanischen dar. Die Frage, ob Sprachwandel als Zeichen der Vitalität oder als Vorzeichen des Sprachwechsels zu interpretieren ist, wird von CLAU SOLÈR untersucht. Der Beitrag von MANFRED GROSS ist ein Plädoyer für das Rumantsch Grischun.

GEORGES DARMS setzt sich mit der Ortografia von Zaccaria Pallioppi (1857) auseinander. Einzelne linguistische Fragestellungen ds Surselvischen werden von PETER WUNDERLI (?Die Irrlehre vom Passiv im Surselvischen?), MATTHIAS GRÜNERT (?Umgestaltungen im Modus- und Tempussystem des Surselvischen?) RICARDA LIVER (?Der surselvische Konjunktiv auf -i?) und WOLFGANG DAHMEN (?Abtönung im Surselvischen?) thematisiert.

 
Stephen Hahn
pro lingua Band 32
Werbediskurs im interkulturellen Kontext. Semiotische Strategien bei der Adaption deutscher
und französischer Werbeanzeigen.
2000, IX + 249 S.
EU 22.00
ISBN: 3-926972-82-8
Die vorliegende Arbeit gewährt einen Einblick in eines der wohl facettenreichsten und äußerst kontrovers diskutierten Themen westlicher Volkswirtschaften: der Marktkommunikation oder, besser gesagt, der Werbung. Werbung ist heute eingebunden in unsere Alltagskultur; erst aus ihrer Verzahnung mit Markt und Wettbewerb, mit gesellschaftlichen Trends und Ereignissen, mit Träumen und Sehnsüchten, erhält sie ihren Sinn und ihre betriebswirtschaftliche Logik. Ferner wird Werbung durch die zunehmende Europäisierung unserer Märkte ein an Bedeutung zunehmender interkultureller Diskussionsgegenstand.

Bisherige Arbeiten aus dem Fachgebiet der Sprachwissenschaft beschäftigen sich bevorzugt mit sprachlichen oder bildlichen Besonderheiten des Werbediskurses. Die vorliegende Studie berücksichtigt beide Zeichenkomplexe, ihre Interaktion sowie mentalitätsbedingte Unterschiede der Werbekommunikate in Frankreich und Deutschland, und siedelt sich somit auf dem methodologischen Unterbau der Semiotik an, die jeden kulturellen Prozess als Kommunikationsvorgang betrachtet.

Nachdem zunächst ein ökonomischer Vergleich die volkswirtschaftliche Bedeutung von Werbung in Frankreich und Deutschland zu klären versucht, werden im darauf folgenden Kapitel einige wichtige Determinanten interkultureller Werbung erläutert. Anschließend werden Modelle zur Analyse von Text, Bild und Bild/Text-Relationen in Werbekommunikaten sowie von Kommunikationsstrategien vorgestellt. Diese Modelle bilden schließlich die Grundlage für den Hauptteil der Studie, die Analyse von über 20 französischen und deutschen Printanzeigen hinsichtlich kultureller Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

 
Barbara Schäfer-Prieß, Hildegard Klöden, Rolf Kailuweit (Hrsg.)

pro lingua Band 33
Grammatikalisierung in den iberoromanischen Sprachen.
2001, IX + 217 S.
EU 20.00
ISBN: 3-926972-85-9
Die Prozesse, die zur Herausbildung von grammatischen Formen führen, und die Mechanismen, die diesen Prozessen zugrunde liegen, sind in den letzten Jahren in der Linguistik auf großes Interesse gestoßen, und die romanischen Sprachen mit ihrer wohl einzigartigen Daten- und Forschungslage können hier einen besonderen Beitrag leisten. Gleichzeitig bietet sich für die Romanistik die Möglich-keit, zu einer Neubewertung typologischer und sprachhistorischer Zusammenhänge zu gelangen. Der vorliegende Sammelband enthält die zehn Beiträge der Sektion ?Grammatikalisierung in den ibero-romanischen Sprachen? des 12. Hispanistentages (Humboldt-Universität zu Berlin, 25.-28. März 1999).

In dem Beitrag von Martin Haase wird anhand spanischer Beispiele zu zeigen versucht, dass sich Lehmanns Grammatikalisierungsparameter auch auf ?Redewendungen und Muster? anwenden lassen, dass also grammatische Auffälligkeiten von Phraseologismen als Ergebnis von Grammatikalisierung betrachtet werden können. Bei Uli Reich wird ein Zusammenhang zwischen Grammatikalisierung und Klitisierung im brasilianischen Portugiesisch hergestellt, wobei als eine Motivation für Grammati-kalisierung die Diskursökonomie identifiziert wird. Hildegard Klöden zeigt, dass nicht alle Entwick-lungen im Bereich der Präpositionen universellen Tendenzen zugeordnet werden können, sondern dass es offenbar einen noch näher zu bestimmenden Spielraum für einzelsprachliche Sonderentwicklungen gibt. Rolf Kailuweit stellt die Frage, inwieweit die heterogene Beschreibung der spanischen Präpositionen als Lexeme, Relatoren oder Kasusmarker auf deren je nach Konstruktion unterschiedlichen Grammatika-lisierungsgrad zurückgeht.

In den weiteren Beiträgen geht es um die Grammatikalisierung verbaler Ausdrücke: Ulrich Detges erklärt am Beispiel des spanischen Perfekts den Wandel von einer konkreten zu einer interpersonalen Bedeutung als Resultat rhetorischer Strategien. Mit der Entstehung des portugiesischen pretérito perfeito composto befasst sich Lars-Georg Wigger, der die bisherigen Ergebnisse seiner Korpus-analyse zur Verwendung der beiden Verben ter und haver vorstellt. Valeriano Bellosta von Colbe beschreibt die verschiedenen Verbkonstruktionen zum Ausdruck des konativen Grammems und deren Grammatikalisierungspfade im Spanischen, Katalanischen, Portugiesischen und Galicischen. Bei Eva Martha Eckkrammer werden Grammatikalisierungsphänomene im Papiamentu der ABC-Inseln, insbesondere im Bereich Genus/Numerus und Tempus/Modus/Aspekt diskutiert. In den beiden Beiträ-gen zu den spanischen Modalverbkonstruktionen von Mercedes Perdigó und Barbara Schäfer-Prieß schließlich wird versucht, die jeweiligen Charakteristika von radikaler und epistemischer Bedeu-tung, vor allem hinsichtlich der Kombinierbarkeit mit bestimmten Verbklassen, zu bestimmen.

 
Alexandra von Nolcken
pro lingua Band 34
Einsprachige Mehrsprachigkeit: Sprachwissen und Sprachvariation in der Normandie
2002, XIII + 304 S.
EU 20.00
ISBN: 3-926972-68-2
Grundlage dieser Studie ist die Frage, ob in so genannten dialektleeren Räumen in Frankreich tatsächlich keine sprachliche Differenzierung möglich ist oder ob selbst schwach markierte français régionaux von den Sprechern als neue Dialekte aufgefasst werden. Das Untersuchungsgebiet in der Basse-Normandie ist aufgrund seiner Nähe zur französischen Hauptstadt durch einen weit fortgeschrittenen Konvergenzprozess gekennzeichnet. Die primären Dialekte werden hier in der Alltagssituation bereits seit mehreren Generationen nicht mehr verwendet. Einen zentralen Aspekt der Arbeit stellt die Analyse des sprachlichen und metasprachlichen Wissens der Sprecher dar. Sowohl die Untersuchung metasprachlicher Aussagen der Sprecher in der Normandie wie auch der Angaben von Informanten aus anderen Regionen Frankreichs bringen neue Erkenntnisse über Ausbreitungsräume, Selbst- und Fremdeinschätzung sowie die Identifikation mit der Herkunftsregion.

Es gelingt der Autorin im Rahmen eines neuen Ansatzes in der Variationslinguistik auf den drei Beschreibungsebenen Kompetenz der Variation, Pragmatik der Variation und Linguistik der Variation den Nachweis zu erbringen, dass der Konvergenzprozess in Richtung des dominanten Standards selbst dann nicht zur völligen Aufgabe von Dialektmerkmalen und damit auch nicht zum Existenzverlust eines sprachlich schwach markierten français régional führt, wenn der Standard wie in Frankreich mit starkem sprachpolitischem Druck durchgesetzt wird. Dies bedeutet, dass es trotz des Konvergenzdruckes nicht zur Entstehung dialektleerer Räume in Frankreich kommen kann. Die Bedeutung der français régionaux als sprachliche Abgrenzungsmechanismen für die Sprecher und damit auch als Träger einer gemeinschafts-stiftenden Identifikation mit der eigenen Region ist der wesentliche Faktor, der eine völlige sprachliche Konvergenz und Kongruenz mit dem präskriptiven Standard verhindert.

 
Roland Bauer, Hans Goebl (Hrsg.)

pro lingua Band 35
Parallela IX.
Text - Variation - Informatik
2002, XII + 446 S.
EU 30.00
ISBN: 3-926972-95-8
Vom 1. bis 4. November 2000 fand am Institut für Romanistik der Universität Salzburg das IX. Österreichisch-italienische Linguistentreffen statt, dessen thematisches Motto ?Text-Variation-Informatik? lautete. Die im vorliegenden Sammelband publizierten 26 Beiträge (davon 21 auf Italienisch und fünf auf Deutsch) basieren ausnahmslos auf den in Salzburg gehaltenen Vorträgen. Die innere Struktur des Bandes ist zweifach gegliedert: Der Textteil ist alphabetisch nach Autoren aufgebaut, während das thematisch strukturierte Inhaltsverzeichnis dem dreigliedrigen Tagungsmotto folgt.
In der umfangreichsten Sektion zur ?Variationslinguistik? finden sich die folgenden 13 Beiträge (wenn nicht anders angegeben, sind die Beiträge auf Italienisch verfasst): Luisa Amenta/Marina Castiglione, Palermo (Regionalitalienisch auf Sizilien), Donato Cerbasi, Salerno (Italienisch und Dialekte in regionalen Theatertraditionen um 1900), Mari D´Agostino, Palermo (Sprache, Raum und Perzeption), Vittorio Dell´Aquila, Vasa (Linguistische Daten und thematische Kartographie), Francesca M. Dovetto, Neapel (Wortstudie zur ?Tomate?), Sabine E. Koesters Gensini, Rom (Flexionsmorphologie im gesprochenen Deutsch; auf Deutsch), Julia Kuhn, Innsbruck (Toponyme aus St. Gallen/Schweiz; auf Deutsch), Fabio Montermini, Paris/Bologna (Wortbildung und soziolinguistische Variation), Nicola Munaro, Padua (Sprachvariation und theoretische Syntax), Sandra Rzehak, Graz/Wien (Graffiti in Turin), Johannes Schnitzer, Wien (Sprachvariation und Terminologie; auf Deutsch), Rossella Spina/Wolfgang U. Dressler, Wien (Italoromanische Verbalflexion), Margrit Wetter, Chieti/Pescara (Nationalstaatliche Varianten des Standarddeutschen; auf Deutsch).
Der zweite Abschnitt über ?Textlinguistik? umfasst die folgenden zehn Beiträge: Donella Antelmi/Francesca Santulli, Mailand (Texttypologie und Sprache der Politik), Stefania Biscetti/Wolfgang U. Dressler, Wien (Textfunktionen der Alterativa), Paul Danler, Innsbruck (Textgrammatik und Textsemantik), Monika Dannerer, Salzburg (Textanalyse innerbetrieblicher Besprechungen; auf Deutsch), Maurizio Dardano, Rom (Textualität in der ital. Poesie des 20. Jh.), Fiorenza Fischer, Wien (Textvariation und Wirtschaftssprache), Livio Gaeta/Davide Ricca, Turin (Textcorpora und morphologische Produktivität), Axel Heinemann, Salzburg (Der ?Körper? im Italienischen und Französischen), Arturo Larcati, Salzburg (Zur Ethik des Dialekts in der Lyrik der 90er Jahre), Laura Sergo, Saarbrücken/München (Das geschriebene Interview: Übersetzung oder Nachbildung?).
Der dritte Teil zur ?Computerlinguistik? schließlich enthält drei Beiträge: Manuel Barbera, Triest (Pronomina und Determinanten im Altitalienischen), Giuliana Fiorentino, Rom (Computer-Mediated Communication) und Antonio Zampolli, Pisa (Italienische Beiträge zur Entwicklung der Computerlinguistik).

 
Christiane Nord
pro lingua Band 36
Kommunikativ handeln auf Spanisch und Deutsch.
Ein übersetzungsorientierter funktionaler Sprach- und Stilvergleich.
2003, X + 459 S.
EU 29.00
ISBN: 3-926972-99-6
Nicht nur eine Fremdsprache, sondern auch die eigene Muttersprache lernen wir erst richtig kennen, wenn wir sie im Kontrast zu einer anderen sehen ? und vieles, was uns dabei auffällt, ist nicht ?der Sprache? als einem System von Regeln und als Repertoire von Ausdrucksmöglichkeiten an sich eigen, sondern das Ergebnis einer durch kulturspezifische Traditionen und Wertvorstellungen geprägten Entwicklung. Jedes Handeln ? und damit auch jede Kommunikation als Kombination aus sprachlichem und nichtsprachlichem Handeln ? wird wesentlich durch Konventionen bestimmt. Konventionen sind historisch gewachsen, veränderlich, meist nicht kodifiziert und nicht verbindlich. Sie werden im Laufe der Sozialisation durch Nachahmung erlernt und sind daher kulturspezifisch ? und in diesem Falle decken sich Sprach- und Kulturräume nicht, wie an Verhaltensunterschieden zwischen Angehörigen verschiedener spanischsprachiger oder deutschsprachiger Länder oder Regionen leicht erkennbar ist (man denke nur an die Begrüßung). Die Befolgung von Konventionen macht Verhalten vorhersehbar, ihre Missachtung kann aber zu Irritationen zwischen Kommunikationspartnern oder gar zum Kommunikationsabbruch führen. Daher ist beim Übersetzen und Dolmetschen nicht nur die Kenntnis grammatischer und lexikalischer Regeln, sondern auch die Beherrschung sprachlicher und nichtsprachlicher Verhaltenskonventionen unabdingbar.

Anhand eines Korpus aus authentischen spanischen und deutschen Texten vergleichbarer Textsorten (Paralleltexten), deren Auswahl sich an der Praxis des professionellen Übersetzens orientiert, wird im vorliegenden Buch ?Sprachwirklichkeit? analysiert. Als Vergleichsgrund dient die kommunikative Funktion einer Äußerung. Wir fragen also z.B.: Welche sprachlichen Formen werden im Spanischen bzw. im Deutschen bevorzugt, wenn jemand etwas erzählen, berichten, beschreiben oder schildern will, oder wenn Gegenstände klassifiziert werden sollen? Wie unterscheiden sich die Konventionen spanischer und deutscher Beurteilungen, Aufforderungen oder Überredungsäußerungen? Wie stellt man sich einer Person vor? Das Ergebnis ist eine kontrastive Stilistik, in der auch die klassischen Probleme aller Spanischlernenden aus funktionaler Perspektive neu betrachtet werden, wie z.B. der Gebrauch von ser und estar und des Artikels, Tempus und Aspekt, die Stellung des Adjektivs, Indikativ und Konjunktiv oder der Unterschied zwischen explikativen und spezifizierenden Relativsätzen.

 
Mirko Minucci
pro lingua Band 37
Automobilwerbung in Italien und Deutschland.
Eine kontrastive, synchrone und diachrone Betrachtung
von Plakaten und Printanzeigen
im interkulturellen und interdisziplinären Kontext
2008, XII + 490 S.
EU 49.00
ISBN: 3-936496-25-3
Es besteht kein Zweifel daran, dass Automobile mehr als nur geformtes Blech, gepresstes Glas oder gegerbtes Leder sind. Seit ihrer Erfindung fesseln und begeistern sie die Menschen in Italien und Deutschland. Gleichzeitig können beide Länder als Wiege der automobilen Kultur in Europa betrachtet werden, deren Faszinationskraft sich in der für sie seit jeher bedeutendsten Plattform widerspiegelt: der Automobilwerbung.

Sie ist das Spiegelbild von Technologie, Gesellschaft und Zeitgeist. Die kontrastive Be-trachtung von Anzeigenwerbung im Ländergespann Italien ? Deutschland stellt das Produkt Automobil im Kultur- und Zeitkontext der letzten 125 Jahre dar. Die synchrone und diachrone Betrachtung vieler als verloren geglaubter Anzeigenmotive zeichnet ein Spiegelbild zweier traditionsreicher automobiler Kulturen und ihre kontrastive Reflexion soll dabei einen Beitrag zum Kulturverständnis zwischen den beiden Ländern leisten.

Dieser Arbeit liegt ein interdisziplinärer Ansatz zu Grunde, der die Geschichts- und Gesellschaftswissenschaft, die Wirtschaftswissenschaft, die Sprachwissenschaft und die Semiotik beteiligt. Der empirische Teil besteht dabei aus der diachronen und synchronen Betrachtung von Plakaten und Printanzeigen italienischer und deutscher Automobilwerbung des ausgehenden 19., des gesamten 20. und des beginnenden 21. Jahrhunderts im interdisziplinären und interkulturellen Kontext. Den Leser erwartet somit eine Zeitreise, die den Menschheitstraum der Mobilität und den jeweiligen politischen, ökonomischen und kulturellen Zeitgeist am Beispiel des Automobils in Italien und Deutschland widerspiegelt.

Zu guter Letzt wird auch auf die Kernfrage dieser Abhandlung, nämlich inwieweit sich die jeweiligen Kampagnen in Italien und Deutschland unterscheiden und ob und seit wann sie eine Standardisierung erfahren, eingegangen.

 
Peter Frantzen
pro lingua Band 38
Die strategische Sprachwahl.
Sprachwechsel unter bilingualen Puertoricanern in Denver/Colorado.
2004, XIII + 296 S.
EU 22.00
ISBN: 3-936496-00-0
Die Beschäftigung mit ?Sprachwechsel? oder ?Code-Switching? ist aktueller denn je. Die Globalisierung sorgt jeden Tag ein Stückchen mehr dafür, dass Menschen zusammenkommen ? und miteinander kommunizieren. Nicht selten wird dabei strategisch vorgegangen, da die Sprecherin oder der Sprecher eigene Motive verfolgt. Anhand einer Untersuchung des strategischen Kommunikationsverhaltens bilingualer Puertoricaner in Denver/Colorado wird in dem vorliegenden Band das weite Feld der Sprachwahl in neuer Form abgesteckt.

Dabei geht es primär um die sprachliche Situation von Puertoricanern in Denver/Colorado und um den aktuellen Stand der zweiten Sprache in den USA. Gleichzeitig wird die gesellschaftliche Situation der seit einigen Jahren größten US-Bevölkerungsgruppe nach den Weißen dargestellt, sowohl auf dem Gebiet der USA als auch in Puerto Rico. Dadurch entsteht ? zusammen mit einer Übersicht über die gängigen Methoden der Sprachkontaktforschung ? ein Fundament für die Untersuchung des Sprachverhaltens von 20 bilingualen Puertoricanern. Dabei werden durch einen Methodenmix (Fragebogen-gestützte offene Interviews, teilnehmende Beobachtung, storytelling) die relevanten Strategeme für Sprachwechsel herausgearbeitet.

Ausgehend von diesen Ergebnissen wird abschließend eine Theorie der strategischen Sprachwahl formuliert. Die Theorie beschränkt sich nicht auf die Situation Bilingualer, sondern ist universell einzusetzen: Der Bilinguale verfügt über eine weitere Dimension, eine weitere Sprache, der Monolinguale kann sich aber bereits bei einer Vielzahl von Ausdrucksformen, Dialekten, Soziolekten, Jargons etc. strategisch bedienen. Zwei Faktoren und zwei Rahmen sorgen für strategische Sprachwahl ? ein reduzierter und gleichzeitig effizienter Ansatz.

 
Nadiane Kreipl
pro lingua Band 39
Der Ausdruck von Sinnrelationen
in der französischen Gegenwartssprache.
Eine Untersuchung am Beispiel
der Wirtschafts- und Literatursprache.
2004, XII + 354 S.
EU 26.00
ISBN: 3-936496-01-7
Existieren Besonderheiten im Bereich der Ausdrucksarten von Sinnrelationen (Kausalität, Konsekution, Konzession etc.) in fachsprachlichen Texten? Führt der Nominalstil fachsprachlicher Texte dazu, dass Relationsverben die bevorzugte Konnektorenart sind, da sie Aussagen in nominalisierter Form verknüpfen können?

Um diese Annahmen zu überprüfen, wurden in wirtschaftswissenschaftlichen Fachaufsätzen und in Romanausschnitten Frequenzanalysen durchgeführt. Zur Nachvollzieh- und Nachahmbarkeit der Analyse werden im Buch zunächst die Untersuchungsvariablen (Konnektorenarten und Sinnrelationen) beschrieben. Die im Rahmen einer Frequenzanalyse notwendige Abgrenzung der Sinnrelationen erfolgt durch die semantische Bestimmung auf der Grundlage der traditionellen Grammatik, prototypische Beispielsätze und typische Konnektoren, die sich für Substitutionstests eignen. Dann werden in einer Gesamtschau über 300 französische Konnektoren vorgestellt. Hierbei wird deutlich, dass insbesondere die Ergebnisse der Analyse des fachsprachlichen Korpus einen Beitrag zu bisherigen Beschreibungen liefern können: So verdrängt zum Beispiel die Konjunktion lorsque die Konjunktion quand in fachsprachlichen Texten. Weiter findet sich lorsque nicht wie erwartet in temporalen, sondern vorrangig in regelhaft-konditionalen Kontexten.

Besondere Aufmerksamkeit wird dem relationsverbalen Ausdruck von Sinnrelationen gewidmet: Funktionsweise und Typologie, Modalisierungsmöglichkeiten und syntaktische Flexibilität sowie der tatsächliche Beitrag zum Nominalstil werden hierbei betrachtet. Die Frequenzauswertung zeigt, dass Relationsverben zwar häufig in fachsprachlichen Texten vorkommen und diese im Vergleich zu literarischen Texten charakterisieren, aber in beiden Sprachvarietäten bleibt die konjunktionale Verknüpfung von Sinnrelationen die dominierende Ausdrucksart. Charakteristisch für fachsprachliche Texte ist weniger die Verwendung einer einzigen, sondern die Kombination verschiedener Ausdrucksarten von Sinnrelationen, da dies mehrere sinnrelationale Verknüpfungen in einem einzigen Satz ermöglicht.

 
Béatrice Dumiche, Hildegard Klöden (Hrsg.)

pro lingua Band 40
Werbung und Werbesprache.
Eine Analyse im interdisziplinären Kontext.
2008, IX + 339 S.
EU 29.00
ISBN: 3-936496-05-5
nhaltsverzeichnis


Vorwort VII

ERIKA SPIEß
Psychologische Aspekte der Werbung 1

STEPHEN HAHN
Markenführung in Theorie und Praxis 13

EVANGELINA GARCÍA MARTÍN
Aplicaciones didácticas de la publicidad 23

NADIANE KREIPL
Die Jugendlichen im Visier:
Jugendsprachlich geprägte Werbetexte und
weitere Verfahren der Adressatenorientierung
in französischen Anzeigenwerbungen 41

HILKE ELSEN
Englische Elemente in der Kosmetikwerbung.
Deutsche und französische Anzeigen im Vergleich 87

ELKE RONNEBERGER-SIBOLD
Markennamen als (Zerr-)Spiegel gesellschaftlichen Werte-
wandels in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts 123

SIGRID MUSELMANN
Markennamen als Bestandteil der Werbung am
Beispiel italienischer Lebensmittelmarken 169

KERSTIN NEFF
Spanienbilder. Kultur und Klischees in der
deutsch-spanischen Werbung 187

MIRKO MINUCCI
Automobilwerbung in Italien 213

BÉATRICE DUMICHE
Wahlkampagnen – Werbekampagnen.
Die Verführung des Nihilismus und ihre Parodie 255

HILDEGARD KLÖDEN
Sprache der Werbung – Sprache der Lyrik.
Ein Vergleich auf der Basis des Französischen 287

ANNETTE LÜHKEN/OTTO WINKELMANN
Französische Automobilwerbung.
Internetseiten und Print-Anzeigen im Vergleich 299

 
Antje Zilg
pro lingua Band 41
Markennamen im italienischen Lebensmittelmarkt.
2006, X + 261 S.
EU 22.00
ISBN: 3-936496-12-3
Markennamen sind ein wichtiger Bestandteil unserer alltäglichen Sprachumgebung. Sie begegnen in der Presse-, Rundfunk- und Fernsehwerbung ebenso wie auf Plakatwänden, beim täglichen Einkauf und im eigenen Haushalt. In der heutigen Zeit der Globalisierung der Märkte, des wachsenden internationalen Konkurrenzdruckes sowie der durch Reizüberflutung geprägten Konsumgesellschaft ist der richtige Name einer Marke als dessen kognitiver Anker zum strategischen Erfolgsfaktor geworden.

Das Feld der Markennamen stellt einen Sprachbereich mit eigenen Gesetzen und sprachschöpferischen Impulsen dar. In diesem Buch werden die Bildungsprinzipien und ?tendenzen anhand von 950 Markennamen beschrieben, die in einer Feldforschung in italienischen Lebensmittelmärkten zusammengetragen worden sind. Der ausgeprägte Praxisbezug, die sprachliche Kreativität sowie die ludischen Aspekte italienischer Markennamenbildung kennzeichnen den Untersuchungsgegenstand in besonderem Maße.

Ausgangspunkt ist zunächst die Klärung des Markenbegriffs aus betriebswirtschaftlicher, juristischer und linguistischer Perspektive. An diese theoretischen Grundlagen schließt sich die linguistische Analyse der Markennamen an. Einer induktiven Vorgehensweise folgend, werden die einzelnen Bildungstechniken theoretisch erläutert und an charakteristischen Beispielen veranschaulicht. Im Vordergrund stehen graphische, lautliche, morphologische, semantische, lexikalische und rhetorische Fragestellungen. Auch kulturelle Aspekte werden berücksichtigt. Das Ergebnis stellt eine Typologie der Markennamen dar, die Bildungsmodelle für die Kreation zukünftiger Namen enthält.

Es wird deutlich, welche weiterführenden Ergebnisse erzielt werden können, wenn Aspekte der Angewandten Linguistik in einem interdisziplinären Rahmen behandelt werden. Dies gilt insbesondere für die praktische Verwertbarkeit. So stellen deskriptiv-synchronische Studien wie diese speziell für Namensentwickler eine nützliche Arbeitsgrundlage dar.

 
Christina Huber
pro lingua Band 42
Die Satzsegmentierung in der französischen Pressesprache der Gegenwart.
2007, XI + 474 S.
EU 49.00
ISBN: 3-936496-13-0
Das geschriebene und das gesprochene Französisch weichen in syntaktischer Hinsicht häufig voneinander ab. So wird beispielsweise die Satzsegmentierung, d.h. die Herauslösung eines Satzgliedes aus der regelmäßigen Satzstruktur und seine Versetzung nach links oder rechts, in der Fachliteratur zumeist ausschließlich als Merkmal des gesprochenen Französisch eingestuft. Anhand eines umfangreichen Korpus mit rund 1.500 segmentierten Sätzen, die die Autorin aus 14 französischen Zeitungen und Zeitschriften exzerpiert hat, zeigt Christina Huber in ihrer Dissertation, dass die Satzsegmentierung auch im geschriebenen Französisch regelmäßig auftritt. Dabei stellt sie fest, dass die Linkssegmentierung des ersten Aktanten in der französischen Pressesprache der Gegenwart von allen drei Segmentierungsarten am häufigsten auftritt.

 
Miren Ramírez Antía
pro lingua Band 43
Texttransfer im Vergleich.
Strukturelle und translatorische Aspekte bei den spanischen Fassungen
von Wilhelm Buschs Max und Moritz.
2010, IX + 307 S.
EU 39.00
ISBN: 3-936496-27-7
Die von Wilhelm Busch 1865 verfasste gereimte Bildergeschichte von Max und Moritz zählt auch heute noch zu den bekanntesten deutschsprachigen Kinderbüchern. Das Buch wurde in mehr als 50 Sprachen übersetzt und stellte seine Übersetzer wegen seiner zeitlichen, kulturellen und dialektalen Spezifika vor besondere Probleme. Nicht nur der Reim, sondern auch der Sprachwitz des Autors waren eine große Herausforderung für die Übersetzung. Miren Ramírez Antía vergleicht in ihrer übersetzungskritischen Dissertation die translatorische Qualität von sieben verschiedenen Übersetzungen von Max und Moritz ins Spanische. Sie untersucht inhaltliche, sprachlich-stilistische, formal-ästhetische und pragmatische Charakteristika von Ausgangs- und Zieltext und gelangt zu einer ausgewogenen Bewertung der spanischen Versionen.

 
Livia Gaudino-Fallegger
pro lingua Band 44
Hypotaktische Konstrukte im gesprochenen Spanisch.
Theorie und Empirie.
2010, XIV + 504 S.
EU 49.00
ISBN: 3-936496-28-4
In dieser Arbeit werden die finite Hypotaxe und ihre Verwendung im gesprochenen Spanisch untersucht. Sie setzt sich mit der weit verbreiteten Annahme auseinander, Sprechsprache sei prinzipiell parataktisch geprägt, und zeigt, dass dies eine zu weitgehende Vereinfachung der Sprachverhältnisse darstellt. Der erste Teil der Arbeit ist der Theorie gewidmet. Hier werden die herkömmlichen semanto-syntaktischen Modelle zur Interpretation des komplexen Satzes kritisch aufgearbeitet und weiterentwickelt. Der zweite Teil ist empirisch ausgerichtet. Ausgehend vom Corpus de Referencia de la Lengua Española Contemporánea: Corpus Oral Peninsular werden die Distributions- und Frequenzwerte der analysierten Konstrukte vorgestellt und anhand des entwickelten theoretischen Rasters systematisch interpretiert und klassifiziert. Die durch porque, como, para que und aunque eingeleiteten Konstrukte werden sowohl quantitativ als auch distributionell eingehend beschrieben. Así que, de forma que, mientras (que), a pesar de que, puesto que, ya que werden mit wenigen Ausnahmen (puesto que, ya que und mientras que) nur auf ihre Frequenz hin untersucht.

Hypotaktische Konstrukte oder Klauseln sind finite Prädikate, die durch Konjunktionen des Typs Xque eingeleitet werden (para que compre el pan). Sie sind satzmoduslos, so dass sie trotz Prädikation nicht von sich aus Träger eines Wahrheitsgehaltes sein können. Deswegen brauchen sie einen Matrixsatz als Stütze. Sie sind abgesehen von sporadischen Ausnahmen immer Adjunkte und können syntaktisch mehr oder weniger stark in ihren Matrixsatz integriert sein, was sich semantisch dadurch auswirkt, dass sie jeweils als Modifikatoren der Proposition, der Äußerung oder des Äußerungsaktes dienen können. Die empirische Untersuchung zeigt, dass das Frequenz- und Distributionsverhalten der einzelnen Konstrukte mit der Integrationsstärke der Klausel im Matrixsatz korreliert, so dass in nähesprachlichen Varietäten - also etwa in der dialogischen Direktsprache ? besonders Klauselarten vertreten sind, die Äußerungsakte und Illokutionen als externe Relate aufweisen.

Aus der Untersuchung geht hervor, dass hypotaktische Konstrukte sowohl in schriftlich als auch in mündlich konzipierten Diskursen vorzufinden sind; unterschiedlich ist nur die Beanspruchung des Verknüpfungsspektrums, das jede einzelne Form prägt.

 
Sigrid Muselmann
pro lingua Band 45
Lebensmittelmarken in Italien.
Eine sprachwissenschaftliche Untersuchung unter Berücksichtigung wirtschaftspsychologischer Aspekte.
2010, IX + 368 S.
EU 39.00
ISBN: 3-936496-30-7
Lebensmittel sind alltägliche Produkte, mit denen wir - ebenso wie mit ihren Markennamen - ständig konfrontiert sind. Sie sind im Allgemeinen keine Luxusartikel und wurden somit von der Sprachwissenschaft und der Markennamenforschung lange Zeit wenig beachtet. Für das Marketing von Produkten erfüllen ihre Namen jedoch vielfältige Funktionen. Sie sind ein zentrales Element der Kommunikation in einem Marktsegment, das Verbraucher aller sozialen Schichten ansprechen soll, und sie spielen als Träger der Werbebotschaft eine entscheidende Rolle. Als komprimierte Information ermöglichen sie die Kommunikation über das Produkt und dienen als gehaltvolle Speichereinheit. Durch ihre formale Gestaltung, aber auch durch ihre Semantik, können sie einer der Einflussfaktoren bei Kaufentscheidungen sein.

Die Analyse vieler Untersuchungen konzentriert sich auf die Untersuchung der Codierungsstrategien bei der Markennamenbildung. Kaum untersucht wurde bisher die Wirkung von Markennamen und die Verarbeitung der in ihnen enthaltenen Informationen durch die Kunden. Um beurteilen zu können, ob die Mitteilungsabsicht des Senders den Rezipienten auch erreicht, scheint es dringend erforderlich, die tatsächliche bzw. mögliche Rezeption der Markennamen durch die Konsumenten näher zu betrachten.

Zur Analyse ihrer Wirkung auf die Rezipienten ist deshalb eine interdisziplinäre Untersuchung, die sich auf Erkenntnisse der kognitiven Psychologie, Wirtschaftspsychologie und Soziologie stützt, Grundlage dieser Arbeit. Markennamen werden hier nicht nur formal betrachtet, sondern unter dem pragmatischen Aspekt ihres Gebrauchs und ihrer Wirkung im Rahmen der Marktkommunikation. Dafür wird ein Korpus an Markennamen des norditalienischen Lebensmittelmarktes auf seine wirkungsvollen formalen und semantischen Merkmale hin untersucht, und die Kohärenz der Namen im Kontext (Typographie, Farben, Logo, Bilder) analysiert. Im Blickpunkt steht dabei auch der kulturelle Einfluss, der einerseits die Rezeption betrifft und sich andererseits in den Markennamen spiegelt. Eine Befragung von Konsumenten stellt schließlich die tatsächliche Wirkung einer möglichen Wirkung gegenüber.

 
Annette Lühken
pro lingua Band 46
Französische Automobilwerbung im Internet.
Exemplarische Analysen der Modellpräsentationen von Peugeot, Renault und Citroën.
2010, XI + 307 S., 35 Farbs.
EU 39.00
ISBN: 3-936496-33-8
Annette Lühken untersucht in ihrer Dissertation die Internetauftritte der drei französischen Automobilhersteller Peugeot, Renault und Citroën unter linguistischen und semiotischen Gesichtspunkten und vergleicht sie miteinander. Zu Beginn der Arbeit stellt die Autorin dar, welche Möglichkeiten das Internet den Werbetreibenden und den Konsumenten bietet und welche Mittel der Aufmerksamkeitsgewinnung genutzt werden. Im Hauptteil ihrer Doktorarbeit untersucht sie, wie die Präsentationen ausgewählter Fahrzeugtypen aufgebaut sind und welche sprachlichen Charakteristika die Begleittexte aufweisen. Ferner prüft sie, welche Strategien auf den Internetseiten umgesetzt werden und welche Kundenbedürfnisse angesprochen werden. Die Materialgrundlage der Dissertation bilden die drei Firmenhomepages von Peugeot, Renault und Citroën, sechs modellspezifische Startseiten sowie 28 modellspezifische Unterseiten, auf denen jeweils zwei Fahrzeugtypen, Kleinwagen und Wagen der oberen Mittelklasse, der drei französischen Automobilhersteller beworben werden. Es gelingt der Autorin in überzeugender Weise sprachliche und visuelle Charakteristika der Webseits der französischen Automobilhersteller herauszuarbeiten.

 
Karl Riedel
pro lingua Band 47
Die Vitalität des Okzitanischen an der französisch-okzitanischen Sprachgrenze am Beispiel von Nyons.
Frühjahr 2013, IX + 229 S.
EU 39.00
ISBN: 3-936496-38-3

 
Christina Ossenkop
pro lingua Band 48
Spanisch-portugiesischer Sprachkontakt in der Extremadura
am Beispiel der Gemeinden Cedillo, Valencia de Alcántara
und La Codosera.
2013, XVI + 630 S.
EU 59.00
ISBN: 3-936496-41-3
Sprachkontaktforschung ist ein aus linguistischer Sicht hoch aktuelles Thema, das sich insbesondere durch interdisziplinäre Ansätze und Methodenvielfalt auszeichnet. Vor allem in Grenzgebieten sind Sprachkontaktsituationen häufig sehr komplex, so auch im vorliegenden Fall der drei Gemeinden Cedillo, Valencia de Alcántara und La Codosera, einer bis dato kaum erforschten Sprachkontaktzone in der Extremadura, die sich vom linken Ufer des Tajo über etwa 60 km nach Süden erstreckt und dabei an die portugiesischen Distrikte Castelo Branco und Portalegre grenzt. In diesen drei Gemeinden stehen dialektale Varietäten des Portugiesischen in Kontakt zu dialektalen Varietäten des Spanischen, aber auch zur spanischen und portugiesischen Standardsprache, wobei der Einfluss der spanischen Varietäten, bedingt u.a. durch Faktoren wie Schulbildung, Mobilität, Migration und Massenmedien, stetig zunimmt.

Die vorliegende Studie basiert auf der Hypothese, dass die Entwicklung der Sprachkontaktsituation im Grenzgebiet zwischen Cedillo und La Codosera maßgeblich durch das Zusam¬menwirken von Spracheinstellungen und kontaktsprachlichen Merkmalsausprägungen deter¬miniert wird, die ihrerseits von sozialen Parametern abhängen. Dementsprechend wurde zu¬nächst ein Bevölkerungsprofil des Untersuchungsgebiets erarbeitet, auf dessen Basis anschließend eine Stichprobe von insgesamt 102 Informantinnen und Informanten erstellt wur¬de. Die Untersuchung erfolgte mit Hilfe von Leitfadeninterviews, die im Anschluss sowohl nach soziolinguistischen Gesichtspunkten als auch im Hinblick auf kontaktsprachliche Merkmalsausprägungen überwiegend qualitativ, z.T. auch quantitativ ausgewertet wurden.

Die Untersuchung verfolgt das Ziel, die vermutete Wechselwirkung von Spracheinstellungen und kontaktsprachlichen Merkmalsausprägungen im Untersuchungsgebiet aufzuzeigen und ihre Auswirkungen auf den Erhalt des Portugiesischen in diesem Gebiet zu analysieren. Als ein wichtiges Ergebnis ist dabei festzuhalten, dass die ursprüngliche Diglossiesituation mit domänenspezifischer Sprachenwahl zugunsten differenzierter kommunikativer Strategien auf¬gegeben wurde, dass insbesondere in Abhängigkeit von Alter und Wohnort der Probanden jedoch ein Rückgang der Portugiesischkompetenz und eine Tendenz hin zu einem hispanophonen Monolinguismus erkennbar ist.

 
Antje Lobin
pro lingua Band 49
Moderation und Gesprächssteuerung für ein lokales Publikum:
Sprachliche Strategien im Genfer Lokalfernsehen Léman Bleu .
2015, XII + 395 S.
EU 49.00
ISBN: 3-936496-44-4
Im Zuge einer zunehmenden Individualisierung der Gesellschaft und der hiermit einhergehenden Individualisierung der Kommunikation werden mediale Angebote zusehends auf kleinere Rezipientenkreise zugeschnitten. In diesem Kontext wurde 1995 in Genf das Lokalfernsehen Léman Bleu Télévision gegründet, das sich an die Bewohner der (Genfer) Region richtet und in dessen Programmgestaltung die Vermittlung der so genannten notion de citoyenneté einen zentralen Wert darstellt.

Anhand von Detailanalysen von Mediengesprächen wird in dieser Studie aufgezeigt, auf welche sprachlichen Mittel und gesprächsstrategischen Züge Moderatoren zurückgreifen, wenn es gilt, ein lokales Publikum zu adressieren, für das verschiedene Ebenen der Zugehörigkeit gelten (Gemeinde, Kanton, Sprachgemeinschaft, Bund). Das kommunikative Verhalten der Moderatoren umfasst die lokal perspektivierte Adressierung des Publikums und von Sendungsgästen, die Etablierung des Ortsbezugs im Gespräch und die Sicherung der Wissensbasis für die lokale Zielgruppe. Über die (Selbst-)Verortung der Moderatoren auf den Ebenen der Zugehörigkeit sowie die Artikulation geteilter Wissensbestände, Erinnerungen und Bewertungen im Gespräch wird ferner eine Vergemeinschaftung mit dem Publikum als dem intendierten Adressaten zum Ausdruck gebracht. Vergemeinschaftung bzw. Abgrenzung nach außen erfolgen auch über die Sprachwahl des français régional und des (Schweizer-) Deutschen. Der Zielsetzung folgend, die citoyenneté zu fördern, wird das Publikum schließlich zur Partizipation innerhalb und außerhalb der Kommunikationssituation aufgefordert.

Die Analyse des Gesprächsverhaltens der Moderatoren mit Blick auf die raumbezogene Identität des lokalen Fernsehpublikums versteht sich als Fallstudie, in der es darum geht, sprachliche Strategien auf Produzentenseite und damit Wirkungspotenziale hermeneutisch zu ermitteln. Die Untersuchung basiert auf einem 15-stündigen Korpus, das aus sämtlichen transkribierten Ausgaben der Sendungen Genève à Chaud (politische Debatte) und Y a le feu au lac (Talk-Show) besteht, die zwischen dem 1. Februar und dem 7. März 2010, Datum von Volksabstimmungen auf Kantons- und Bundesebene, ausgestrahlt wurden. In der vorliegenden Arbeit wird primär eine sprachwissenschaftliche Perspektive eingenommen, allerdings werden auch Erkenntnisse historischer und soziokultureller Forschungen sowie Erkenntnisse der Sozialpsychologie mit einbezogen.

 
Antje Lobin, Holger Wochele (Hrsg.)

pro lingua Band 50
Das Französische im wirtschaftlichen Kontext
2016, VI + 186 S.
EU 49.00
ISBN: 3-936496-46-8
Die in diesem Sammelband veröffentlichten Beiträge basieren auf Vorträgen, die auf dem IX. Frankoromanistentag 2014 in Münster / Westfalen in der Sektion „Das Französische im wirtschaftlichen Kontext“ gehalten wurden.
Auf einen einführenden Beitrag (WINKELMANN), der ausgehend von der Prägung des Begriffs „Wirtschaftslinguistik“ einen Überblick über wirtschaftslinguistische Problem¬stellungen sowie einen neuen methodischen Ansatz zur Erforschung der „Sprache des wirtschaftlichen Verkehrs“ bietet, folgen zunächst zwei Beiträge zur kontrastiven Werbekommunikation: im Mittelpunkt des einen steht die Printwerbung für freiverkäufliche Arzneimittel in deutsch-französischer Perspektive (MORETTI/WEBER), im Zentrum des anderen stehen Werbeanzeigen von Ikea und Coca-Cola in Frankreich und Spanien (HENNEMANN/ SCHLAAK). Der anschließende Beitrag (FLEURY-WULLSCHLEGER) beleuchtet die Verwendung von Markennamen in der Literatur. Hier werden die Funktionen von Marken (und Werbesprüchen) in Frédéric Beigbeders Roman 99 francs und deren Übertragbarkeit in andere Kulturräume betrachtet. Der fünfte Beitrag dieses Bandes (KUHN) fokussiert die Ergonymie im Kontext einer pluriethnischen Kundschaft. Die Benennungsmotive ausgewählter Kosmetikprodukte werden in einen sozioökonomischen Kontext gestellt und deren Adäquatheit diskursanalytisch evaluiert.
Der sechste Beitrag (KUNKEL) hat die Kundenkommunikation zum Thema. Es werden Kundenbeschwerden auf französischen und deutschen Facebook-Fanseiten in den Blick genommen und für die Geschäftskommunikation typische facework-Strategien ermittelt. Auf die interne Unternehmenskommunikation gerichtet ist der siebte Beitrag (LESK), in dem der Frage nachgegangen wird, wie in personalwirtschaftlicher Hinsicht eine systematische Sprachenpolitik in Organisationen aussehen müsste, die Mehrsprachigkeit fördert. Die Entwicklung der Grußformeln in der französischen Handelskorrespondenz ist Gegenstand des achten Beitrags (MEISNITZER).
Die letzten drei Beiträge situieren sich im Bereich der Terminologie und Fachlexik. Ein Beitrag (ECKKRAMMER) widmet sich der Frage, inwieweit terminologische Vorschläge der Commission générale de terminologie et de néologie in schriftlichen französischen Texten Akzeptanz finden. In einem weiteren Beitrag (GÖKE) werden Metaphern und Metonymien untersucht, die in französischen Wirtschaftsmagazinen im Zusammenhang mit der Wirtschafts- und Finanzkrise ab 2008 verwendet werden. Der letzte Beitrag dieses Bandes (SEIDLER-LUNZER) hat schließlich die sinnvolle Nutzung lexikalischer Ressourcen im fachsprachlichen Französischunterricht zum Gegenstand. In diesem Beitrag wird ein Leitfaden zur Wörterbuchbenutzung vorgestellt, der am Institut für Romanische Sprachen der Wirtschaftsuniversität Wien mit dem Ziel der Lernerautonomie erarbeitet wurde.

 
Einzelstudien
Maria Iliescu, Dan Slusanski (Hrsg.)

Du latin aux langues romanes.
Choix de textes traduits et commentés
(du IIe siècle avant J.C. jusqu?au Xe siècle après J.C.)
1991, XIX + 301 S.
EU 21.00
ISBN: 3-926972-22-4
Le latin vulgaire et l´évolution des langues romanes sont des réalités autrement difficiles à comprendre et à étudier si l´on ne tient constamment compte de la réalité des textes.

Ce livre est une anthologie rassemblée d´après le principe in gutta Oceanum, et contient des passages puisés dans 50 sources très diverses: on y trouvera des passages tirés des ouvrages des grammairiens, des auteurs classiques (comme Plaute, Cicéron, Pétrone ou Apulée), des textes et des auteurs chrétiens (comme la Vetus latina et la Vulgate, st. Benoît, Isidore de Séville), des techniciens (comme Apicius, Dioscoride, Palladius), des sources historiques et juridiques (Grégoire de Tours, Iordanès, ?Frédégaire?, La loi de Rothari, le Capitulaire de Villis), des itinéraires (comme Le pèlerinage d´Egérie ou l´Itinéraire d´Antonin de Plaisance) et last but not least, des différentes inscriptions. Chaque texte est accompagné de notes (surtout linguistiques mais aussi philologiques et historiques), d´une traduction aussi fidèle que possible et, le cas échéant, d´un appareil critique. Tous les chapitres sont pourvus d´une introduction.

Ces exempla aideront sûrement les romanistes à aborder d´une façon concrète - et plus d´une fois amusante - les traits essentiels de l´évolution du latin vers les langues romanes et offrent aux philologues classiques la possibilité non seulement de pouvoir suivre l´évolution du latin, mais aussi d´exemplifier maints aspects diatopiques, diastatiques et diaphasiques. Les auteurs espèrent que le choix du français comme métalangue rendra le livre internationalement accessible.

 
Gottfried Egert
Die sprachliche Stellung des Katalanischen auf Grund
seiner Lautentwicklung. Mit Berücksichtigung des
Altlanguedokischen, Aragonesischen, Gaskognischen
und Spanischen.
Mannheimer Studien zur Linguistik
Band 6, 1985, 204 S.
EU 19.00
ISBN: 3-926972-01-9
In den letzten Jahren hat Katalonien immer mehr an Eigenständigkeit gewonnen, und auch in Deutschland stößt die katalanische Sprache und Literatur auf ein ständig wachsendes Interesse.

Nach einem einführenden Teil zur Geschichte des katalanischen Sprachraums beschäftigt sich diese Studie mit der historischen Lautentwicklung des Katalanischen und seiner Nachbarsprachen. Ein klar gegliederter Tabellenteil bietet auch dem Studienanfänger der iberoromanischen Sprachwissenschaft und dem sprachlich interessierten Laien einen Überblick über Lautstand und Lautentwicklung des Katalanischen und der angrenzenden Sprachen, wie er bis jetzt noch nicht zur Verfügung stand. Darüber hinaus werden dialektale Besonderheiten des Katalanischen in den ausführlichen Kommentaren berücksichtigt.

 
European Coordination Centre for Research and Documentation in Social Sciences
L´ Acte Final d´ Helsinki.
Texte et Analyse.
1990, XXXV + 576 S.
EU 20.00
ISBN: 3-926972-14-9
Die im Jahre 1975 in Helsinki unterzeichnete Schlussakte der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) ist ohne Zweifel eines der wichtigsten internationalen Dokumente der Gegenwart. Dieser Band macht das Originaldokument in seinen sechs Sprachen (Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch und Russisch) einschließlich der Unterschriften der damals beteiligten 35 Staats- und Regierungschefs der interessierten Öffentlichkeit zugänglich.

Nach dem Vorwort des österreichischen Außenministers Dr. Alois Mock, stellt Dr. Christiane Villain-Gandossi, Stellvertretende Direktorin des European Coordination Centre for Research and Documentation in Social Sciences, Wien, ein Projekt vor, in dem der Text der Helsinki-Schlußakte unter semiotischen Gesichtspunkten analysiert wird.

Nach der photomechanischen Reproduktion der sechs offiziellen Versionen der Schlussakte stellt Prof. Agnès Daniel, Universität Budapest, in einer lexikalisch-semantischen Analyse die wichtigsten Schlüsselbegriffe und ihre Bezeichnungen zusammen, und ermöglicht so, die unterschiedlichen Textstrukturen zu vergleichen.

 
Roland Bauer, Harald Fröhlich, Dieter Kattenbusch (Hrsg.)

Varietas Delectat. Vermischte Beiträge zur Lust an
romanischer Dialektologie ergänzt um Anmerkungen
aus verwandten Disziplinen.
1993, IX + 222 S.
EU 15.00
ISBN: 3-926972-31-6
Dieser Band enthält 18 Beiträge vermischten Inhalts, die allesamt dem Salzburger Romanisten Hans GOEBL zu seinem 50. Geburtstag gewidmet sind. Abwechslung, Buntheit und Mannigfaltigkeit sind Konzepte, die der Gefeierte zu Leitmotiven seines Denkens und Handelns gemacht hat. Zudem stellt der Titel eine Beziehung zur Varietätenlinguistik her, einem Bereich der Sprachwissenschaft, dem sich Hans GOEBL immer mit großer Verve gewidmet hat. Dass sich unter den Beiträgen, die sich mehrheitlich mit dialektologischen Fragestellungen beschäftigen, auch solche finden, deren erkenntnisförderndes Studium nur augenzwinkernd gelingen kann, ist als besondere hommage der Verfasser an den unverwechselbaren sense of humour des Geehrten gedacht.
Die dialektologisch-sprachgeographischen Abhandlungen konzentrieren sich im wesentlichen auf Italien. HELGA BÖHMER beobachtet Romanische Interferenzerscheinungen in der südbairischen Sprachinsel von Sauris/Zahre, LOIS CRAFFONARA untersucht Volksetymologisches aus dem Sellaladinischen, OTTO GSELL reicht Linguistische Aphorismen für einen Systematiker dar, und SILVIO GISLIMBERTI untersucht La parlata di Covelo (Terlago, TN) registrata a Valemount, BC, Canada. Zwei Autoren, ANTONIO PENNISI (Ipercorrettismi anomali) und GIOVANNI RUFFINO (Varietas coquinaria: metafore alimentari e reinterpretazioni paretimologiche), widmen sich der sprachlichen Vielfalt Siziliens. PETER STEIN untersucht Frankophone Antworten auf Wenkers Datenerhebung für den Deutschen Sprachatlas, und HEINZ-DIETER POHL stellt Das Projekt eines Kärntner Sprachatlasses vor. Mit lexikographischen Themen melden sich CHRISTIAN SCHMITT (Alpiner Skisport) und DIETER MESSNER (Portugiesische Lexikographie) zu Wort. OTTO WINKELMANN behandelt Divergenz und Konvergenz der portugiesischen Orthographie, DIETER KATTENBUSCH zeigt anhand von empirischen Daten Interferenzbedingte Normverstöße beim Übersetzen in die Fremdsprache auf, und HELMUT BERSCHIN befaßt sich mit dem Esprit de la collaboration: Auf Deutsch.
Zum (Un)Wesen wissenschaftlicher Kongresse äußern sich die Spezialisten GABRIEL ALTMANN und REINHARD KÖHLER. OTTO KRONSTEINER steuert Pikantes aus dem Leben eines altbulgarischen Gelehrten bei, HARALD FRÖHLICH begibt sich auf neue Pfade der quantitativen Gastrolinguistik, und ROLAND BAUER stellt die neuesten Ergebnisse der zeitgenössischen Grußadressenforschung vor. Selbstverständlich darf eine chronologisch geordnete Publikationsliste HANS GOEBLS nicht fehlen.

 
Matthias Perl (Hrsg.)

Bibliographie zur romanischen Sprachwissenschaft
in der DDR (1949-1990).
1995, IX + 79 S.
EU 20.00
ISBN: 3-926972-45-3
Lange Zeit waren die sprachwissenschaftlichen Arbeiten der ostdeutschen Romanistik in der Bundesrepublik Deutschland kaum bekannt. Hinzu kommt, dass viele von ihnen in schwer zugänglichen Universitätsreihen erschienen sind. Nach der Vereinigung der beiden deutschen Staaten erschien eine systematische bibliographische Aufarbeitung der Veröffentlichungen der ostdeutschen Romanistik dringend geboten.

Die nun vorliegende Bibliographie zur romanischen Sprachwissenschaft in der DDR (1949-1999) erfasst alle von deutschen Romanistinnen und Romanisten in dem genannten Zeitraum publizierten Aufsätze und Buchveröffentlichungen (Sammelbände, Kongressakten und Monographien), die mindestens vier Druckseiten umfassen. Bei den Autorinnen und Autoren ist jeweils der frühere und/oder jetzige Wirkungsort vermerkt; bei Dissertationen wird darüber hinaus auch der Name des wissenschaftlichen Betreuers angegeben.

Die Bibliographie ist in folgende Kapitel gegliedert: 1. Romanische Sprachwissenschaft, 2. Französisch, 3. Spanisch, 4. Katalanisch, 5. Galicisch, 6. Portugiesisch, 7. Rumänisch, 8. Italienisch und 9. Romanische Kreolsprachen. Eine Siglenliste und ein Personenregister schließen den Band ab.

Die wissenschaftlichen Schwerpunkte der romanistischen Forschung in der DDR lassen sich anhand der Bibliographie gut erkennen. Während beispielsweise Arbeiten zur italienischen Sprachwissenschaft kaum vertreten sind, belegen die zahlreichen Aufsätze zum Rumänischen, Portugiesischen und zu den romanischen Kreolsprachen die intensive Beschäftigung, die einerseits durch die politische Hinwendung zu den entsprechenden Staaten bedingt war, aber auch durch Wissenschaftstraditionen zu begründen ist. Da die Bibliographie auch über die Forschungsschwerpunkte der einzelnen Universitäten und der ehemaligen Akademie der Wissenschaften informiert, leistet sie einen wichtigen Beitrag zur jüngeren Forschungsgeschichte der romanistischen Linguistik in Deutschland.

 
Wolfgang Wiegand
Religiöse Erziehung in der Lebenswelt der Moderne.
Zur sozialwissenschaftlichen und theologischen Grundlegung eines pragmatischen Modells religiöser Erziehung.
1994, XIII + 361 S.,
EU 26.00
ISBN: 3-926972-37-8
Ausgehend von den Alltagsproblemen des Religionsunterrichts und den Erkenntnissen von Peter Berger und Niklas Luhmann untersucht diese Arbeit die aktuelle gesellschaftliche Situation von religiöser Erziehung in der Lebenswelt der Moderne. Danach wird ein allgemeiner Religionsbegriff erarbeitet, der die Veränderungen der Moderne aufgreift, sich an die jüdisch-christliche Religion anschließt und in das religionspädagogisch relevante Konzept der Sozialen Einstellung überführt werden kann. Die gewonnenen Erkenntnisse münden ein in fünf pädagogische Prinzipien, und darauf aufbauend wird ein aktuelles Konzept religionspädagogischen Handelns entfaltet.

Das Buch versteht sich als konsequenter Versuch der Aufarbeitung der systematisch-theologischen Position Wolfhart Pannenbergs für die Religionspädagogik und als vorläufige Skizzierung des religiösen Verstehens im Kontext des Modells einer Handlungshermeneutik basierend auf der Theorie des Fremdverstehens von Alfred Schütz. Es dient der interdisziplinären Grundlegung eines allgemeinen Religionsbegriffes jenseits des konstruierten Gegensatzes von Religion und Glaube. Ferner stellt das Buch einen neue Akzente setzenden Beitrag zur Diskussion um den sozialwissenschaftlichen und theologischen Begründungszusammenhang der Modifizierung der pädagogischen und religionspädagogischen Praxis angesichts der Veränderungen in der Lebenswelt der Moderne dar.

Das Buch wendet sich an alle, die in der religionspädagogischen Arbeit stehend Verantwortung für Kinder und Jugendliche tragen.

 
studia litteraria
Sanda Sora
studia litteraria Band 1
Modalitäten des Komischen. Eine Studie zu Luigi Malerba.
1988, XI + 316 S.
EU 20.00
ISBN: 3-926972-02-6
Auf der Grundlage einer allgemeinen Theorie der Komik setzt sich diese Studie mit einem der markantesten Vertreter der neueren komischen und absurden Literatur Italiens auseinander, mit Luigi Malerba. Zunächst wird ein Großteil der modernen Überlegungen zu den Begriffen ?Komik?, ?Witz?, ?Humor? usw. dargestellt und gezeigt, wie problematisch es ist, diese Begriffe in ihrem Wesen zu erfassen und sie gegeneinander abzugrenzen. In der eigentlichen Analyse des Erzählwerks Malerbas beschreibt die Autorin in einem ersten Schritt die Komik auslösenden sprachlichen Verfahren. Sodann wird die Thematik auf ihre Hauptmotive und deren Komisierung hin untersucht. Schließlich werden verschiedene Ausprägungen der Komik (Ironie, Humor, Groteske) betrachtet und die Zusammenhänge zwischen diesen ?Registern der Komik? und den Mitteln der formalen Gestaltung erforscht.

 
Gabriele Bruckschlegel
studia litteraria Band 2
L?Éphémère. Eine französische Literaturzeitschrift
und ihr poetisches Credo.
1990, IX + 430 S.
EU 26.00
ISBN: 3-926972-13-2
Ziel der Studie ist es, dem aufgeschlossenen Leser einen Zugang zu einer wichtigen Strömung der zeitgenössischen französischen Lyrik zu eröffnen, deren Wahrnehmung im deutschen Sprachraum noch immer weit hinter ihrem Rang zurückbleibt. Als zeitweiliger Kristallisationspunkt der poetischen Arbeit von Y. Bonnefoy, A. du Bouchet, J. Dupin und P. Celan, dem in Paris lebenden deutschsprachigen Dichter, wurde die von 1967 bis 1972 in Paris von diesen Autoren herausgegebene Lyrikzeitschrift L´ÉPHÉMÈRE zum Sprachrohr von drei Exponenten jener Dichtergeneration Frankreichs, die während des Zweiten Weltkriegs oder danach zu schreiben begann.

Um die Vielschichtigkeit dieser Dichtungen und ihrer Poetik Rechnung zu tragen, werden sie aus vier verschiedenen, für ein vertieftes Verständnis unerlässlichen Blickwinkeln beleuchtet: Neben dem dichtungsgeschichtlichen Kontext werden Bezüge zur bildenden Kunst, zu bestimmten philosophischen Richtungen sowie zur Religionsphilosophie aufgezeigt. Der Selbstverständlichkeit, mit der die französischen Dichter zeitliche und räumliche Grenzen überschreiten, entspricht die immer stärkere Annäherung Celans an poetologische Positionen seiner französischen Freunde, eine Tatsache, die für die Germanistik von Interesse sein dürfte.

Die Verfasserin war bestrebt, poetologische Konstanten herauszuarbeiten, die vier individuelle Dichtungen verbinden, und dabei der jeweils charakteristischen Handschrift gerecht zu werden. Im Hauptteil kommen Kategorien wie Negativität, Schweigen und Absenz zur Sprache. Erläutert wird auch die Kategorie Raum, die Physiker, Philosophen, bildende Künstler und Dichter beschäftigt hat. Unerwartete Gemeinsamkeiten und Bedeutungsdimensionen bieten Romanistik ebenso wie Germanistik vielfältige Anregungen.

 
Anne Margret Rusam
studia litteraria Band 3
Literarische Landschaft. Naturbeschreibung zwischen
Aufklärung und Moderne.
1992, VI + 141 S.
EU 15.00
ISBN: 3-926972-20-0
Die Abkehr vom Grundsatz der Naturnachahmung wurde für den Bereich der deutschen Frühromantik vielfach gezeigt. Für die französische Frühromantik stand ein systematischer Nachweis bislang noch aus. Allzu oft reduzierte die Literaturgeschichtsschreibung Autoren wie Chateaubriand, Nodier und Senancour zu bloßen Vorläufern einer erst mit Lamartine einsetzenden Romantik. Demgegenüber arbeitet die vorliegende Studie den in der Literatur um 1800 sich vollziehenden Übergang von der Aufklärung zur literarischen Moderne heraus. Sie konzentriert sich dabei auf ein Gebiet, das traditionellerweise im Mittelpunkt der Dichtkunst steht, das Verhältnis der Kunst zur Natur.

Die französische Literatur um 1800 steht nicht von ungefähr im Zentrum des Interesses, hat doch die französische Revolution entscheidende Weichen für eine neue literarische Diskursordnung gestellt. Vor dem Hintergrund aufklärerischer Naturbilder und Beschreibungsmodalitäten, deren ein ausführliches Kapitel gewidmet ist, können traditionelle und innovative Momente frühromantischer Naturbeschreibung trennscharf erfaßt werden. Jetzt erst wird die herkömmliche Rhetorik der Natur verabschiedet und ein neuartiger metaphorischer Gebrauch von Natur möglich.

In Einzelkapiteln wird die Poetologie von Chateaubriand, Nodier, Senancour und Lamartine herausgearbeitet, in der Wesentliches der späteren romantischen Revolution bereits verwirklicht ist. Damit werden diese Autoren systematischer als bisher in den Prozeß der literarischen Moderne einbezogen, in dessen Verlauf die definitive Abkehr der Kunst von der Natur besiegelt wird.

 
Morten Nøjgaard
studia litteraria Band 4
Plaisir et vérité. Le paradoxe de I?évaluation littéraire.
1993, VI + 186 S.
EU 15.00
ISBN: 3-926972-27-9
La question de la valeur esthétique constitue le fond même des études littéraires. Curieusement, elle a été refoulée pendant la période structuraliste de la science de la littérature. Le but principal de ce livre est de contribuer à remettre cette question de la valeur à la place centrale qui est la sienne dans les études littéraires. L´évaluation d´une ?uvre littéraire engage le lecteur dans une série de paradoxes épistémologiques, que l´on ne peut surmonter, mais qu´on ne peut pas esquiver non plus; le livre définit ainsi les conditions de tout travail philologique.

L´ouvrage analyse les types de jugement mis en ?uvre lorsque nous évaluons, et qui s´avèrent tous appartenir à seulement deux classes: Le jugement cognitif (?l´?uvre est vraie/fausse?) et le jugement affectif (?l´?uvre me plaît/me déplaît?). Ces jugements se laissent moduler dans une perspective temporelle (la valeur historique, la valeur utopique) et empruntent leurs arguments concrets à la réalisation textuelle et psychologique des instances de la communication. L´essai élabore une théorie de l´évaluation littéraire dans une perspective communicative, pragmatique et sociologique. Il classe systématiquement les critères de valeur communément invoqués et voue une attention particulière aux problèmes soulevés par l´évaluation de l´art populaire.

Le dernier chapitre essaie de dresser une éthique, mieux, une déontologie de la critique littéraire publiée dans la presse. Enfin, un appendice établit un modèle d´analyse sémiologique du compte rendu littéraire comme type textuel.

 
Cecilia Dreymüller
studia litteraria Band 5
Die Lippen des Mondes.
Spanische Lyrikerinnen der Gegenwart (1959-1990).
1996, IX + 240 S.
EU 16.00
ISBN: 3-926972-44-6
Warum tauchen nahezu keine modernen Lyrikerinnen in den spanischen Literaturgeschichten auf? Die Antwort ist einfach: Während der Franco-Diktatur wurden ihre Texte gerne als ?Hausfrauenpoesie? abgewertet. Aber auch nach 1975 konnten sie sich nur schwer gegen einen Literaturbetrieb durchsetzen, der vom Machismo geprägt war. Ausgerechnet die männerzentrierte erotische Lyrik Ana Rosettis brachte dann die Lyrikerinnen ins Gespräch. Dichterinnen wie Cristina Peri Rossi oder Amparo Amorós hingegen fanden im Ausland lange Zeit mehr Beachtung als in Spanien. Als es in den achtziger Jahren zu einem spektakulären Anstieg von Veröffentlichungen und Verkaufszahlen kam, blieb eine tiefergehende literaturwissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Lyrik spanischer Frauen aus. Die Kritik reagierte lediglich mit der Polemik um die Begriffe ?poesía femenina? und ?poesía escrita por mujeres?.

In dieser Studie untersucht die Autorin das literarische Phänomen des ?Booms? der Lyrik von Frauen und gleichzeitig seine außerliterarischen Faktoren. Unter Berücksichtigung von mehr als 50 Lyrikerinnen fügen sich die chronologisch angeordneten Werkbeispiele zu einer Geschichte der Lyrik von Frauen zusammen. Sie macht den Prozess anschaulich, wie die Frauenlyrik als Antwort auf ihre Marginalisierung entstanden ist. Gleichzeitig stellt sich die Autorin der allgemein verbreiteten Tendenz entgegen, diese Lyrik als Grenze zu definieren, wodurch sie doch wieder nur ins Abseits gedrängt werden würde. Im Anhang der Arbeit gibt eine ausführliche Bibliographie erstmals einen vollständigen Überblick über die Primär- und Sekundärliteratur zu vier Generationen spanischsprachiger Lyrikerinnen.

 
Hugo Blank
studia litteraria Band 6
Die Fabeln von Jean Anouilh. Texte und Kommentar.
I: Texte 1996, XI + 111 S. und
II: Kommentar 1996, XIII + 287 S.
EU 26.00
ISBN: 3-926972-51-4
Die im Sommer 1961 entstandenen 47 Fabeln des französischen Dramatikers Jean Anouilh fanden bisher in der literarisch interessierten Öffentlichkeit sehr zu Unrecht nur ein geringes Echo. Dies liegt sicherlich auch daran, dass die bisherigen Ausgaben schnell vergriffen oder schwer zugänglich waren, dass sie nur Teile der Fabeln enthielten oder ein wenig ansprechendes Druckbild boten.

Die nunmehr vorliegende Textausgabe, die von Hugo Blank besorgt wurde, stellt die erste vollständige und kommentierte Ausgabe der Fabeln auf dem deutschen Buchmarkt dar. Der Herausgeber hat Fabeln und Verse so numeriert, dass genaue Verweise möglich werden. Abweichungen von den früheren Ausgaben werden in einem kritischen Apparat zusammengestellt. Vor allem aber sind die Verse hier ihrem Versmaß entsprechend gesetzt, wie man es von La Fontaine her gewohnt ist.

Der Kommentarband untersucht zunächst das poetische Kleid der Fabeln, also Vers, Reim und Sprache. Das zweite Kapitel geht auf die Beziehung der Fabeln Anouilhs zu denjenigen La Fontaines ein, und das dritte Kapitel stellt systematisch die mehrere Fabeln durchziehende Thematik dar, also Einsamkeit, Pessimismus usw. Schließlich wird jede einzelne Fabel nach folgendem Schema analysiert: Metrik, Vokabular, Inhalt, Sprache und Form, Parallelen sowie die Lehre, die aus ihr zu ziehen ist. Im Abschnitt Vokabular werden Wörter erklärt, von welchen der Verfasser annimmt, dass sie Schülern der Oberstufe oder jüngeren Studierenden fremd sind.

Die beiden Bände erschließen die Texte unter poetologischen, linguistischen und literarischen Gesichtspunkten. Sie wenden sich an jeden Liebhaber moderner Fabeln ebenso wie an Gymnasiasten, Studierende und Lehrende.

 
Michael Rössner (Hrsg.)

studia litteraria Band 7
Pirandello zwischen Avantgarde und Postmoderne.
1997, IX + 227 S.
EU 20.00
ISBN: 3-926972-52-1
Der italienische Nobelpreisträger Luigi Pirandello (1867-1936) hat zweifelsohne wieder einmal Saison hierzulande, wie uns in jüngster Vergangenheit auch eindrucksvoll durch die wie ?Pirandello-Festspiele? anmutende Häufung von Produktionen seiner Riesen vom Berge in der Saison 1993/94 (Berlin, Hamburg, Oldenburg, Düsseldorf, Salzburger Festspiele, Wien) vor Augen geführt wurde. Aus den verschiedenen Perspektiven, unter denen in diesem Sammelband, der Vorträge aus zwei Symposien des Deutschen Pirandello-Zentrums neben Originalbeiträgen enthält, eine Annäherung an Pirandellos Werk versucht wird, sollte und soll nicht ein einheitlicher ?neuer? oder ?alter?, sprich: der klassischen Avantgarde oder der Postmoderne zuzurechnender, Pirandello entstehen; es wird aber mehr als deutlich, dass Pirandellos Werk und seine Autorenpersönlichkeit mit keinem der bisher verwendeten Etiketten - vom ?Theaterrevolutionär? bis zum ?Schein und Sein?-Fabrikanten, vom ?Gesellschaftskritiker? bis zum ?nihilistischen Humoristen? - zur Gänze abgedeckt werden kann. Dasselbe gilt vermutlich auch von den hier erörterten Klassifikationen als ?Avantgardist? oder als ?Vorläufer der Postmoderne?. Gerade darin aber wird die sich stets erneuernde Aktualität dieses vielschichtigen Werkes deutlich.

?La vita non conclude?, pflegte Pirandello zu sagen, das Leben setzt keinen Schlusspunkt. Die Pirandello-Forschung, wie sie in den hier vorliegenden Beiträgen von Franca Angelini, Tobias Eisermann, Thomas Klinkert, Ina Martens, Sandro Moraldo, Joachim Noller, Michael Rössner, Monika Schmitz-Emans, Till Schröder und Rainer Zaiser zum Ausdruck kommt, tut das auch nicht; sie will im Gegenteil dem Leser und Zuschauer immer aufs Neue die Augen öffnen für bislang unerkannte oder zu wenig beachtete Facetten dieses vielschichtigen, faszinierenden Werkes, das am Ende des 20. Jahrhunderts noch genauso als Abenteuer des Geistes erscheint wie im Augenblick seines Entstehens.

 
Heribert Härtinger
studia litteraria Band 8
Oppositionstheater in der Diktatur.
Spanienkritik im Werk des Dramatikers Antonio Buero Vallejo
vor dem Hintergrund der franquistischen Zensur.
1997, IX + 239 S.
EU 20.00
ISBN: 3-926972-56-9
Wie lässt sich erklären, dass in den Jahren der Franco-Diktatur ein politisch Geächteter, den man 1939 als Bürgerkriegsgegner und Staatsfeind zunächst zum Tode verurteilt und schließlich nach sechsjähriger Gefangenschaft auf Bewährung entlassen hat, zum renommiertesten zeitgenössischen Dramatiker Spaniens avancieren kann? Und: Wie kann sich ein solcher Autor mit einem politisch hochbrisanten ?uvre auf heimischen kommerziellen Bühnen feiern lassen, während die allgegenwärtige Zensur andere Oppositionsdramatiker entweder entscheidend behindert oder aber völlig zum Schweigen bringt?
Die Rede ist von Antonio Buero Vallejo, dem bis heute fraglos bedeutendsten spanischen Dramatiker seit dem Bürgerkrieg (1936-39), dessen Werk allerdings im europäischen Ausland trotz seines hohen künstlerischen Anspruchs auf enorme Rezeptionsschwierigkeiten gestoßen ist. Ein um so größeres Anliegen ist es dem Verfasser Heribert Härtinger, das Werk Buero Vallejos in seinem geschichtlichen und literarhistorischen Rahmen zu würdigen. An der Besprechung ausgewählter Dramen, die ihren Ausgang bei der posibilismo-Strategie des Autors nimmt und die sich deshalb im Schnittfeld zwischen innerliterarischen Fragen und sozio-historischer Literaturkritik bewegen muss, will er thematische Schwerpunkte in Buero Vallejos Spanienkritik aufzeigen, seine im Kontext der Zeit teils revolutionären dramatischen Gestaltungsmittel in ihrer Wechselbeziehung mit dem Tatbestand der Zensur charakterisieren und dabei deutlich machen, in welcher Weise der Dramatiker - unter konsequenter Ausnutzung seines wachsenden gesellschaftlichen Gewichts - im Kräftemessen mit den Zensoren immer mehr Terrain erobern konnte.
Spekulative Aussagen über mögliche zensurtaktische Motivationen werden konsequent vermieden. Vielmehr wird die inhaltliche und formale Ambiguität von Buero Vallejos Tragödien in den Zusammenhang seines dialektischen Dramenkonzepts gestellt. Methodisch rekurriert die Studie u.a. auf das Zensurmodell der Freudschen Traumanalyse sowie auf die systematische Auswertung der Zensurdossiers, die heute im ehemaligen Archiv der franquistischen Ziviladministration einsehbar sind und teilweise im Anhang reproduziert werden.

 
Elia Eisterer-Barceló
studia litteraria Band 9
La inquietante familiaridad. EI terror y sus arquetipos
en los relatos fantásticos de Julio Cortázar.
1999, XI + 296 S.
EU 20.00
ISBN: 3-926972-67-5
¿Qué tienen en común Julio Cortázar y Stephen King? ¿Qué elementos en la cuentística cortazariana proceden de la tradición del terror fantástico? ¿Cuál era su propia posición frente a lo gótico en cine y literatura? De la respuesta a estas y similares preguntas surge una nueva visión de un escritor cuyos textos creíamos conocer definitivamente y que ahora, iluminados con otra luz, se nos muestran como producciones encuadrables en una fructífera tradición que va desde la novela gótica inglesa hasta la actualidad.

El trabajo parte de un panorama teórico de lo fantástico en la literatura desde los años sesenta hasta hoy, considerando definiciones y deslindamientos de los campos fantástico y terrorífico en la crítica francesa, alemana y española, para dirigirse a continuación a resumir la teoría de Stephen King sobre la literatura de terror - que ha servido de base para la reinterpretación de los relatos cortazarianos - y ofrecer un paseo por los textos ensayísticos de Cortázar en los que él mismo habla de su afición por lo gótico y su propia aportación a un género que él renueva y vivifica. A través de textos del mismo Cortázar y de otros reconocidos escritores, este trabajo ofrece datos en apoyo de una nueva consideración de la literatura de terror que parece haberse perdido en la crítica más reciente.

En la segunda parte de la obra encontrará el lector los análisis detallados de cuatro relatos de Cortázar: Reunión con un círculo rojo, Las armas secretas, Cuello de gatito negro y Casa tomada, en los que se descubre la presencia larvada de cinco arquetipos del terror (el Vampiro, el Fantasma, el Licántropo, la Cosa sin nombre, The Bad Place) con lo que la lectura tradicional de los relatos cambia por completo. Estos análisis sirven como modelo para otros relatos que se proponen en el trabajo y representan, además, un buen ejemplo de interpretación textual - también de utilidad en clase para profesores de literatura.

Elia Eisterer es también autora, con el nombre de Elia Barceló, de novelas fantásticas (Sagrada, 1989, El mundo de Yarek, 1994, Consecuencias naturales, 1994) y policíacas (El caso del artista cruel, 1998): Ha obtenido varios premios literarios.

 
Britta Brandt
studia litteraria Band 10
Das Spiel mit Gattungen bei Isabella Canali Andreini.
I: Zum Verhältnis von Improvisation und Schriftkultur
in der Commedia dell?arte. 2002, 281 S. und
II: Lettere (1607). 2002, XXVIII + 260 S.
EU 26.00
ISBN: 3-926972-69-9
Isabella Canali Andreini (1562-1604) war als eines der ersten weiblichen Mitglieder der ita-lienischen Berufsschauspielertruppen ein Star ihrer Zeit. Sie verstand es jedoch nicht nur auf der Bühne, sondern auch im literarischen und gesellschaftlichen Leben akzeptiert und gefeiert zu werden, zumal da sie ihr schauspielerisches Talent, von dem zahlreiche Lobgedichte zeugen, mit literarischen Ambitionen verknüpfte. So umfasst ihr ?uvre eine originelle Pastorale (La Mirtilla), eine petrarkistisch angehauchte, dabei jedoch eigentümlich-eigenständige Gedichtsammlung (Rime), eine 151 Briefe umfassende (Liebes-)Briefsammlung (Lettere) und einige Dialoge (Discorsi), die ? ebenso wie die Lettere ? von ihrem ebenfalls schauspielernden und schreibenden Mann postum herausgegeben wurden.

Im ersten Band werden unter Rückbezug auf literarische und schauspielerische Traditionen Wechselbeziehungen zwischen Bühnen- und Textwirklichkeit untersucht. Inwieweit handelt es sich bei den Texten um verschriftetes Bühnenrepertoire? Inwieweit greift Isabella auf gängige Gattungsschemata zurück? Ist ihre Gedichtsammlung ein typisch weiblicher Canzoniere oder aber entwirft sie ein völlig neues Muster weiblichen bzw. schauspielerischen Schreibens? Lehnt sich ihre Pastorale eher an Tassos großes Vorbild Aminta an (Tasso war Isabella persönlich bekannt) oder geht sie mit Guarini einen neuen Weg hin zum aktionsgeladenen Bühnen-Spiel? Es bleibt bei diesen und weiteren Fragen stets zu berücksichtigen, dass Isabella mit der Autorität eines Akademiemitgliedes den Bezug zum Schauspiel in den Hintergrund und ihre Rolle als ehrenhafte, gelehrte Schriftstellerin in den Vordergrund rückt. Unter Kenntnis ihrer Biographie enthüllen sich jedoch die Verbindungslinien zur Bühne in einem faszinierenden Spiel mit Gattungen, welches ihr Mann Francesco als trauernder Ehemann und Herausgeber nach ihrem Tod in ihrem Namen weiterführt.

Beim zweiten Band handelt es sich um eine ausführlich kommentierte Textausgabe der Lettere, die ein Musterrepertoire von (Liebes-)Briefen darstellen. Anhand dieser Ausgabe kann sich der Leser ein Bild von der Kunst der schreibenden Schauspielerin bzw. spielenden Schriftstellerin machen, die ihre Arbeits- und Lebensbereiche in subtiler, nicht aufdringlicher Weise so miteinander verknüpft, dass in den Wechselbeziehungen nicht etwa ein Abklatsch von Vorlagen, sondern etwas Neues und Einzigartiges entsteht, welches sowohl dem Lesepublikum als auch den schauspielernden Kolleginnen und Kollegen von Nutzen sein kann.

 
Naoka Iki
studia litteraria Band 11
Eugène Scribes roman-feuilleton bien fait.
Studien zu seinem Feuilletonwerk.
2001, XI + 350 S.
EU 26.00
ISBN: 3-926972-86-6
Eugène Scribe (1791-1861) ist einer der populärsten Dramatiker und Librettisten Frankreichs. Schon zu seinen Lebzeiten war er jedoch eine in literarischen Kreisen umstrittene Persönlichkeit, die seither in der Forschung nur am Rande erwähnt oder mit einem Hinweis auf seine angebliche ?Fließbandproduktion? versehen wurde. Seit Mitte der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts befasst sich die Musikwissenschaft im Zuge der Renaissance der grand opéra- und Meyerbeer-Forschung verstärkt mit dem Librettisten Scribe, und der Dramatiker Scribe rückt wieder mehr in das Bewusstsein der Romanistik; das Schaffen des Romanciers Scribe wurde hingegen bisher weitgehend ausgeklammert.

Die von Naoka Iki vorgelegte Münchner Dissertation präsentiert nun erstmals unter engem Rekurs auf Scribes dramaturgische Invention der pièce bien faite einen neuen Aspekt innerhalb der literarischen Produktion eines der erfolgreichsten französischen Autoren der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, nämlich seine Feuilletonromane. In Anlehnung an die Forschungen von Hans-Jörg Neuschäfer und Klaus Peter Walter, die sich seit den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts um eine Anerkennung des Feuilletonromans als ?Höhenkamm-literatur? bemühen, zeigt die Studie bei exemplarischem Verweis auf Scribes Theater- und Librettowerke, wie ingeniös er seine Dramaturgie der pièce bien faite, deren Charakteristika im übrigen eine ideale Ergänzung zu den makrostrukturellen Anforderungen an die Schnitttechnik des Feuilletonromans bieten, im Laufe seines Schaffens zum roman-feuilleton bien fait vervollkommnete.

Nach dem theoretisch ausgerichteten ersten Teil, in dem die Autorin die Affinität von Feuilletonroman und pièce bien faite aufzeigt, wird die konsequente Umsetzung der Schemata der pièce bien faite zunächst an einem Beispiel stellvertretend für die Scribeschen Novellen dargelegt und im Hauptteil an den Scribeschen Feuilletonromanen herausgearbeitet.

 
Martin Weidlich
studia litteraria Band 12
De revolutionibus ordinum caelestium terrestriumque.
Alberto Savinio zwische Kopernikus und Ptolemäus.
2006, XI + 416 S.
EU 29.00
ISBN: 3-936496-11-6
Einen Zeitgenossen und Vorläufer finden die künstlerische Moderne und darüber hinaus ein sich einendes Europa in dem in Athen geborenen, in München herangewachsenen, in Paris und Rom zur Reife gelangten Dichter, Maler und Komponisten Alberto Savinio (1891-1952).

Erfuhr der jüngere Bruder Giorgio de Chiricos in den letzten Jahrzehnten schlußendlich späte, aber vielstimmige Würdigung, so nimmt die von Martin Weidlich vorgelegte Münchner Dissertation erstmals den ?Dualismus? von Kopernikus und Ptolemäus, der dem vielseitigen Artista-filosofo zur metaphorischen Beschreibung der so heterogenen, ?vormodern? durchsetzten Moderne dient, zum Ausgangspunkt einer Beschreibung des ?modernen Phänomens? Alberto Savinio. Ungeachtet der von diesem Autor selbst gern behaupteten ?organizzazione copernicana della mia mente? wird er indes hier eher zwischen Ptolemäus und Kopernikus verortet, liegt doch offen zutage, wie er sich gerade die von letzterem errungene perspektivische Beweglichkeit zunutzemacht.

Nach einer bio-bibliographischen Porträtskizze in der Einführung wird vor dem Hintergrund einer abrißartig rekapitulierten Wirkungsgeschichte der kopernikanischen Wende die nähere Herkunft der beiden ?feindlichen? Weltbilder als eines ausnehmend wirkmächtigen geistesgeschichtlichen Metaphernpaares in Savinios literarischem Bildnis der Moderne insbesondere zu Spengler zurückverfolgt, und dies unter Heranziehung unveröffentlichten Materials aus dem Nachlaß des Autors. Nachgezeichnet wird so Savinios Weg, der ihn von einem ?absoluten Relativismus? über die Erfahrungen des Faschismus und des Krieges schließlich zu einem neuen Humanismus führt, gegründet auf den Konsens von der Vormundschaft der alten christlich-platonischen Modelle emanzipierter, ?wahrhaft autonom? gewordener Menschen. Daraufhin wird anhand ausgewählter fiktionaler Texte und wiederkehrender Motive gezeigt, wie ?Ptolemäus? und ?Kopernikus? als zentripetales, exklusives und als zentrifugales, expansives Prinzip Gestalt und Gestaltung dieses Gesamtwerkes bestimmen. So entgeht der kopernikanischen Aufspaltung und Atomisierung der Einen Wahrheit auch nicht die ? in partieller Übereinstimmung mit dem Zeitgeist ? vordergründig noch angestrebte homogene Identität des Italieners, des Europäers, des Menschen.

 
Isabel Bulitta
studia litteraria Band 13
Chemins battus ? Ausgetretene Pfade?
Suche nach der essence und die Rolle ?geborgter Wahrheit?
in Montaignes Essais
2008, Xi + 322 S.
EU 26.00
ISBN: 3-936496-24-6

 
Alessandra Riva
Traumboote nach Italien.
Eine literatur- und kulturwissenschaftliche Untersuchung deutscher Italienschlager.
2012, VII + 289 S.
EU 49.00
ISBN: 3-936496-36-9
Insbesondere in den fünfziger und sechziger Jahren waren die Italienschlager in Deutschland sehr populär und eine sehr große Anzahl davon wurde komponiert und verbreitet. Dieses Phänomen wird in der Dissertation Traumboote nach Italien. Eine literatur- und kulturwissenschaftliche Untersuchung deutscher Italienschlager untersucht, indem die drei Schwerpunkte des Schlagers, der Begegnung Italien-Deutschland und der Traumwelt bzw. des Mythos Italien ausgearbeitet werden. Die Arbeit ist in zwei Teilen aufgebaut: Im ersten handelt sie von der Gattung Schlager im Allgemeinen, indem ihre Definition erarbeitet, ihre Geschichte dargestellt und ihre konstitutiven Elemente analysiert werden; im zweiten Teil wird das Phänomen der Italienschlager behandelt, das Italienbild dieser Italienschlager untersucht und ihre Bedeutung für die deutsche Nachkriegsgesellschaft erläutert.
Der Schlager ist ein Spiegel der Gesellschaft, der die Stimmungen der Bevölkerung sowie historische und gesellschaftliche Ereignisse aufnimmt; er drückt Gefühle und Wünsche aus, in denen die Zuhörer die eigenen erkennen. Die Begegnung zwischen Deutschland und Italien ist der wichtigste Grund der Italienbegeisterung der Deutschen, die zur Italienmode der Fünfziger Jahre geführt hat und deren Elemente in den Italienschlagern festzustellen sind. Diese Begegnung fand bereits vor Jahrhunderten, zur Zeit der deutschen Italienreisen des 16.-17. Jahrhunderts, die aufgrund der Sehnsucht nach dem Süden unternommen wurden, und durch die sogar im Mittelalter nachweisbare italienische Einwanderung, statt. Dazu kommt noch das Bedürfnis nach Ablenkung bzw. Träumen von einer anderen Realität. Auch die Entwicklung des Tourismus und die Präsenz der italienischen Gastarbeiter in Deutschland haben das Interesse für Italien und für die Italiener verstärkt. Alle diese Elemente fließen in die Italienschlager ein. Italienbilder werden in der Literatur, in der Kinoindustrie, durch den Tourismus, auf den Reiseplakaten tradiert und vermittelt. Die italienische Kultur, z.B. die Esskultur und die Mode, hat den deutschen Alltag beeinflusst und beeinflusst ihn immer noch.
Die ausführliche Textanalyse der im Korpus gesammelten Italienschlager, die bestätigt, dass diese Gesangstücke alle Eigenschaften der deutschen Schlager haben, außerdem viele Italiensignale (italienische Eigennamen, Orte, Ausdrücke, Wetter, Liebe, Musik) enthalten, die die Szenen in die Traumwelt Italien projizieren, mündet in eine Klärung des Italienbildes der deutschen Italienschlager und seiner Appellstruktur. Dieses Italienbild ist der Mythos der Italianität im Sinne Roland Barthes?. Die Italienschlager werden im Titel der Dissertation als Traumboote bezeichnet, denn sie sind die Mittel, die zur Traumwelt Italien führen. Jeder kann mühelos einsteigen, weil die Bilder, die angeboten werden, auf die allgemeinen kulturellen Kenntnisse zurückgreifen und ohne Anstrengungen erkannt werden. Sie sind ausgewählte Elemente aus dem realen Italien, das im Hintergrund weiterhin existiert, sind aber Allgemeinplätze, die die Scheinwelt einfach darstellen und die jeder mit den eigenen Wünschen, Erfahrungen und Träumen ausfüllen kann. Sie sind also eine Verbindung zwischen Bekanntem und Neuem. Das Italienbild, das erzeugt wird, ist also ein vereinfachtes, positiv verklärtes Bild, ein Mythos, der sich der realen Welt bedient.
Die letzte Frage, der in dieser Dissertation nachgegangen wird, ist die Funktion dieser Schlager bzw. dieses Italienbildes für die deutsche Nachkriegsgesellschaft: Der (Italien)Schlager als Boot zu einer Traumwelt hat eine sehr große Bedeutung vor allem während der Wiederaufbauzeit in Deutschland, in der das Bedürfnis an einen Zufluchtsort lebenswichtig war. Obwohl heutzutage keine Italienschlager mehr komponiert werden und die Realität Italien bekannt ist, die nicht nur aus Sonne, Meer, Liebe und Mandolinen besteht, bleibt die Zuneigung der Deutschen zu Italien erhalten.